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Klügel  bei  Vidor  erreicht,  nachdem  schon  vorher  die  Gruppe  Krauß
in  das  Becken  von  Belluno  entsandt  worden  war,  um  vom  Gebirge
aus  die  italienische  Stellung  hinter  der  Hiave  und  an  der  Gruppe
des  Monte  Grappa  zu  erstürmen.  Sie  überschritt  am  12.  die  Piave,
nachdem  oberhalb  Feltre  bei  Nave  eine  Brücke  geschlagen  worden
war,  und  erreichte  Feltre  am  15.  Tovember.  Vorher  hatten  am
7.  Movember  beim  Hanzerwerk  des  Monte  Simeone  12000  JStaliener,
am  Il.  bei  Longarone  an  der  oberen  Hiave  eine  abgeschnittene  italienische
  Division  die  Waffen  gestreckt.

Das  Vorgehen  der  14.  Armee  hatte  auch  die  in  den  Karnischen
Alpen  stehende  10.  österreichische  Armec  in  Bewegung  gebracht.  Sie
war  zwischen  dem  Hlöcken=  und  dem  Rollepaß  gegen  die  oberen
Täler  des  Tagliamento,  der  Livenza  und  der  Hiave  vorgebrochen,
eroberte  Cortina,  Hieve  di  Cadore  sowie  Belluno  und  nahm  bei
Fonzano  die  Derbindung  mit  dem  Flitscher  Korps  auf.  Die  4.  italienische
  Armee  wäre  verloren  gewesen,  wenn  auch  die  II.  Armee
Conrad  von  Tirol  aus  hätte  vorgehen  können.  Dazu  erwies  sie  sich
aber  als  viel  zu  schwach.  Deutsche  Unterstützungen  konnten  zunächst
nicht  geschickt  werden,  und  als  später  doch  eine  deutsche  Division
dorthin  ging,  kam  sie  dank  der  schlechten  Eisenbahnen  zu  spät,  um
noch  helfen  zu  können.  Auch  versteifte  sich  General  von  Conrad
darauf,  auf  den  RHochflächen  vorzugehen,  statt  rasch  in  den  Tälern
vorzustoßen.  Auf  dem  Hochlande  der  Sieben  Gemeinden  trat  ihm
die  1.  italienische  Armee  entgegen,  die  durch  französische  und  englische
  Kräfte  unterstützt  wurde,  und  ließ  ihn  um  so  weniger  vorwärts
kommen,  als  eintretender  Schneefall  und  die  Mangelhaftigkeit  der
rückwärtigen  Derbindungen  jedes  Dorgehen  wesentlich  erschwerten.
Swar  nahmen  die  Esterreicher  in  vielfach  wechselnden  Kämpfen  den
Monte  Spinuccia,  die  Fontana  Secca  und  den  Solarole,  die  deutschen
  JZäger,  die  übrigens  noch,  wie  es  scheint,  durch  einige  deutsche
Divisionen  verstärkt  wurden,  den  Monte  Womba;  doch  lief  sich  die
Derfolgung  in  den  Bergen  sowohl  wie  in  der  Sbene  allmählich  fest.
Weder  war  es  möglich,  die  Brückenköpfe  auf  dem  rechten  Ufer  der
Diave  zu  behaupten,  die  im  ersten  Anlauf  genommen  worden  waren,
noch  gelang  es  im  Gebirge  über  eine  gewisse  Linie  hinauszukommen,
die  vom  linken  Flügel  an  etwa  durch  die  Böhen  Mte.  Tomba,  Wite.
Dertica,  Mte.  Asolone,  Tol  del  Rosso  und  Mte.  Sisemol  bezeichnet
wird.  Trotz  der  sehr  wesentlichen  Derkürzung  der  österreichischen
Cinien  gelang  es  nicht,  den  Mte.  Grappa  und  die  anschließenden
Hõhen,  die  den  linken  italienischen  Flügel  stützten,  zu  erobern.  Damit,
  wie  mit  dem  Steckenbleiben  der  Tiroler  Offensive  wurde  dem
Dordringen  der  Mittelmächte  trotz  zahlreicher  Kämpfe,  die  noch  um
die  genannte  Linie  geführt  wurden,  ein  Siel  gesetzt,  über  das  hinauszukommen
  ihre  Kräfte  nicht  mehr  ausrreichten.

Immerhin  hatten  sie  gewaltige  Erfolge  erzielt.  250  000  Ztaliener
  waren  gefangengenommen,  etwa  2300  Geschätze  waren  er-