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9.  Armee,  ohne  zunächst  große  Fortschritte  machen  zu  können.  Sie
sollte  nördlich  der  Putna  die  Trotus-Cinie  erreichen,  um  hier  im  Anschluß
  an  die  Stellungen  in  den  Karpathen  den  Feldzug  zu  beendigen,
dem  der  mit  starkem  Frost  einsetzende  Winter  frühzeitig  ein  Siel  setzte.
Sie  kam  aber  nur  langsam  vorwärts,  weil  der  starke  Gegner  alle  örtlichen
  und  operativen  Dorteile  für  sich  hatte.

Der  Jalomitaabschnitt  wurde  von  den  Deutschen  verhältnismäßig
  leicht  überschritten,  da  bulgarische  Kavallerie,  RBöheren  Weisungen
  entsprechend,  bei  Silistria,  Lernawoda  und  Korsova  die  Donau
überschritt  und  den  Feind  in  der  Flanke  faßte.  Dagegen  verteidigten
die  vereinten  Russen  und  Rumänen  hartnäckig  die  Cinie  Dizirul—
FKilipesti—  Buzau,  gestützt  auf  die  Abschnitte  des  Komatujul  und  des
Buzaul.  Erst  am  23.  Dezember  wurde  diese  Stellung  durchbrochen
und  infolgedessen  aufgegeben.  Am  Zl.  Dezember  erschien  die  Donau-Armee
  vor  Braila  und  bemächtigte  sich  am  4.  Januar  197  dieser  Stadt.
Das  hatte  zur  Folge,  daß  die  in  beständigen  Kämpfen  schon  starkbedrängten
  Perteidiger  sich  ganz  über  die  Donau  zurückzogen  und  sich
in  der  Linie  Kilia—Reni  zur  Derteidigung  und  für  den  Winter  einrichteten.
  Um  den  Serethabschnitt  beiderseits  des  unteren  Rimnicul
wurde  ebenfalls  erbittert  gestritten.  Die  Derteidiger  stießen  am  4.  und
5.  Dezember  1016  bei  Fundeni  vor  und  wurden  bis  zum  7.  Januar
1917  wieder  zurückgeworfen.  Den  8.  Januar  nahmen  die  Truppen
des  Generalleutnants  Kühne  Focsani,  General  von  Morgen  Odobesti.
Am  15.  Jannar  1917  gingen  die  Russen  nochmals  mit  starken  Kräften
beiderseits  Kundeni  zu  einem  großangelegten  Dorstoß  vor.  An  einzelnen
  Hunkten  gelang  es  ihnen,  auf  Nahkampfentfernung  heranzukommen.
  Am  19.  aber  wurde  der  Brückenkopf  von  Tanesti  von
deutschen  Truppen  im  Nachstoß  genommen,  und  damit  wurden  die
Russen  endgültig  über  den  Sereth  zurückgeworfen.  Swar  fielen  noch
mehrfach  Kämpfe  an  dieser  Front  vor;  dann  aber  ging  der  Feldzug
angesichts  des  einbrechenden  Winters  allmählich  zu  Ende.

Die  I.  österreichische  Armee  hatte  die  Trotus--Cinie  nicht  erreichen
können.  Sie  mußte  vorher  haltmachen.  Doch  hatten  die  Russen  und
Rumänen  ihrerseits  auch  nicht  in  Ungarn  einbrechen  können.  Auf
der  ganzen  Cinie  entwickelte  sich  ein  Rartnäckiger  Stellungskrieg,  besonders
  an  der  österreichischen  Front.  Die  Deutschen  aber  konnten
einen  Teil  ihrer  Truppen  anderweitig  verwenden.  Eine  gewisse
Sahl  von  Divisionen  mußte  allerdings  in  Rumänien  zurückbleiben,  da
es  leider  nicht  gelungen  war,  das  rumänische  Heer  zu  vernichten.
Das  zu  bekritteln  ist  leicht.  Ratürlich  wäre  es  vorteilhafter  gewesen,
die  ganze  rumänische  Armee  in  der  Walachei  einzuschließen,  indem
man  den  Entscheidungsstoß  weiter  östlich  in  den  Rücken  dieser  Armee
führte  und  zugleich  aus  der  Dobrudscha  gegen  sie  vorging.  Auch
wurde  dieser  Gesichtspunkt  von  ZHindenburg  fortwährend  festgehalten.
Doch  hat,  glaube  ich,  die  Darstellung  bewiesen,  daß  seine  Durchführung
unmöglich  war.  Sunächst  und  vor  allem  war  ein  Durchkommen  durch