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des  Unterlaufes  der  Düna  zu  bemächtigen,  um  möglichst  nahe  an
der  Stadt  den  Fluß  überschreiten  zu  können.  Das  wurde  zunächst  angestrebt
  und  Ende  August  auch  erreicht.  Vor  dem  Druck  der  8.  Armee
gaben  die  Russen  das  Gelände  nördlich  Mitau  sowie  zwischen  Dünhof
und  Friedrichstadt  preis  und  ermöglichten  es  damit  den  Deutschen,  den
Übergang  bei  Uxküll  vorzubereiten,  wo  neun  Infanteriedivisionen  und
eine  Kavalleriedivision  auf  drei  Brücken  übergehen  sollten.  Der  artilleristische
  Aufmarsch  und  die  Derteilung  der  Siele  lag  in  der  Hand
des  Oberstleutnants  Bruchmüller,  der  beides  in  vorbildlicher  Weise  in
die  Wege  leitete,  eine  gewiß  große  Aufgabe,  da  auch  die  Artillerie  des
Korps,  wie  wir  schon  sahen,  sehr  wesentlich  verstärkt  worden  war;
doch  hatte  Bruchmüller  bei  dem  Angriff  auf  die  Brückenköpfe  von

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  72.  Die  Eroberung  von  Riga.

Sarecze  und  dem  von  Tobolvy  am  Stochod  sein  System  der  Feuerverteilung
  bereits  ausprobiert  und  konnte  mit  desto  größerer  Sicherheit
  zu  Werke  gehen.  In  dem  von  aldstücken,  Bügelketten  und
Dünen  ausgefüllten  Gelände  zwischen  Borkowitz  und  Dünhof  wurde
dann  ein  entsprechender  Teil  der  Angriffstruppen  bereitgestellt,
während  ein  anderer  Teil  von  Mitau  aus  und  über  Schlock  vorgehen
  sollte.

Die  Russen  wurden  durch  den  Angriff  vollkommen  überrascht,
als  am  S1.  August  das  deutsche  Artillerie-=  und  Minenfeuer  einsetzte,
um  sich  am  1.  September  zum  Trommelfeuer  zu  steigern.  Binnen
kurzer  Seit  waren  die  russischen  Batterien  vergast,  die  Betonbauten
zerschlagen  und  die  Besatzungen  vernichtet  oder  vertrieben.  Das  Artilleriefeuer
  war  derart  überwältigend,  daß  es  fast  allein  die  russische