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wagenverkehr,  wie  für  die  Behebung  der  Verkehrsnot  wurde  in  systematischer
  Weise  gesorgt.  Auch  Arbeiter  aus  den  besetzten  feindlichen
  Gebieten  wurden  nach  Möglichkeit  herangezogen.  Dennoch
blieben  die  Deutschen  in  allen  diesen  Richtungen  den  Gegnern,  die
die  ganze  Welt  zu  ihrer  Derfügung  hatten,  stets  unterlegen.  Unter  dem
Drucke  der  ZKungerblockade  wurde  auch  die  Verpflegung  des  Dolkes
und  zeitweise  auch  der  Armee  dauernd  schlechter,  obgleich  auch  ein
Kriegsernährungsamt  eingerichtet  wurde,  das  für  die  gleichmäßige
Derteilung  und  Erfassung  der  LCebensmittel  zu  sorgen  hatte.  Ceider
nahm  biermit  auch  der  Schleichhandel  einen  immer  größeren  Umfang
  an.  Immerhin  hatte  die  Oberste  Reeresleitung  in  den  genannten
  Richtungen  zweifellose  Erfolge.  Dollständig  aber  versagte
das  Land  bei  der  Einführung  des  Hilfsdienstgesetzes;  hier  hatten  der
Reichskanzler  und  der  Beichstag  mitzureden,  beide  aber  verdarben
alles,  weil  sie  die  Größe  des  Zindenburgschen  Gedankens  nicht  zm
fassen  vermochten  und  niemand  da  war,  der  ihnen  ungeschminkt  und
öffentlich  die  Wahrbeit  gesagt  hätte.

Hindenburg  wollte,  daß  das  deutsche  Volk,  wie  es  alle  Wehrfähigen
  zur  Armee  schickte,  so  auch  alle  Arbeitsfähigen  unter  den
gleichen  Bedingungen  dem  Daterlande  zur  Derfügung  stellen  sollte.
Auch  die  Frauen  sollten  in  gewissem  Grade  herangezogen  werden.
In  diesem  Gesetze  sollte  sich  der  Wille  der  ganzen  Tation  aussprechen,
nicht  nur  Blut  und  Ceben,  sondern  auch  alle  anderen  Kräfte  des
Dolkes  für  das  Daterland  und  seine  Ehre  einzusetzen.  Es  sollte  ein
Opfer  des  ganzen  Dolkes  werden.  Reichskanzler  und  Zeichstag  dagegen
  machten,  indem  sie  den  Hilfsdienstpflichtigen  hohe  Löhne  bewilligten,
  gerade  dieses  Gesetz,  das  aus  dem  häöchsten  Jdealismus
entspringen  sollte,  zu  einer  Quelle  des  unlauteren  Wettbewerbs.
Während  die  Soldaten,  die  täglich  ihr  Leben  in  die  Schanze  schlugen,
sich  mit  der  kärglichsten  Löhnung  begnügen  mußten  und  ihre  Familien
  in  keiner  Weise  unterstützen  konnten,  bezogen  die  Hilfsdienst-Ppflichtigen
  hohe  Cöhne,  ohne  jemals  in  persönliche  Gefahr  zu  geraten;
  es  wurde  zwischen  dem  Beer,  das  am  Feinde  stand,  und  der
Beimat  eine  Kluft  gegraben,  die  sich  immer  mehr  vertiefen  sollte.
Der  Unfug  der  Reklamierten  und  die  Drückebergerei  nahmen  zudem
dauernd  zu,  und  gewissenlose  Arbeiter  fielen  der  opfermutigen  Armee
durch  Streiks  und  unverständige  Lohnforderungen  in  den  Rücken;  das
Ceben  in  der  Heimat  wurde  infolgedessen  von  Tag  zu  Tag  teurer;
immer  mehr  suchte  der  einzelne  die  Not  des  Daterlandes  in  persönlichem
  Interesse  und  in  dem  der  Hartei  auszunützen.  Es  entstand  das
widerliche  Gezücht  der  Kriegsgewinnler,  und  die  ideellen  Versuche
der  Obersten  Heeresleitung  scheiterten  an  der  Gewinnsucht,  die  sich
überall  in  den  Dordergrund  drängte.  Die  Regierung  aber  unterstützte
gewissermaßen  diese  Richtung,  indem  sie  sich  in  sträflicher  Weise
scheute,  Gewaltmaßregeln  anzuwenden,  wo  ihr  Wille  auf  andere
Weise  nicht  durchzusetzen  war.