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nannt  ward.  Durch  diese  Maßregel  glaubte  Deutschland  auch  bei
der  neuen  Armee  einen  gewissen  Einfluß  zu  gewinnen,  wie  es  ihn
bei  der  Süd-Armee  durch  deren  Kommandeur  schon  hatte.

Als  dann  aber  die  NWachricht  einging,  daß  Brody  gefallen  sei,
wodurch  der  rechte  Flügel  der  Beeresgruppe  Linsingen  unmittelbar
bedrobt  war,  da  konnte  man  sich  mit  dem  österreichischen  Oberbefehl
  nicht  mehr  begnügen,  sondern  setzte  es  nunmehr  am  27.  Juli
lolb  durch,  wie  das  schon  erwähnt  worden  ist,  daß  Hindenburg  mit
dem  gemeinsamen  Oberbefehl  bis  südlich  Brody  betraut  wurde.
Mehr  war  von  den  Esterreichern,  die  um  ihr  Hrestige  bangten,  auch
jetzt  nicht  zu  erreichen.  General  von  Eichhorn  übernahm,  unter  Beibehalt
  seines  Oberkommandos  über  die  10.  Armee,  an  Hindenburgs
Stelle  den  Beeresgruppenbefehl  und  vereinigte  unter  seinem  Kommando
  die  8.  Armee,  die  Beeresgruppe  Scholtz  und  die  10.  Armee,
während  die  12.  Armee  zu  der  Heeresgruppe  Hrinz  Leopold  von
Bapern  übertrat.

Es  kam  nun  vor  allem  darauf  an,  die  österreichische  Kront  zu
stützen.  Für  sie  wurden  noch  einige  Bataillone  und  Batterien  unter
General  Melior  frei  gemacht,  die  der  2.  österreichischen  Armee  zugeteilt
  wurden,  und  es  verblieb  dann  auf  der  ganzen  Front  nur  eine
durch  Artillerie  und  2  Kaschinengewehre  verstärkte  Kavalleriebrigade
als  Reserve  des  GOberfeldherrn.  Bald  darauf  aber  wurden  von  der
Obersten  Beeresleitung  zwei  Divisionen  überwiesen,  die  neu  aufgestellt
  worden  waren  und  der  2.  österreichischen  Armee  zugeteilt
wurden,  während  eine  5.  der  Gruppe  des  Erzherzogs  Karl  zugewiesen
  wurde.  Am  8.  und  10.  August  erfolgten  dann  russische  Großangriffe
  gegen  die  ganze  Stochodlinie,  die  zwar  im  allgemeinen  siegreich
  abgeschlagen  wurden,  aber  doch  einige  Geländeteile  am  linken
Stochodufer  im  Besitz  der  Russen  beließen.  Die  Kämpfe  dauerten
hier  den  ganzen  August  an.  Die  Russen  verloren  sehr  viel  Menschen,
aber  sie  hielten  doch  tapfer  stand.

Zu  gleicher  Seit  griffen  sie  die  2.  Armee  und  den  rechten  Flügel
der  Armeegruppe  des  Erzbherzogs  Karl  an.  Die  neu  überwiesenen
beiden  Divisionen  im  Derein  mit  der  Abteilung  Melior  wiesen
einen  Durchbruch  zurück;  doch  mußte  die  2.  Armee  zurückgenommen
werden,  und  es  gelang  nur  in  lange  sich  hinziehenden  Kämpfen  mit
Mühe,  sie  in  der  zurückgenommenen  Stellung  zu  halten.  Ihr  Gurückgehen
  hatte  indessen  die  Folge,  daß  auch  die  Süd-Armee,  die  sich  bisher
  behauptet  hatte,  zurückgenommen  werden  mußte;  sie  ging  allmählich
  hinter  die  Slota  Lipa  zurück  und  zog  das  XV.  türkische  Armeekorps
  an  sich,  das  die  Türkei  den  Zundesgenossen  zur  Derfügung
gestellt  hatte,  und  das  sich  in  ihrem  Derbande  sehr  gut  bewährte.

Die  Kavalleriebrigade,  die  der  Heeresleitung  zur  Derfügung
stand  und  zuerst  bei  Kowel  ausgeladen  worden  war,  wurde  schließlich
  auch  noch  zur  2.  österreichischen  Armee  befördert;  die  Beeresgruppe
  Cinsingen  erhielt  dafür  die  1.  Landwehrdivision  aus  Mitan,