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die  östlichen  Gebirgspässe  mit  Rücksicht  auf  den  hereinbrechenden
Winter  nicht  durchführbar,  und  auf  der  anderen  Seite  war  es  unmöglich,
  das  nötige  UÜbersetzmaterial  über  den  gewaltigen  Strom  auf
der  Donau  herabzuschaffen,  solange  noch  der  Feind  das  Fahrwasser
mit  seinen  Kanonen  beherrschte.  Dennoch  hat  Bindenburg  den  Gedanken,
  den  Feind  wenigstens  bei  Bukarest  abzuschnüren,  bis  zuletzt
festgehalten,  wie  seine  Anordnungen  beweisen,  und  hat  ihn  nur  vor
der  Unmöglichkeit  der  Durchführung  aufgegeben.

Es  ist  auch  behauptet  worden,  daß  die  in  Rumänien  versammelten
  Truppen  hätten  verwendet  werden  können,  um  die  feindliche
Saloniki-Armee  zu  bekämpfen,  und  daß  nur  die  Holitik  das  verbindert
hätte.  Mun  teile  ich  zwar  die  Ansicht,  daß  Zetmann  Hollweg  gewiß
alles  getan  haben  würde,  um  sich  einem  solchen  Angriff  zu  widersetzen;
  doch  halte  ich  auch  vom  militärischen  Standpunkt  aus  eine
solche  Kritik  an  der  Obersten  HBeeresleitung  mindestens  für  sehr  gewagt.
  Wir  können  die  Derhältnisse  nicht  entfernt  genug  übersehen,
um  sie  zutreffend  beurteilen  zu  können:  das  Ruhebedürfnis  und  die
notwendige  Stärke  der  Truppen,  den  Stand  der  rückwärtigen  Derbindungen
  und  die  sonstigen  Erfordernisse  der  Gesamtlage.  Wir
müssen  uns  daher  der  Entscheidung,  die  damals  getroffen  worden  ist,
bedingungslos  fügen  und  annehmen,  daß,  wenn  das  Wünschenswerte

nicht  geschah,  seine  Durchführung  tatsächlich  unmöglich  war.

Die  Derteidigung  der  WMittelmächte  auf  allen
Eronten.

Wir  haben  gesehen,  daß  in  dem  Augenblick,  da  Rindenburg  die
Leitung  des  eltkrieges  übernahm,  Deutschland  eine  gewaltige
Krisis  durchmachte,  und  daß  es  in  erster  Cinie  darauf  ankam,  Rumänien
  niederzuringen,  das  in  einem  Zeitpunkt,  da  Deutschland  im
Osten  und  Westen  aufs  schwerste  bedrängt  war  und  Ssterreich  in
Jtalien  wichtige  Hunkte  verloren  hatte,  im  Begriff  stand,  in  das
unverteidigte  Ungarland  einzubrechen  und  womöglich  den  Bulgaren
bei  Saloniki  in  den  Rücken  zu  fallen,  während  es  mit  russischer  Hilfe
sein  eigenes  Land  gegen  Bulgarien  zu  verteidigen  gedachte.

Die  Lösung  dieser  Aufgabe  war  gelungen,  und  es  ist  erstaunlich,
welche  Truppenmassen  Deutschland  für  diesen  Sweck  verfügbar
machte.

Die  ganze  Größe  dieses  Unternehmens  und  die  gewaltige  Leistung,
die  es  darstellt,  vermag  man  aber  nur  dann  zu  würdigen,  wenn
man  sich  klar  macht,  daß  Deutschland  zur  selben  Seit,  da  es  an  der
Donau  gegen  vielfache  Übermacht  die  herrlichsten  Lorbeeren  im  Bewegungskrieg
  pflückte,  sich  an  der  Somme  und  bei  Derdun  gegen
Englands  und  Frankreichs  Dolksheere  behaupten,  und  auf  der
Ostfront,  hier  wie  im  Westen,  durch  Truppenabgaben  geschwächt,  den