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sein.  Es  schien  eine  Tollkũhnheit,  mit  ihnen  die  starke  rumänische
Armee  angreifen  zu  wollen;  aber  sie  genügten  dennoch,  um  Siebenbürgen
  zu  befreien.

Demgegenüber  war  das  rumänische  Heer  in  drei  Armeen  aufmarschiert
  und  in  Siebenbürgen  eingebrochen.

Die  4.  Armee,  etwa  fünf  Diovisionen  1)  und  eine  Kapalleriebrigade
  stark,  reichte  in  Anlehnung  an  die  russische  Karpathenfront
etwa  bis  Szekelp—Udvarbelv.  Sie  wurde  vom  General  Hresan  befehligt.
  Die  2.  Armee  unter  General  Grainiceanu,  etwa  vier  Divisionen
  und  vier  Kavalleriebrigaden  stark,  stand  links  anschließend  bis
und  über  Fogaras;  die  I.  Armee,  unter  dem  Befehl  des  Generals
Tulcer,  drei  Infanteriedivisionen  und  drei  Kavalleriebrigaden  stark,
war  mit  einer  zwei  Divisionen  starken  Westgruppe  durch  den  Roten-Turm--Haß
  auf  Bermannstadt,  mit  einer  schwächeren  eine  Division
starken  Westgruppe  über  das  Dulkangebirge  auf  Hetrosenv  angesetzt,
dessen  reiche  Kohlengruben  von  den  Rumänen  in  Beschlag  genommen
worden  waren.  Den  linken  Flügel  sicherte  etwa  eine  verstärkte  Division
  von  der  Donau  an  nach  Norden,  die  sogenannte  Orsovagruppe,
gegen  einen  etwaigen  Angriff  aus  dem  Banat.

In  der  Dobrudscha  stand  die  5.  Armee.  Mitte  GOktober  war  sie
vier  rumänische,  drei  russische  und  eine  serbische  Division,  eine  russische
  Kavalleriedivision  und  eine  rumänische  Kavalleriebrigade  stark.
Aber  schon  in  den  ersten  Septembertagen  wurde  sie  von  der  5.  bulgarischen
  Armee  unter  General  Toscheff  energisch  angefallen.  Den
Bulgaren  folgte,  wie  gesagt,  die  214.  deutsche  Division.  Auch  wurden
sie  später  durch  türkische  Divisionen  verstärkt.  Sie  gingen  in  zwei
Gruppen  vor,  gegen  Dobric,  wo  man  nach  Wegnalme  der  Stadt  zunächst
  defensiv  blieb,  und  längs  der  Donau,  deren  Ufer  durch  schwache
Dostierungen  gesichert  waren.  Schon  am  6.  September  nahmen  sie
die  Befestigungsgruppe  von  Tutrakan,  wobei  ihnen  über  21000  Gefangene
  und  über  100  Geschütze  in  die  Hände  fielen.  Am  9.  fiel
Silistria,  während  sich  die  Rumänen  bei  Dobric  in  ergebnislosen  Angriffen
  erschöpften.  Don  Mackensen  in  ihrer  rechten  Klanke  umfaßt,
saken  sie  sich  gezwungen,  in  die  vorbereitete  Kampfstellung  Rasova—
TCobadinu—opraisar—Tuzla  südlich  des  Trajanswalles  zurückzugehen.
  Diese  erreichten  sie  nur  nach  zahlreichen  höchst  verlustreichen
Gefechten  und  nachdem  sie  —  einer  deutschen  HBoffnung  entsprechend
  —  nicht  unbedeutende  Derstärkungen  aus  Siebenbürgen  Berangezogen
  hatten.  Hier  entschloß  sich  Mackensen,  sie  anzugreifen.

Mittlerweile  war  auch  Falkenhapn  in  Ungarn  zu  rücksichtsloser
Offensive  geschritten.

Es  kam  darauf  an,  die  weit  überlegenen  Rumänen  —  den  etwa
46000  Rumänen  standen  am  Roten-Turm--Haß  etwa  20  000  Deutsche

1)  Das  aus  zwei  Divifsionen  bestehende  rumänische  Armeekorps  war  zusammengesetzt
  aus  40  Bataillonen,  10  Eskadronen  und  30  Batterien  mit  120  Geschützen.