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in  Galizien,  das  VI.  Armeekorps  mit  drei  Divisionen  in  Rumänien,
und  zwei  Divisionen  standen  gegenüber  Saloniki.  Zwei  Divisionen
standen  im  Jemen,  eine  in  Assyr,  und  waren,  soviel  ich  ermitteln
konnte,  keiner  Armee  zugeteilt;  im  übrigen  gab  es  noch  einzelne
Detachements  und  Truppenteile,  die  nicht  besonders  aufgeführt  werden.
  Doch  waren  alle  diese  Formationen  an  Zahl  und  Ausbildung
sehr  minderwertig.  Die  Kampfkrast  der  Türkei  war  wesentlich  zurückgegangen,
  und  dem  gefährlichsten  Keinde  —  den  Engländern,  die
auf  Bagdad  vordrangen  —  stand  nur  ein  einziges  Armeekorps  —  das
XVIII.  —  gegenüber.  Swar  war  die  14.  Division  vom  III.  Korps  zur
6.  Armee  überwiesen,  während  die  7.  Division  von  dem  gleichen
Korps  von  Armenien  nach  Konstantinopel  im  Anmarsch  war,  doch
konnte  besonders  die  erstere  ihr  Siel  nur  verspätet  erreichen.

Die  Engländer  ihrerseits  unter  General  Maude  hatten,  nach
großzügiger  Regelung  der  rückwärtigen  Verbindungen,  den  Marsch
gegen  Bagdad  wieder  aufgenommen.  Ihnen  trat  nur  das  XVIII.  Armeekorps,
  verstärkt  durch  Teile  der  14.  Division,  entgegen,  das  im
ganzen  nur  6200  Gewehre  mit  80  Maschinengewehren  und  55  Geschützen
  stark  gewesen  sein  soll.  Das  XIII.  Armeekorps,  das  angesichts
der  drohenden  Gefahr  aus  Hersien  herangezogen  worden  war,  kam
zu  spät.  Es  gelangte  nur  nach  Hannikin.  So  mußte  Bagdad,  nachdem
  es  vorher  von  allen  VDorräten  geräumt  worden  war,  am
U.  März  1917  dem  Feinde  überlassen  werden.  Auch  Samarra  wurde
preisgegeben  und  das  dortige  Eisenbahnmaterial  zerstört.

Auch  von  Agppten  aus  waren  die  Engländer  vorgegangen.  Sie
hatten  eine  Eisenbahn  über  El  NKatieh  nach  El  Arisch  gebaut  und
hatten  auf  dieser  ihre  Truppen  allmählich  verstärkt.  Auch  die
Türken  —  geführt  von  dem  deutschen  Obersten  von  Kreß  —  waren
durch  etwa  zwei  Infanterie-  und  eine  Kavalleriedivision  verstärkt
worden  und  hatten  zwischen  Gaza  und  Berseba  in  mehreren  Gruppen
Aufstellung  genommen.  Hier  wurden  sie  von  den  Engländern  am
26.  März  1017  angegriffen;  sie  blieben  aber  siegreich  und  warfen  den
Feind  nach  heftigem,  zwei  Tage  dauerndem  Gefecht  zurück.  Die
erste  Schlacht  von  Gaza  war  von  den  Türken  gewonnen.  Doch  ließen
es  die  Engländer  nicht  dabei  bewenden.  Sie  griffen  am  10.  April  von
neuem  an,  wurden  aber  auch  dieses  Mal  in  der  zweiten  Schlacht
von  Gaza  zurückgeworfen  und  mußten  den  Türken  den  Sieg  überlassen.
  Das  Feuer  mehrerer  englischer  Kriegsschiffe  gegen  deren
rechte  Klanke  war  ziemlich  erfolglos  geblieben,  ihre  Verluste  verhältnismäßig
  gering,  während  die  Engländer  sehr  viel  verloren.
Sie  gaben  nunmehr  die  Angriffe  auf,  bauten  sich  fest  ein  und
sicherten  vornehmlich  ihre  rechte  Klanke.  Die  nächsten  besonders
heißen  Monate  waren  dann  hauptsächlich  der  Ruhe  gewidmet;  nur
verstärkten  sich  die  Engländer  dauernd,  um  später  mit  weit  überlegenen
  Kräften  auftreten  zu  können.  Nur  Akaba  wurde  im  Juni
917  den  Türken  weggenommen.