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seits  Baratow  im  Januar  1016  in  Persien  bis  Ramadan—Sultanabad
  vorgedrungen,  hatte  Ispahan  besetzt  und  war  mit  der  rechten
Flügelgruppe  der  armenischen  Armee  am  Urmiasee  in  Verbindung
getreten.  Er  war  dann  in  zwei  Eruppen  auf  Bagdad  und  Mosul
vorgedrungen.  Mit  der  ersten  war  er  über  Kermanschah  und  den
Sagrospaß  bis  Chanikin  gelangt,  mit  der  zweiten  traf  er  bei  Rewandus
  auf  entschlossenen  Widerstand  der  Türken.  Am  26.  April  1016
hatte  dann  Kut-el-Amara,  bald  nach  dem  am  10.  Juni  erfolgten
Tode  von  Goltz  Hascha,  mit  15  500  Mann,  unter  denen  sich  5  Generale
  und  551  sonstige  Offiziere  befanden,  kapituliert,  und  die  Türken
hoatten  diesen  Erfolg  benutzt,  um  Hamadan  wieder  zu  nehmen  und
die  Russen  bis  Teheran  zurückzuwerfen.  Doch  hatten  die  Engländer,
um  die  Gefangennahme  von  General  Townshand  zu  rächen,  den
General  A#mler,  der  zunächst  mit  dem  Entsatz  von  Kut-el-Amara
betraut  worden  war,  wesentlich  verstärkt  und  hatten  den  GOberbefehl
dem  General  Maude  übertragen.  Dor  ihm  hatten  die  Türken  eine
feste  Stellung  bei  Kelahieh  bezogen,  die  sie  Anfang  September  1916
noch  innehatten.  So  war  auch  hier  Grund  zur  Sorge  genug
vorhanden.  Die  Engländer  konnten  in  Mesopotamien  jeden  Augenblick
  die  Offensive  ergreifen,  und  diese  war  um  so  bedrohlicher,  als
ein  VDorstoß  der  Türken  längs  der  Mittelländischen  Meeresküste  bei
El  Katieh  gescheitert  war.  Ein  Wunder  war  es  auch,  daß  die  türkischen
  Divisionen  in  Arabien  sich  behaupteten  und  die  heiligen
Stätten  hielten.  Es  war  hier  nur  zu  unbedeutenden  Gefechten  gekommen.
  Der  ganze  Sustand  war  aber  um  so  bedroklicher,  als
Falkenhapn  während  seiner  ganzen  Amtsdauer  nichts  für  den  Ausbau
  der  Bagdadbahn  getan  hatte,  die  türkischen  Armeen  im  Süden
also  ohne  jede  gesicherte  Derbindung  geblieben  waren.  Obgleich
England  der  Feind  war,  den  es  vor  allem  zu  bekämpfen  galt,  hatte
der  Chef  des  deutschen  Generalstabs  die  Wichtigkeit  des  asiatischen
Kriegsschauplatzes  niemals  zugeben  und  niemals  einsehen  wollen,
daß  es  im  eigensten  deutschen  Interesse  lag,  die  Bagdadbahn  fertig
zu  bauen,  besonders,  da  es  nur  Geld,  nicht  aber  Truppen  kostete,
den  Türken  in  dieser  Richtung  zu  helfen.

Auch  in  Cstafrika,  der  letzten  uns  noch  gebliebenen  Kolonie,
hatte  der  Krieg  eine  für  uns  ungünstige  Wendung  genommen,  dank
der  geradezu  erdrückenden  Uberlegenheit  unserer  Feinde,  die  über  alle
Rilfsmittel  des  modernen  Krieges  verfügten,  während  die  deutsche
schwache  Schutztruppe  von  allem  entblößt  war  und  besonders  so  gut
wie  gar  keine  Artillerie  besaß.  Die  fehlenden  Machtmittel  mußte
sie  durch  Zeldenmut  ersetzen,  und  das  taten  in  reichem  Maße  nicht
nur  die  Deutschen,  sondern  auch  die  schwarzen  Soldaten.

Angesichts  ihrer  kläglichen  Mißerfolge  im  Jahre  1015  hatten  die
Engländer  zu  Beginn  des  Jahres  1016  eine  gewaltige  Übermacht
von  etwa  100  000  Mann  versammelt,  die  der  Burengeneral  Smuts
befehligte.  Sie  sollte  von  den  verschiedensten  Richtungen  her  in  das