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auf  diese  Weise  vielleicht  Kräfte  von  Siebenbürgen  abzuziehen,  wohin
  sich  die  Kauptmacht  der  Rumänen  in  unverhohlener  Ländergier
wandte.

Feldmarschall  Mackensen  sollte  demnach  mit  der  ihm  unterstellten
  Armee,  die  aus  bulgarischen  und  türkischen  Divisionen  sowie
  einer  deutschen  Abteilung  unter  Oberst  Bode  bestand,  und  der
die  214.  deutsche  Division  folgte,  sofort  in  der  Dobrudscha  einfallen;
währenddem  aber  sollte  sich  in  Ungarn  der  Aufmarsch  vollziehen.
Man  war  entschlossen,  die  eingedrungenen  Rumänen  im  Gegenstoß
wieder  aus  dem  Lande  hinauszuwerfen,  denn  die  Aufgabe,  die  vorlag,
  konnte  nur  offensiv  gelöst  werden.  Jeder  Dersuch,  in  der  Defensive
  zu  verharren,  mußte  den  Rumänen,  wie  die  geographische
age  war,  die  Dorteile  der  inneren  Cinie  in  die  Hand  geben.  Der
Aufmarsch  aber  war  mit  großen  Schwierigkeiten  verbunden,  weil
die  gegen  Rumänien  bestimmten  Divisionen  immer  wieder  nach  Galizien
  abgedreht  werden  mußten,  wo  Ende  August  mit  der  Kriegserklärung
  Rumäniens  ein  neuer  Angriffssturm  losgebrochen  war,  wie
wir  später  sehen  werden.  So  mußten  noch  drei  Diovisionen  zur  Stütze
der  Esterreicher  abgegeben  werden;  schließlich  aber  gelang  es  doch,
die  galizische  Front  einigermaßen  zu  festigen,  und  man  konnte  ohne
allzugroße  Sorgen  darangehen,  die  Truppen  gegen  Rumänien  zu
versammeln.

Glücklicherweise  ging  die  feindliche  Armee  derart  langsam
vor,  daß  sie  diese  VDersammlung  trotz  aller  Erschwerung,  die  auch
in  der  geringen  Leistungsfähigkeit  der  ungarischen  Bahnen  lag,  dennnoch
  ermöglichte.  Statt  in  Derbindung  mit  den  Rumänen  von  der
Moldau  aus  in  die  deutsche  offene  Klanke  und  von  rückwärts  her
gegen  den  Tatarenpaß  vorzugehen,  erschöpften  sich  die  Russen  in
frontalen  Angriffen,  und  die  Absicht  Rußlands  und  Rumäniens  schien
dahin  zu  gehen,  von  den  Karpathen  gemeinsam  in  zusammenhängender
  Cinie  in  die  ungarische  Tiefebene  herunterzusteigen.  Das  durch
elen,  Fehler  bedingte  langsame  Vorgehen  ermöglichte  den  Aufmarsch.


„  Im  Norden,  anschließend  an  die  der  Hauptsache  nach  äösterreichischen
  Karpathenverteidiger,  stand  die  neugebildete  I.  österreichische
  Armee  unter  dem  General  Arz  von  Straußenburg.  Sie  reichte
im  Süden  bis  Fogaras,  nachdem  weiter  westlich  die  9.  Armee  gebildet
  worden  war.  Unter  ihm  stand  der  preußische  General  von
WMorgen  mit  drei  österreichischen  Divisionen  1)  und  einer  Landsturm-Busarenbrigade
  in  enger  Kühlung  mit  dem  siegestrunkenen  Gegner.
Hinter  seinen  vorderen  Truppen  wurden  zwei  weitere  Divisionen?)
ausgeladen.  Westlich  Kogaras  standen  zunächst  unter  dem  Befehl  des
Kommandeurs  der  3.  Kavalleriedivision,  Generals  Grafen  von

1)  Es  waren  dies  die  61.  und  39.  ·  ·  ·-division.
  9.  Bonved-  und  die  7l.  Infanterietruppen
*)  Die  89.  Infanterie-  und  die  72.  Infanterietruppendivifion.