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hinter  in  Reserve  drei,  und  noch  weiter  zurück  eine  weitere,  allerdings
  bereits  mitgenommene  Division.  Allen  Anträgen  Belows  auf
Verstärkung  war  die  Oberste  Heeresleitung  so  weit  als  irgend  möglich
  nachgekommen;  nur  in  bezug  auf  Artillerie  und  Flieger  war  das
in  Rücksicht  auf  die  Derhältnisse  an  der  Ostfront  nicht  möglich  gewesen.
  Auch  hatte  ihretwegen,  die  bedeutende  Kräfte  aus  dem
Westen  beanspruchte,  darauf  verzichtet  werden  müssen,  dem  lange
vorhergesehenen  Angriff  durch  einen  machtvollen  Gegenangriff  zuvorzukommen.
  Die  deutschen  Truppen,  die  im  wesentlichen  für  den
Angriff  geschult  waren,  mußten  in  der  Derteidigung  fechten.

Am  25.  Juni  begann  das  Trommelfeuer  in  bisher  —  trotz  der
TChampagne-Derbstschlacht  —  noch  nicht  dagewesener  Stärke.  Es
dauerte  bis  zum  I.  Juli.  Ungeheure  Munitionsmassen  wurden  auf
die  deutschen  Stellungen  geschleudert.  Die  ZKauptsache  davon  war
von  Amerika  geliefert,  das  damit  zwar  nicht  dem  Buchstaben  des
Dölkerrechts  widersprach,  dem  Begriff  der  Neutralität  aber  ins  Gesicht
  schlug,  und  niemals,  so  lange  die  Geschichte  währt,  wird  sich
die  große  Republik  von  dem  Makel  reinwaschen  können,  in  vollem
Bewußtsein  mit  doppeltem  Maß  gemessen  zu  haben.  Die  Aussicht,
Geld  verdienen  zu  können,  war  für  das  amerikanische  Gerechtigkeitsgefühl
  zu  groß  und  daher  verderblich.

Am  1.  Juli,  10  Uhr  50  Minuten  begann  der  Sturm  auf  der
ganzen  Front,  nachdem  das  Artilleriefeuer  weiter  vorverlegt  worden
war.  Die  Franzosen  griffen  in  einer  ungefähren  Breite  von  16  km
mit  sieben  Divisionen  in  erster,  fünf  in  zweiter  Linie  an;  die  Engländer
  in  einer  Breite  von  etwa  24  km  mit  zwölf  Divisionen  in
erster,  mit  vier  Infanterie=  und  mehreren  Kavalleriedivisionen  in
zweiter  Linie.  Sie  glaubten  beide,  daß  nichts  Lebendes  mehr  sich  in
der  deutschen  Stellung  aufbhalten  könne.  Doch  jetzt  wiederholte  sich
die  Erscheinung  aus  der  Herbstschlacht  in  der  Champagne.  Als  das
Trommelfeuer  von  den  deutschen  Stellungen  abließ,  traten  die
Deutschen  trotz  des  vorbergebenden  Artilleriefeuers  dem  feindlichen
Ansturm  energisch  entgegen,  und  die  Angreifer  sahen  sich  bitter  getäuscht,
  wenn  sie  geglaubt  hatten,  gleich  am  ersten  Tage  bis  Deronne
und  Martinpuich  durchdringen  zu  können.  Kördlich  der  Straße
Albert—Bapaume  gelang  es  den  Engländern  überhaupt  nicht,  in
die  deutschen  Linien  einzudringen,  südlich  wurden  nur  die  Orte
Rardecourt,  Curlu,  Frise,  Becquincourt,  Dompierre,  Zussus  und
Ka  genommen.  Am  2.  Juli  machten  die  Angreifer  nördlich  der
Somme  überhaupt  keine  Fortschritte,  südlich  gingen  Zuscourt,  Herbécourt
  und  Assevillers  verloren,  während  Estrées  behauptet  wurde.
Leider  entschlossen  sich  die  Deutschen  daraufbin  die  noch  in  ihrer
Rand  befindlichen  Teile  der  zweiten  Stellung  südlich  der  Somme
zu  räumen  und  in  die  Linie  Biaches—Barleux—Belloy  und  Estrées
zurückzugehen.  Sie  gaben  damit  dem  Feinde  die  Möglichkeit,  vom
Südufer  des  Flusses  aus  gegen  das  noch  behauptete  Mordufer