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Stellung  unhaltbar  machte  und  der  Angriffsinfanterie  die  Gasse  fegte.
Fast  ganz  ohne  Verluste  konnte  diese  auf  Booten  und  Ruderfähren
den  350  m  breiten  Strom  überschreiten  und  sich  am  jenseitigen
Ufer  ausbreiten.  Schon  am  Vormittag  des  Angriffstages  wurden  bei
Urküll  drei  Brücken  geschlagen,  und  als  die  Russen  von  allen
Seiten  herbeieilten,  um  die  Angreifer  über  den  Strom  zurückzuwerfen,
trafen  sie  auf  eine  siegreiche  Abwehr.  Am  2.  August  stießen  die
Deutschen  bis  an  den  Abschnitt  des  Großen  Jägel  vor,  während
gleichzeitig  andere  Truppen  von  MWitan  und  Schlock  her  vorrückten.
Ceider  ließen  sie  sich  nunmehr  verleiten,  vom  Großen  Zägel  linksauf
  Riga  abzumarschieren,  anstatt  mit  ihren  Hauptkräften  in  nördlicher
  Richtung  weiter  gegen  die  Rückzugsstraße  der  Russen  vorzustoßen.
  Sie  setzten  sich  auf  diese  Weise  allerdings  auch  von  Osten
her  in  den  Besitz  der  Stadt,  gaben  aber  den  abziehenden  Russen  die
Rückzugstraße  frei  und  ermöglichten  es  damit  einem  großen  Teil  der
Besatzung,  zu  entkommen.  Am  5.  September  wurde  Riga  nach
leichtem  Gefecht  besetzt,  und  am  5.  September  kam  auch  Dünamünde,
  der  Hafen  der  großen  Zandelsstadt,  in  deutsche  Band.  Die
Derfolgung  der  abziehenden  Russen  wurde  bei  Wenden  eingestellt
und  sofort  darangegangen,  eine  brückenkopfartige  Dauerstellung  herzustellen,
  die  von  Borkowitz  mit  der  Front  nach  NWordosten  bis  zum
Meere  reichte.  Swei  Divisionen  wurden  sofort  nach  dem  Westen
abgeschoben,  um  dort  zwei  andere  Divisionen  frei  zu  machen,  die,
wie  wir  sehen  werden,  nach  Jtalien  gehen  sollten.

Die  Beute,  die  in  Riga  gemacht  wurde,  war  überaus  groß.
Sie  betrug  etwa  8000  Gefangene,  262  Geschütze,  unter  denen  sich
etwa  ein  Drittel  schwere  befanden,  150  Maschinengewehre,  45  Minenwerfer,
  3  Hanzerautos,  einen  Derpflegungszug,  200  Eisenbahnwagen
mit  Munition  und  Derpflegung,  400  Kleinbahnwagen,  einen  Hionierxark,
  ein  großes  Derpflegungsmagazin,  zwei  Hionierdepots,  ein
Feldlazarett,  zahlreiche  Feldküchen,  über  10000  Gewehre,  goße
Munitionsmengen  und  Gasmasken,  5  Lastautos  sowie  zahlreiche
Truppenfahrzeuge  und  anderes  Kriegsgerät.

Der  Sieg  war  ein  vollständiger.  Die  Deutschen  hatten  einen
neuen  Stützpunkt  für  ihre  weiteren  Operationen  gewonnen.  Noch
aber  hatten  die  Russen  außerhalb  der  Befestigungen  von  Dünaburg
  den  Brückenkopf  von  Jakobstadt  auf  dem  linken  Ufer  des
Dünastromes  inne,  konnten  von  hier  aus  das  Land  beunruhigen  und
#wangen  die  Deutschen  zu  einer  verlängerten  Aufstellung.  Auch  diese
feindliche  Stellung  mußte  genommen  werden,  wenn  man  ganze
Arbeit  machen  wollte.  Es  war  das  um  so  mehr  geboten,  als  die
nötige  Artillerie  sowieso  zur  Stelle  war.  Ein  neuer  Artillerieaufmarsch
  war  allerdings  nötig.  Auch  er  wurde  von  Cberstleutnant
Bruchmüller  in  die  Wege  geleitet.  Der  Angriff  brachte  vollen  Erfolg.
Eingesetzt  wurden  die  105.  und  die  14.  baperische  Infanteriedivision
  mit  je  neun  Bataillonen,  einer  Schwadron,  neun  Batterien  und