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zuhalten;  dann  aber  wurde  sie  in  wenigen  großen  Sprüngen  ausgeführt,
  ohne  daß  es  zu  einem  entscheidenden  Gefecht  gekommen
wäre,  da  die  deutsche  Heeresleitung  darauf  verzichten  zu  müssen
glaubte,  um  die  eigene  Schwäche  zu  bemänteln,  einen  Gegenangriff
im  großen  Stil  anzulegen.  Nur  bei  Coucy  le  Chateau  zu  beiden  Seiten
  der  Ailette,  an  der  Oise  westlich  La  Kere,  sowie  östlich  des  Crozatkanals
  bei  St.  Quentin  kam  es  mit  den  Franzosen,  bei  Morchies—
Lagnicourt  und  Noreuil  mit  den  Engländern  zu  Gefechten,  die  für
die  Ententetruppen  sehr  verlustreich  ausfielen.  Im  übrigen  hat  die
Siegfriedstellung  die  in  sie  gesetzten  Erwartungen  in  vollem  Maße
erfüllt.  Die  Deutschen  standen  geschlossener  und  gefestigter  als  vorher,
  das  preisgegebene  und  verwüstete  Gelände  eignete  sich  nicht
mehr  für  einen  Angriff,  die  Hläne  des  Angreifers  wurden  durchkreuzt,
  und  die  eigenen  Cinien  konnten  durch  BHerausziehen  von  Divisionen
  verkürzt  werden.  Auch  das  Kommando  der  I.  Armee,  General
  Fritz  von  Below,  konnte  man  nun  wegnehmen.  Es  wurde  zwischen
  der  5.  und  7.  Armee  eingesetzt.

Es  griff  überhaupt  eine  Neuregelung  der  Kommandoverhältnisse
  Hlatz;  die  Beeresgruppe  Kronprinz  Rupprecht  umfaßte  die  4.,
6.  und  2.  Armee  zwischen  dem  Meer  und  La  Kere;  die  Beeresgruppe
Deutscher  Kronprinz  die  7.,  L,  3.  und  5.  Armee  von  La  Kere  bis
etwa  zur  Orne  östlich  Verdun;  und  die  Heeresgruppe  Herzog  Albrecht
von  Württemberg,  der  die  4.  Armee  an  General  Sixt  von  Armin
abgegeben  hatte,  die  Armeeabteilungen  C,  A  und  B.  Durch  seine
Übernahme  des  gemeinschaftlichen  Kommandos  waren  die  Derhältnisse
  an  der  elsaß-lotkringischen  Front  sehr  erheblich  gesundet.

So  war  alles  auf  den  Empfang  des  Feindes  eingerichtet.  Rußland
  hatte,  trotz  kleinerer  Angriffe  auf  allen  Frontteilen,  im  allgemeinen
  Ruhe  gehalten.  Nur  Ende  Januar  und  Anfang  Februar
war  die  Lage  an  der  Ostfront  kritisch  geworden,  als  die  Russen  von
Riga  aus  über  den  gefrorenen  Tirulsumpf  auf  Kaluzem  über  die  Aa
vorgebrochen  waren.  Nur  mit  Mühe  war  es  gelungen,  sie  wieder
zurückzuwerfen  und  den  alten  Sustand  wiederherzustellen.  Seitdem
hatten  sie  sich  ruhig  verhalten.  Im  Westen  aber  wurden  Angriffe
erwartet,  die  alles  bisher  Dagewesene  übertreffen  sollten,  denn  die
Entente,  die  die  Derhältnisse  in  Rußland  jedenfalls  besser  kennen
konnte  als  die  Deutschen  und  wußte,  was  dort  bevorstand,  mußte
alles  daransetzen,  um  noch  im  Sommer  1017  einen  entscheidenden  Sieg
zu  erringen.  Auch  wußte  sie  wohl,  daß  der  uneingeschränkte  U-Boot-Krieg
  eintreten  sollte,  sowie  daß  Amerika  noch  geraume  Geit  brauchte,
um  kriegsbereit  zu  sein.  Sie  mußte  auch  aus  diesem  Grunde  eine  Beschleunigung
  der  Entscheidung  wünschen,  da  man  nicht  wissen  konnte,
wann  das  der  Fall  sein  würde.  Da  trat  ein  Ereignis  ein,  auf  das
die  Deutschen  jedenfalls  nicht  vorbereitet  waren:  die  Revolution
in  Rußland.

Die  Derhältnisse  dort  waren  schon  längst  für  eine  Staatsum-