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obert,  ein  ungeheures  Material  jeder  Art  war  erbeutet.  130  000
Engländer  und  Franzosen  waren  zur  Unterstützung  herbeigeeilt  und
fehlten  demnach  auf  dem  westlichen  Kriegsschauplatz.  Endlich  war,
wie  schon  hervorgehoben,  die  österreichische  Derteidigungslinie  sehr
erheblich  verkürzt,  und  schon  damit  war  GEsterreich  sehr  wesentlich
entlastet  worden.  Es  konnte  von  neuem  zu  Kräften  und  zu  Atem
kommen,  und  wenn  auch  die  deutschen  Truppen,  wie  von  Anfang  an
geplant  worden  war,  allmählich  fortgezogen  werden  mußten,  so  war
doch  Gsterreich  nunmehr  stark  genug,  um  sich  allein  seiner  Haut  zu
wehren.  Ein  irgendwie  die  Kriegsentscheidung  bedingender  Sieg
war  nicht  erfochten,  die  italienische  Armee  war  nicht  vernichtet,  wie
das  bei  genialerer  Heerführung  wohl  hätte  erreicht  werden  können,
aber  sie  war  auf  lange  Seit  ausgeschaltet  und  brauchte  bedeutende
Kräfte  der  Westmächte  zu  ihrer  Unterstützung,  um  sich  überhaupt
behaupten  zu  können.

Die  Tankschlacht  bei  Cambrai.

Die  Kämpfe  in  Jtalien  dauerten  an  der  Hiave  und  im  Grappagebiet
  noch  an,  als  eine  neue  Hrüfung  an  die  Deutschen  Berantrat.  Sie
hatten  geglaubt,  daß  in  den  Flandernschlachten,  die  erst  am  10.  November
  ausgeklungen  waren,  die  Angriffskraft  der  Engländer  erschöpft
  sei,  nachdem  diese  ihre  Hauptkräfte  zu  jenem  Angriff  eingesetzt
hatten,  und  hatten  demgemäß  ihre  übrigen  Fronten  im  Interesse
des  Widerstandes  in  Flandern  wesentlich  geschwächt.  Zesonders  in
der  Gegend  von  Cambrai  versahen  sie  sich  keinerlei  größeren  Angriffs,
  wenn  auch  kleinere,  zum  Teil  recht  ernste  Kämpfe  dort  fortgesetzt
  stattfanden.  Gerade  hier  aber  sollten  sie  sich  getäuscht  haben.
Die  Stadt  war  nicht  nur  als  Eisenbahnknotenpunkt  für  die  Deutschen
von  äußerster  Wichtigkeit,  sondern  das  feste  Gelände  gestattete  auch,
mehr  als  das  in  Slanderns  versumpftem  Boden  der  Fall  gewesen
war,  die  ausgiebige  Derwendung  von  Tanks,  denen  eine  hohe  militärische
  Zedeutung  von  seiten  der  Entente  zugemessen  wurde.  Auch
gestattete  der  Wald  von  Havrincourt  eine  verdeckte  Ansammlung  der
Angriffstruppen.  Diese  Derkhältnisse  aber  wurden  von  den  Engländern
  voll  gewürdigt.  Hier  sollte  demnach  ein  Durchbruch  versucht
werden,  auf  dessen  Gelingen  man  sicher  rechnete.

Es  war  der  englischen  3.  Armee  unter  General  Byng  gelungen,
zwischen  den  Straßen  von  Cambrai  nach  Bapaume  und  Péronne
starke  Angriffsmassen,  acht  Infanterie-,  drei  Kavalleriedivisionen,
400  Tanks  und  über  1000  Kampfflugzeuge  unbemerkt  zu  versammeln.
  Am  20.  Tovember  griff  sie  überraschend  in  der  allgemeinen
Richtung  auf  Cambrai  an,  während  Nebenangriffe  rechts  gegen  die
LCinie  Riencourt—Monck'y  1)  gerichtet  waren.  Cetztere  scheiterten  an

1)  Außerhalb  der  larte.