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drang.  Auch  Fontaine-NMotre-Dame  kam  in  Feindeshand.  Es  war
eine  äußerst  kritische  Lage;  abends  aber  wurde  trotzdem  der  sehr
überlegene  Gegner  wieder  zurückgeworfen.  Ahnlich  kritische  Kämpfe
fanden  auch  an  der  Nordwest=  und  Westfront  statt.  Bei  Nopelles
erlitten  sogar  britische  Reiterbrigaden,  die  zur  Derfolgung  vorbrachen,
  eine  vernichtende  Niederlage.  So  schwankte  der  Erfolg  hin
und  her.  Endlich  aber  entschloß  sich  die  Leitung  der  2.  deutschen
Armee  zu  einem  entscheidenden  Gegenstoß.

Schon  in  den  ersten  Tagen  des  feindlichen  Angriffs,  der  die  Engländer
  keilartig  gegen  Cambrai  hatte  Raum  gewinnen  lassen,  war
deutscherseits  der  Hlan  gefaßt  worden,  den  Gegner  an  den  Fußpunkten
  seines  Einbruchs  umfassend  anzugreifen.  Bierzu  wurden  alle
Dorbereitungen  getroffen,  und  es  gehörte  zähes  Ausharren  dazu,
in  der  Derteidigung  abzuwarten,  bis  diese  vollendet  waren;  für  den
rechten  Klügel  war  das  doppelt  schwer,  da  der  Angriff  zunächst  auf
den  28.  angesagt  war  und  erst  später  auf  den  30.  verschoben  wurde,
weil  der  linke  Flügel  nicht  früher  mit  seinen  Vorbereitungen  —
bHeranschaffung  und  Aufstellung  der  Artillerie,  Heranführung  der
Munition  und  ähnliches  —  fertig  sein  konnte.  Der  Angriff  sollte  auf
dem  rechten  Flügel  mit  fünf  Divisionen  westlich,  mit  einer  östlich  des
Bourlonwaldes  um  12  Uhr  mittags  geschehen,  eine  Division  sollte
den  Bourlonwald  umschließen  1),  den  der  Feind  besetzt  hielt;  der
linke  Klügel  sollte  mit  rund  zwölf  Divisionen  schon  um  9  Uhr  aus  der
ungefähren  Linie  Dendhuille  —Rumill  gegen  Trescault  angreifen.
Der  Hauptstoß  sollte  von  Osten  her  erfolgen,  wo  eine  Anzahl  frischer
Divisionen  eingesetzt  werden  konnte.  Der  Erfolg  war  ein  durchschlagender.
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linken,  der  119.  Division,  etwa  auf  Cantaing  zurück,  obgleich  dieser
zahlreiche  frische  Truppen  eingesetzt  hatte;  der  linke  drang  besonders
  in  der  Richtung  auf  Gouzeaucourt  tief  in  die  feindliche  Stellung
ein  und  machte  reiche  Beute  an  Gefangenen  und  Geschützen.  Die
Tanks  waren  in  großer  Zahl  zusammengeschossen  worden  und  hatten
nach  Gefangenenaussagen  bitter  enttäuscht.  Die  Orte  La  Dacquerie,
Gonnelien,  Dillers-Guislain  wurden  genommen;:  nur  das  Eingreifen
starker  englischer  Reserven  rettete  den  Südflügel  des  Feindes  vor
völliger  Riederlage.  Bis  zum  5.  Dezember  dauerte  eine  gewisse  Kampfpause,
  dann  flammte  die  Schlacht  zwischen  Marcoing  und  Villers-Guislain
  von  neuem  auf;  in  der  Macht  zum  5.  räumten  die  Engländer  den
Bourlonwald,  der  andauernd  unter  Gas=  und  Brisanzfener  gehalten
worden  war.  Am  6.  Dezember  wurden  dann  noch  Graincourt  und
Orival  von  den  Deutschen  besetzt;  dann  gingen  die  Kämpfe,  die  der
englische  Dorstoß  ausgelöst  hatte,  allmählich  in  Stellungskämpfe  über.

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M  Auf  dem  rechten  Flügel  fochtenf  die  40.,  20.,  21.  Reserve.,  214.,  221.,  119.
und  5.  Gardedivision  mit  its  schweren  und  300  leichten  Geschützen.“