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angriff  gegen  den  Mirzli  Vrh  und  den  Krn  vorgegangen.  Ihr  Kl
war  gewesen,  in  der  Mitte  durchzubrechen,  dann  die  österreichische
Stellung  nach  dem  Meer  zu  aufzurollen  und  so  den  Weg  nach  Triest
zu  öffnen.  Darin  waren  sie  allerdings  gescheitert,  weil  die  Gsterreicher
den  entscheidenden  Monte  S.  Gabriele  und  den  Grt  Kostanjevica
trotz  aller  Angriffe  behaupteten;  dennoch  hatten  sie  in  beiden  Hauptrichtungen
  Gelände  bis  zu  7  km  Tiefe  gewonnen,  nachdem  die
Schlacht  bis  zum  17.  September  gedauert  hatte.  Dann  aber  hatten
die  Esterreicher  erklärt,  daß  sie  einen  weiteren  Ansturm  nicht  mehr
aushalten  würden  und  hatten  dringend  um  deutsche  Hilfe  gebeten.
Diese  wurde  gewährt,  doch  stand  von  Rause  aus  fest,  daß  ein  solches
Unternehmen  nur  in  einem  kurzen  Offensivstoß,  keinesfalls  aber  in
einer  dauernden  Stärkung  der  österreichischen  Derteidigung  durch
deutsche  Truppen  bestehen  könne;  auch  hierfür  konnten  die  Kräfte
nur  mühsam  zusammengebracht  werden;  haben  wir  doch  gesehen,
daß  zwei  Cstdivisionen,  die  schon  nach  IJtalien  unterwegs  waren,
noch  im  letzten  Augenblick  nach  Frankreich  geleitet  werden  mußten.

Schließlich  gelang  es  doch,  außer  einer  Jägerdivision  von  sieben
Bataillonen,  sechs  Divisionen  verfügbar  zu  machen,  die  als  14.  Armee
bei  Tolmein  am  rechten  Flügel  der  Esterreicher,  die  am  Isonzo
standen,  vereinigt  wurden,  während  eine  andere  Gruppe  unter
General  Alfred  Kraus  rechts  von  ihr  bei  Flitsch  drei  österreichische
Divisionen  zählte,  denen  auch  die  deutsche  Jägerdivision  zugewiesen
wurde  1).  Weiter  ästlich  schlossen  an  diese  die  10.  Armee  in  Kärnten
und  die  U.  in  Tirol  an,  die  unter  dem  Feldmarschall  Lonrad  von
Bötzendorf  zu  einer  Heeresgruppe  vereinigt  waren.  Die  beiden
Jsonzo-Armeen  in  der  Front  aber  waren  20  Dioisienen  stark,  unter
dem  Befehl  des,  wie  sich  überzeugend  herausstellte,  völlig  unfähigen
  Generals  von  Boroevic.

Es  wäre  nun  das  natürlichste  gewesen,  die  Armeen  des  rechten
Flügels  aus  den  Isonzo-Armeen  wesentlich  zu  verstärken  und  nun
etwa  von  Tirol  und  vom  Isonzo  her  umfassend  die  Italiener  in
Denetien  anzugreifen,  ihnen  von  Tirol  aus  in  den  Rücken  zu  gehen,
sie  völlig  zu  vernichten  und  so  ein  entscheidendes  Gewicht  in  die  Wagschale
  des  Krieges  zu  werfen.  Kräfte  dazu  wären  genügend  vorkanden
  gewesen,  wenn  man  den  Wut  gehabt  hätte,  die  Jsonzo-Armeen
  dem  rechten  Flügel  zuliebe  wesentlich  zu  schwächen,  wie
es  auch  Ludendorff  vorgeschlagen  hat.  Es  ist  gar  nicht  abzusehen,
welche  weitreichenden  Folgen  ein  Dormarsch  der  Deutschen  gegen

1)  Die  s.  Dioision  kam  aus  den  Stellungskämpfen  am  Sereth  im  Abschnitt
Slege  der  2.  österreichischen  Armee;  die  12.  aus  der  Flandernschlacht  von  der
4.  Armee;  die  26.  ebenfalls;  die  117.  von  der  i.  österreichischen  Armee  ans  den
Kämpfen  um  die  Gebirgsausgänge  in  der  Moldan;  die  200.  von  der  3.  österreichi.
schen  Armee  aus  den  RHämpfen  an  der  Ostgrenze  der  Zukowina;  das  Alpenkorps
von  der  9.  Armee  aus  der  Durchbruchsschlacht  an  der  Sufita.  Die  Jägerdivision
war  nen  gebildet.