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wurde  aber  dadurch  nicht  aufgehalten,  obgleich  auch  im  Gebirge
gegen  Ungarn  hin  eine  deutsche  Division  den  Widerstand  zu  festigen
uchte.

Während  so  auf  der  ganzen  Cinie  heftige  Kämpfe  im  Gange
waren,  griffen  die  Russen  mit  großer  Übermacht  am  15.  Juni  auch
bei  Baranowitschi  an,  wurden  aber  unter  schweren  Herlusten  zurückgeworfen,
  und  am  16.  Juni  setzten  die  Gegenangriffe  der  Deutschen
  auch  am  Stochod  ein.  Sie  hatten  hier,  wo  Hilfe  am  notwendigsten
  war,  zunächst  fünf  Divisionen  neu  eingesetzt,  von  denen  drei
aus  dem  Westen  kamen,  eine  von  der  Beeresgruppe  Hindenburg  und
eine  von  der  des  Hrinzen  Ceopold  von  Bapvern.  Diese  Kräfte  wurden
später  noch  verstärkt  und  waren  Anfang  Juli  vielfach  erfolgreich.
Ein  Teil  des  verlorenen  Gebiets  wurde  zurückerobert,  so  daß  die
Russen  ihre  Angriffe,  um  Kowel  und  Wladimir  Wolhy#nsk  zu  erreichen,
  als  Boffnungslos  aufgeben  mußten.  Dagegen  griffen  sie
vom  5.  bis  8.  Juli  bei  Baranowitschi  erneut  an  und  setzten  diese  Angriffe
  bis  Ende  des  Monats  fort.  Auch  bei  Gorodischtsche  und  Cipsk
wurde  hartnäckig  gefochten,  und  am  16.  Juli  ein  großer  Ausfall  aus
Riga  unternommen  und  mit  Erfolg  zurückgewiesen.

Die  Russen,  als  sie  sahen,  daß  sie  bei  Kisjelin  und  Swidnicki
nicht  durchzukommen  vermochten,  warfen  sich  im  Styrbogen  bei  Kolki
und  Czartorysk  auf  die  sterreicher  und  warfen  sie  in  unglaublicher
Unordnung  zurück.  Deutsche  Truppen,  die  ihnen  zu  Hilfe  geschickt
waren,  wurden  ungeschlagen  in  den  Zückzug  mit  verwickelt,  und  nur
mit  Mühe  gelang  es,  mit  Hilfe  dieser  letzteren,  die  Stochodlinie  zu
halten,  die  nunmehr  wütend,  aber  erfolglos  angegriffen  wurde,  weil
sie  großenteils  von  Deutschen  verteidigt  wurde.

Diese  Kämpfe  dauerten  den  ganzen  Juli  an.

Mittlerweile  waren  die  Russen  im  Süden  weiter  vorgegangen.
Die  Zezirke  von  Kolomea—Delatyn  und  Nadworna  mußten  von  den
Osterreichern  geräumt  werden;  Jakobeny  und  der  Tartarenpaß
waren  bedroht;  doch  gelang  es  ihnen,  mit  Bilfe  der  Deutschen  die
Cinie  Halitsch—Stanislau  und  die  höhen  der  Karpathen  zu  halten
und  hier  den  Fortschritten  der  Russen  Halt  zu  gebieten.  Die  1.  deutsche
Division  scheint  hier  gefochten  zu  haben.  In  der  Mitte  der  ganzen
Kampflinie  war  der  Feind  überhaupt  nicht  eingedrungen.  Nur  langsam
  und  im  Gusammenhange  mit  den  Nebenarmeen  wichen  die
2.  österreichische  und  die  Süd-Armee  zurück.  Auch  wurde  eine  12.  österreichische
  Armee,  die  später  als  3.  bezeichnet  wurde,  aus  Abgaben
von  der  italienischen  Grenze  sowie  aus  solchen  der  Heeresgruppe  Cinsingen,
  der  2.österreichischen,  der  Süd-Armee  und  der  7.  österreichischen
gebildet.  Auch  Truppen  aus  dem  Westen  stießen  dazu.  Sie  sollte
längs  des  Dnjestr  zwischen  der  7.  und  der  Süd-Armee  vorgehen  und
wurde  mit  den  beiden  Nebenarmeen  unter  dem  Befehl  des  Erz-Rerzocs
  Karl,  des  österreichischen  Thronfolgers,  zu  einer  Beeresgruppe
  vereinigt,  zu  deren  Generalstabschef  General  von  Seeckt  er-