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Cand  einfallen,  die  Deutschen  im  Südosten  der  Kolonie  einkesseln  und
zur  Übergabe  zwingen.

Im  Worden  hatte  die  englische  Ugandatruppe  zu  beiden  Seiten
des  Kilimandjaro  auf  Kondoa—Zrangi—CTanga  sowie  vom  Diktoriasee
  auf  Tabora  vorzugehen;  von  Nordwesten  her  zwischen  Diktoria-,
Kiwu-  und  Tanganjikasee  die  Belgier  ebenfalls  auf  Tabora;  von
Südwesten  zwischen  Tanganjika=  und  NMijassasee  die  südafrikanische
Gruppe  auf  Dodoma.  Im  Süden  sollten  die  Hortugiesen  den  Rowuma
sperren;  bei  Kilwa  und  Cindi  landeten  britisch-indische  Truppen,
aohne  jedoch  zunächst  weiter  vorrücken  zu  können.  Bedeutende  Reserven
  folgten  später  allen  diesen  Armeen.  Im  März  hatte  der  Angriff
begonnen.  Schon  im  Laufe  dieses  Monats  war  der  Kilimandjaro
vom  Feinde  besetzt  worden,  nachdem  die  Deutschen  nach  ebenso  glänzender
  wie  siegreicher  Derteidigung  des  Ruatapasses,  bei  der  sie  in
dem  Derhältnis  von  1:10  gefochten,  den  Berg  vor  einer  nördlichen
Umfassung  geräumt  hatten  und  an  den  GOberlauf  des  Ruwu  zurückgegangen
  waren.  Die  Engländer  hatten  dann  eine  Umgebung  von
ihrem  rechten  Flügel  aus  angesetzt  und  waren  nach  Kondoa-Jrangi
vorgerückt.  Demgegenüber  war  der  Kommandeur  der  Schutztruppe
mit  der  RKauptmacht  mitten  in  der  Regenzeit  unter  gewaltigen  Anstrengungen
  über  Kimamba  und  Dodoma,  um  wenigstens  auf  letzterer
  Strecke  die  Eisenbahn  benutzen  zu  können,  gegen  Kondoa-Jrangi
  abmarschiert  und  hatte  den  Major  Kraut  mit  etwa  3000
Gewehren  im  Cpsten  zurückgelassen.  Es  waren  die  schlechtest  ausgerüsteten
  Truppen,  die  vorhanden  waren.  Über  1500  dieser  Gewehre
  konnte  der  Major  frei  verfügen.  Die  übrigen  1500  waren  in
allerlei  notwendigen  Aufgaben  festgelegt.  Langsam  wich  er  in  südlicher
  Richtung  zurück,  bis  es  ihm  gelang,  in  einer  Stellung  bei
Kanga  den  Feind  aufzuhalten  und  wochenlang  zu  fesseln.

Es  war  gegen  alle  Dermutung  die  Hauptabteilung  der  Engländer,
  die  sich  gegen  ihn  gewandt  hatte,  während  gegen  Kondoa-Jrangi
  nur  eine  Nebenkolonne  vorgegangen  war.  Das  erkannte  der
Kommandeur  der  Schutztruppe,  Oberst  von  Cettow,  auch  bald,  verlieh
  den  linken  Flügel  am  22.  Juni  1016  mit  elf  Kompanien  und  übernahm
  Anfang  Juli  wieder  das  Kommando  der  Haupttruppe.  Noch
gelang  es  den  Gegner  längere  Seit  zu  fesseln.  Demnächst  aber  konnten
  die  nunmehr  verstärkten  Engländer  von  Kondoa  aus  in  drei  Abteilungen
  gegen  die  Mittellandbahn  vorgehen,  sie  siegreich  in  der
Gegend  von  Dodoma  erreichen  und  dann  linksschwenkend  gegen  die
Rubehoberge  und  Kilossa  vorstoßen.  Als  sie  die  Bahn  erreichten,
war  auch  für  die  englische  Hauptabteilung  die  Gelegenheit  gegeben,
ihrerseits  gegen  die  Kangastellung  vorzugehen,  deren  linker  Flügel
sehr  zur  Unzeit  geschwächt  worden  war,  um  den  rechten  zu  verstärken,
gegen  den  ein  Angriff  befürchtet  wurde.  Jetzt  griff  der  Feind  gerade
  die  geschwächte  Linke  an,  warf  sie  zurück,  bevor  die  von  rechts
Rerbeorderte  Unterstützung  heran  sein  konnte,  und  machte  dadurch