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gewiesenermaßen  ein  Großkampflinienschiff,  drei  Schlachtkreuzer,  vier
ältere  Hanzerkreuzer,  drei  Kleine  Kreuzer  und  zwölf  Torpedoboote,
außer  den  nicht  veröffentlichten  Verlusten;  die  Deutschen  nur  einen
Schlachtkreuzer  —  der  „Lützow“,  der  nach  Bergung  sämtlicher  Mannschaften
  in  der  Nacht  zum  1.  Juni  vernichtet  werden  mußte  —,  ein
älteres  Linienschiff  —  „Oommern“  —,  vier  Kleine  Kreuzer  und  fünf
Torpedoboote.  An  Mannschaften  aber  büßten  die  Engländer  mindestens
  10000  Mann  mit  zahlreichen  höheren  Offizieren  ein,  während
  513  als  verwundet  angegeben  werden;  auf  deutscher  Seite
aber  haben  alles  in  allem  2414  Mann  den  Tod  erlitten  und  sind
440  verwundet  worden.  Gefangene  aber  wurden  nur  von  den
Deutschen  gemacht.  Der  letztere  Umstand  ist  von  besonderer  Bedeutung.
  Die  Schlacht  am  Skagerrak  war  allerdings  kein  vollständiger
  Sieg  unsererseits,  sondern  eine  unausgekämpfte  unentschiedene
  Schlacht  —  niemals  jedenfalls  ein  Sieg  der  englischen  Flotte  —,
aber  sie  läßt  unbedingt  die  Überlegenheit  unseres  Materials  und
unserer  Ausbildung  erkennen,  nicht  nur  in  bezug  auf  Artillerie=  und
Torpedowesen,  sondern  auch  auf  die  Widerstandsfähigkeit  unserer
Schiffe  gegen  feindliche  Treffer  selbst  schwerster  Kaliber;  sie  läßt
erkennen,  daß  Schnelligkeit  der  Schiffe  und  größere  Tragweite  der
Geschosse  nach  den  Erfahrungen  der  Skagerrakschlacht  nicht  so  wichtig
  sind  wie  starke  Hanzerung  und  gesteigerte  Artilleriewirkung.  Sie
lehrt  uns  also  von  neuem,  daß  unsere  Flotte  den  Kampf  mit  der
feindlichen  unter  allen  Umständen  hätte  aufsuchen  sollen,  selbst
in  der  Nähe  der  englischen  Küste.  Wenn  man  dagegen  angeführt
hat,  daß  eine  völlige  Riederkämpfung  unserer  Flotte  unsere  Küsten
schutzlos  preisgegeben  und  den  U-Boot--Krieg  unmöglich  gemacht
hätte,  so  ist  dagegen  zu  erwidern,  daß  —  wie  die  Schlacht  am
Skagerrak  bewiesen  hat  —  schwerlich  unsere  ganze  Flotte  in  einer
solchen  Schlacht  vernichtet  worden  wäre,  sondern  daß  sie  einen  größeren
  Teil  der  englischen  mit  ins  Grab  gezogen  hätte,  daß  aber
immer  noch  Schiffe  genug  übriggeblieben  wären,  um  die  Küsten
und  damit  die  für  den  U-Boot-Krieg  nötige  Basis  zu  decken  —
Schiffe,  die  man  zur  Schlacht  nicht  mitnehmen  konnte.  Es  ist  ferner
zu  bedenken,  daß  der  U--Boot-Krieg  in  Flandern,  wenn  auch  nur
in  beschränktem  Maße,  ohne  die  Unterstützung  irgendwelcher  Kampfschiffgeschwader
  geführt  worden  ist.  Im  übrigen  war  an  eine  wirkliche
  Dernichtung  der  feindlichen  Flotte  unsererseits  selbstverständlich
nicht  zu  denken,  und  auch  Admiral  Scheer  hat  in  dem  Bericht,  den
er  über  die  Schlacht  an  Seine  Majestät  den  Kaiser  richtete,  von
neuem  hervorgehoben,  daß  eine  völlige  Miederkämpfung  Englands
zur  See  durch  die  Schlachtflotte  nicht  möglich  sei,  und  daß  eine
solche  nur  erreicht  werden  könne,  wenn  es  gelänge,  die  englische
Dolkswirtschaft  durch  den  uneingeschränkten  U-Boot-Krieg  entscheidend
  zu  treffen.

Während  solche  Ereignisse,  die  von  entscheidendem  Einfluß