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wurden  im  Rücken  bedroht  und  zum  Rückzug  gezwungen.  Die  Italiener
  wurden  ũberhaupt  in  wilder  Slucht  zurückgeworfen;  schon  am
27.  Oktober  wurde  Cividale  erreicht,  am  20.  Fort  Lanza  bei  Gemona,
Udine  und  Halmanuova.  Der  Tagliamento  führte  Bochwasser  und
war  hochangeschwollen.  Er  bildete  für  die  vorstürmende  Armee  ein
bedeutendes  bHindernis.  Alle  Brücken  nördlich  von  Todroipo  waren
zerstört.  Bis  hierher  war  der  linke  Flügel  der  14.  Armee  vorgegangen
  und  hatte  damit  den  ihr  vorgeschriebenen  Gefechtsstreifen
verlassen,  weil  die  Kriegslage  es  erforderte.  Sie  wollte  nunmehr
links  einschwenken,  um  in  den  Rücken  der  noch  weit  im  Osten
kämpfenden  5.  italienischen  Armee  zu  gelangen.  Der  österreichische
Heeresgruppenkommandant  Boroevic  wollte  sich  Bierzu  aber  nur
versteheen,  wenn  alle  in  seinen  Gefechtsstreifen  tretenden  deutschen
Truppen  unter  sein  Kommando  träten.  Das  konnte  der  deutsche
führer  selbstverständlich  nicht  zugeben,  und  so  unterblieb  die  an  sich
äußerst  zweckmäßige  Maßregel.  Aber  das  Schicksal  wollte  den
Mittelmächten  offenbar  wohl  und  dem  Kampfe  eine  entscheidende
Wendung  geben.  Der  rechte  Flügel  der  2.  österreichischen  Isonzo-Armee
  war  von  den  Deutschen  von  der  HBauptstraße  nach  Codroipo
abgedrängt  worden.  Der  österreichische  fsührer  war  daher  nach
Süden  ausgewichen,  und  es  war  ihm  gelungen,  die  Tagliamentobrücke
  bei  Madrisio  in  noch  brauchbarem  ZSustande  in  seine  Band
zu  bekommen.  Er  faßte  nun  den  Entschluß,  sich  auf  dem  Westufer
des  lusses  bei  den  Brücken  von  Madrisio  und  Catisana  der  weiter
östlich  fechtenden  3.  italienischen  Armee  vorzulegen  und  ihr  so  den
Rückzug  abzuschneiden,  ähnlich  wie  es  der  deutsche  Beerführer  geplant
  hatte.  Da  sich  der  König  von  Jtalien  und  der  Herzog  von
Aosta  bei  dieser  Armee  befanden,  versprach  eine  solche  Operation
um  so  mehr  eine  große  auch  politische  Wichtigkeit  zu  gewinnen,  als
sie  an  und  für  sich  schon  von  entscheidender  Bedeutung  war,  auch  für
das  fernere  Schicksal  der  deutschen  Truppe.  Boroevic  verlangte
aber  auch  jetzt  wieder,  daß  der  österreichische  Hührer,  der  diesen
sehr  richtigen  Entschluß  gefaßt  hatte,  Feldmarschalleutnant  Goiginger,
  nach  Codroipo  marschiere,  wo  die  Deutschen  schon  waren,
und  den  Gefechtsstreifen,  der  ihm  diesen  Ort  zuwies,  gewissenhaft
einhalte.  So  trugen  die  Osterreicher  selbst  dazu  bei,  daß  die  3.  italienische
  Armee  zum  großen  Teil  entkam,  und  es  nur  noch  gelang,
ihre  letzten  drei  Armeekorps  mit  etwa  60000  Mann  und  mehreren
hundert  Geschützen  an  den  Tagliamentobrücken  zur  Waffenstreckung
zu  zwingen.

Den  Übergang  über  den  oberen  Tagliamento  erzwang  bei  der
gesprengten  Eisenbahnbrücke  von  Canino  die  55.  österreichische  Division
  von  der  Gruppe  Krauß  am  2.  November;:  aber  erst  am  6.  November
  wurde  der  Vormarsch  vom  Tagliamento  aus  vorgenommen,
wobei  die  Klitscher  Gruppe  am  Fuß  des  Gebirges  entlang  warschierte.
Am  9.  wurde  kampflos  die  Livenza,  am  lUl.  die  Hiave  mit  dem  rechten