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Dem  ersteren  Sweck  dienten  vor  allem  die  Kämpfe,  die  die  Engländer
  auf  dem  alten  Schlachtfelde  von  Arras  erneuerten,  ohne  sie
allerdings  zu  der  Bedeutung  zu  steigern,  die  sie  ehemals  gehabt
hatten;  auch  zwischen  La  Bassée  und  Lens  griffen  sie  an.  Sie  konnten
zwar  irgendwelche  Dorteile  nicht  erreichen,  aber  die  Kämpfe  wirkten
doch  immerhin  zermürbend  auf  die  dentsche  Truppe  und  nahmen  deren
Aufmerksamkeit  in  Anspruch.

Dem  Swecke  der  Stellungsverbesserung  dienten  vor  allem  die
Kämpfe  der  Deutschen  am  Damenweg  und  bei  Derdun.  Die  Stellung,
die  sie  beim  Abschluß  der  Frühjahrsschlacht  auf  den  Höhen  des
Damenweges  innehatten,  war  vielfach  ungünstig.  Sie  ganz  dem
Feinde  zu  überlassen,  war  schon  aus  moralischen  Gründen  unmöglich:
es  hätte  der  Truppe  das  Gefühl  einer  verlorenen  Schlacht  gegeben.
So  blieb  als  Aushilfsmittel  nur  übrig,  durch  eine  Reihe  örtlicher
Angriffe  die  Stellung  zu  verbessern.  Das  wurde  denn  auch  mit
großer  Umsicht  ausgeführt;  die  Stellung  wurde  verbessert  und  der
Geist  der  Truppe  gehoben.  Das  alte  Gefühl  der  überlegenheit  über
den  Feind  wurde  wiederhergestellt.  Auch  in  der  Westchampagne
wurde  von  Ende  Juni  bis  Mitte  Juli  dauernd  gekämpft,  da  die
Franzosen  immer  von  neuem  versuchten,  an  einzelnen  Stellen  Gelände
  zu  gewinnen,  und  daber  ihre  Angriffe  erneuerten.  Doch  blieben
die  Kämpfe  hier  ergebnislos.  Auch  ein  Angriff,  der  am  14.  Juli  bei
Nauroy  und  Moronpvilliers  erfolgte,  teilte  dieses  Schicksal.

Ahnlich  war  die  Lage  vor  Derdun,  nur  daß  sie  nicht  immer  so
glücklich  gestaltet  wurde.

General  von  Gallwitz,  der  die  5.  Armee  kommandierte,  seit  der
deutsche  Kronprinz  das  Beeresgruppenkommando  übernommen  hatte,
hegte  den  Wunsch,  auf  dem  westlichen  Maasufer  eine  Stellungsverbesserung
  vorzunehmen.  Die  Angriffe  am  18.  und  10.  Juni  hatten
Erfolg;  durch  einen  Gegenstoß  aber  brachten  die  Franzosen  einen
großen  Teil  des  Gewinnes  wieder  an  sich.  Am  29.  Juni  eroberten
dann  abermals  die  Deutschen  eine  französische  Grabenstellung  in
einer  Breite  von  2  km  und  500  m  Tiefe  bei  der  Böhe  304  am  Wege
Esnes—Malancourt,  aber  auch  dieses  Mal  entrissen  ihnen  die  Franzosen
  im  Gegenstoß  einen  Teil  des  Geländes.  Erst  ein  neuer  Angriff
der  Deutschen  am  15.  Juli  brachte  einen  Ausgleich.  Dafür  ging  am
17.  Juli  ein  Streifen  von  5  km  Breite  im  Walde  von  Avocourt  nach
tagelangen  Kämpfen  verloren.  So  schwankte  der  Erfolg  bei  Derdun
ohne  Entscheidung  hin  und  her.  Diese  ganze  Zeit  aber  benützten
die  Ententemächte,  um  den  Angriff  in  Flandern  auf  die  deutsche
U-Boot-Basis  vorzubereiten.  Er  sollte  von  der  englisch-belgischen
Armee  ausgeführt  werden;  zur  Unterstützung  sollten  auch  französische
Truppen,  die  immer  noch  die  leistungsfähigsten  waren,  herangezogen
werden.  Daran  änderte  auch  nichts,  daß  es  den  Deutschen  am
10.  Juli  gelang,  den  Brückenkopf  bei  Lombartzpde  und  das  Gelände