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Städte  im  Rheingebiet,  namentlich  gegen  Freiburg,  Mannheim,
Karlsruhe  und  Köln  aus;  Männer  wie  Bölke  und  Richthofen,  der
noch  in  der  siegreichen  Schlacht  von  Cambrai  mitgefochten  hat,  hat
sie  dennoch  nicht  hervorgebracht.  Ihr  Ruhm  steht  einzig  da  in  der
Welt,  weil  ihr  Mut  ein  einziger  war.  Die  deutschen  Flieger  beherrschten
  das  Lustmeer.  Um  zu  zeigen,  wie  sehr  das  der  Fall  war,
seien  hier  nur  einige  Sahlen  angeführt:  im  April  1014  verloren  die
Deutschen  74  Luftfahrzeuge  und  10  Fesselballone,  die  Gegner  362
und  20;  im  August  die  Deutschen  64  und  4,  die  Gegner  295  und  32;
im  September  die  Deutschen  82  und  5,  die  Gegner  5%4  und  22.

Rußland  war  militärisch  gänzlich  zusammengebrochen.  Nach  den
Kämpfen  bei  Riga  und  Jakobstadt  sowie  der  Eroberung  der  Baltischen
  Inseln  war  die  Armee  unter  dem  Einfluß  sozialdemokratischer
Gesinnungen  und  Einrichtungen  immer  mehr  auseinandergelaufen
und  nicht  mehr  imstande,  wirkliche  Gefechte  zu  liefern.  Die  umstürzlerischen
  Anschauungen  hatten  immer  weitere  Derbreitung  gefunden,
  und  am  7.  —Aovember  war  die  gemäßigt-revolutionäre  Regierung
  Kerenskis  durch  eine  rein  bolschewistische  unter  Lenin  und
Trotzki  abgelöst  worden,  die  keinerlei  Neigung  verspürten,  den
Kampf  im  Interesse  der  Entente  fortzusetzen,  sondern  nur  den  einen
Gedanken  verfolgten,  ganz  Rußland  im  bolschewistischen  Sinne  umzugestalten
  und  in  der  ganzen  Welt  Oropaganda  für  ihre  Jdeen  zu
machen.  Ein  „Fähnrich“  Krplenko,  der  jetzt  Oberbefehlshaber  an
der  deutschen  Front  war,  frug  demnach  schon  am  26.  November  bei
der  deutschen  Obersten  Heeresleitung  an,  ob  Neigung  zu  einem
wWaffenstillstand  vorhanden  sei.  Da  eine  bejahende  Antwort  erfolgte,
wurden  Derhandlungen  eingeleitet,  die  zum  Abschluß  einer  Waffenruhe
  führten,  die  vom  17.  Dezember  1917  bis  zum  14.  Januar  1018  Geltung
  haben  und  stillschweigend  weiterbestehen  sollte,  wenn  sie  nicht
mit  siebentägiger  Frist  gekündigt  werde.  Sie  sollte  für  alle  russischen
  Kronten  gelten  und  den  russisch-türkischen  Kriegsschauplatz  mit
einschließen.  Am  22.  Dezember  1917  folgten  dann  die  Friedensverhandlungen
  in  Brest-Litow#sk.

Auch  in  Rumänien  trat  Waffenruhe  ein.  Hier  waren  die
kKämpfe,  deren  wir  bereits  Erwähnung  taten,  seit  Ende  August  in
Stellungskämpfe  übergegangen,  die  ihrer  Watur  nach  keinerlei  Entscheidung
  bringen  konnten,  und  da  die  Russen  infolge  der  Revolution
aus  dem  Kampfe  ausschieden,  fanden  Unterhandlungen  in  Focsani
statt  und  hatten  am  0.  Dezember  1917  einen  Waffenstillstand  auch  auf
dem  rumänischen  Kriegsschauplatz  zum  Ergebnis.

An  der  mazedonischen  Front  hatten  die  bulgarischen  Truppen
durch  deutsche,  aber  auch  durch  türkische  Truppen  verstärkt  werden
müssen,  um  sie  auch  für  die  ferneren  Kämpfe  leistungsfähig  zu  erhalten.
  Swei  türkische  Divisionen  —  die  46.  und  50.,  soviel  ich  habe
ermitteln  können  —  waren  an  die  Struma  gerückt;  westlich  standen  an
verschiedenen  Hunkten  deutsche  Abteilungen.  Im  September  1917