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Lokomotiven,  1000  Eisenbahmwagen  und  ungeheure  Mengen  Getreide,
  Bodenfrüchte,  Hetroleum  und  rumänische  Arsenalbestände  erbeutet.
  Außerdem  aber  standen  den  Deutschen  fortan  mehrere  Eisenbahnlinien
  und  die  gewaltige  Wasserader  der  Donau  für  den  Nachschub
  und  die  Versorgung  des  Cstens  zur  Derfügung.  Die  Viederwerfung
  Rumäniens  wurde  von  der  Entente  als  ein  entscheidendes
Unglück  empfunden.  Bis  auf  etwa  drei  Divisionen,  die  weiter  nördlich
  verwendet  wurden,  und  die  Truppen  in  der  Dobrudscha  hatte
das  gesamte  rumänische  Heer,  verstärkt  durch  je  zwei  russische  Infanterie-
  und  Kavalleriedivisionen  in  der  Schlacht  am  Argesch  gefochten.
  Es  wurde  völlig  geschlagen.  Die  deutsche  Armeereserve
war  herangekommen,  und  die  Verfolgung  wurde  sofort  im  Sinne
von  Kindenburgs  Weisungen  aufgenommen.

Mittlerweile  war  der  alte  Kaiser  Franz  Josepk  von  Esterreich
am  21.  November  gestorben,  und  Erzherzog  Karl  Franz  Joseph  hatte
unter  dem  Tamen  eines  Kaisers  Karl  die  Regierung  angetreten.  Seit
dem  25.  hatte  Erzherzog  Joseph  dessen  Heeresgruppe  übernommen.
Die  9.  Armee  aber  war  der  Beeresgruppe  Mackensen  zugeteilt  worden,
  während  die  im  Oitoztal  vorgehenden  Kräfte  der  I.  österreichischen
  Armee  unterstellt  wurden.  Diese  Deränderung  der  Kräfteverteilung
  aber  hielt  die  Derfolgung  keinen  Augenblick  auf.  Die
0.  Armee  richtete  ihren  Marsch  auf  Buzau,  Rimnicul-Sarat  und
Socsani,  die  Donau-Armee,  die  von  Silistria  abwärts  von  den  Truppen
  des  rechten  Donauufers  unterstützt  wurde,  auf  Braila  und  die
Serethlinie  unterhalb  Fundeni.

Der  Vormarsch  wurde  durch  das  schlechte  Wetter  sowie  dadurch
besonders  erschwert,  daß  die  weichenden  Rumänen  überall  Brücken
und  Straßen  zerstörten.  Auch  mußte  man  fortan  im  allgemeinen
frontal  kämpfen,  denn  wenn  auch  die  im  Gebirge  vorgehenden  Kräfte,
wenn  irgendmöglich,  umfassend  wirkten,  so  stellten  sich  die  Feinde
ihnen  doch  an  Schluchten  und  Bängen  vielfach  entgegen  und  machten
eine  flankierende  Simwirkung  unmöglich.  Auch  die  Donau-Armee
ging  gestaffelt  mit  vorgenommenem  linken  Flügel  vor.  Sudem  wuchs
der  Widerstand  fortwährend,  da  die  Russen,  die  für  ihre  eigene
Flanke  fürchteten,  jetzt  ausgiebiger  Unterstützung  leisteten.  Es  kam
daher  noch  zu  sehr  hartnäckigen  Kämpfen,  deren  Ergebnis  zwar
offen  zutage  liegt,  die  aber  in  ihren  Einzelheiten  nicht  dargestellt
werden  können,  da  einigermaßen  zusammenhängende  Quellen  fehlen.
Sie  waren  durchaus  erfolgreich.  Das  lI.  Reservekorps  allein,  das  damals
  aus  vier  Divisionen  und  dem  Alpenkorps  bestand  und  auf  dem
linken  FKlügel  vorging,  machte  bis  Anfang  Jannar  1917  600  Offiziere
und  55000  Mann  zu  Gefangenen  und  erbeutete  58  Geschütze  und
76  Maschinengewehre.

Auch  in  der  Dobrudscha,  wo  sich  die  Russen  geschwächt  hatten,
um  westlich  der  Donau  möglichst  stark  zu  sein,  gingen  diese  allmählich
  zurück.  Die  1.  österreichische  Armee  aber  kämpfte  nördlich  der

v.  Bernhardi,  Deutschlands  Heldenkampf.  23