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mittel,  und  doch  konnten  sie  der  wenigen  Gegner  nicht  Berr  werden.
Man  begreift  tatsächlich  nicht  diesen  Grad  militärischer  —  Unfähigkeit!


Nachdem  der  Kommandeur  lange  Zeit  die  aus  Kilwa  vor-Lebrochenen
  Engländer  bei  Kibata  festgehalten,  m  immer  neuem
Kräfteeinsatz  in  meist  siegreichen  Gefechten  gezwungen  und  alle  Dersuche,
  ihm  den  möglichen  Rückzug  nach  Süden  abzuschnüren,  in
ruhmreichen  Kämpfen  vereitelt  hatte,  mußten  die  deutschen  Cruppen
erst  zu  Beginn  des  Februar  lolk  über  den  Unterlauf  des  Rufidji
zurückgehen,  nachdem  die  Gegenden  nördlich  davon  gründlich  ausfuragiert
  waren.  Dann  trat  die  Regenzeit  mit  großer  Macht  auf  und
machte  alle  militärischen  Unternehmungen  unmöglich.  Sie  deckte  die
Deutschen  sowohl  am  Rufidji  als  auch  in  Mahenge  und  machte  es
sogar  möglich,  anfangs  April  drei  Kompanien  in  das  portugiesische
Gebiet  nahe  am  assalee  zu  entsenden,  um  hier  für  spätere  Seiten
Erkundungen  vorzunehmen  und  die  Derpflegung  zu  erleichtern.  Die
Schwierigkeiten  hatten  derart  zugenommen,  daß  nach  der  Räumung
von  Usaramo  4—6000  Träger  zu  den  Engländer  abgeschoben  werden
  mußten,  weil  man  sie  nicht  mehr  ernähren  konnte.

Su  Beginn  des  Juli  glaubten  die  Engländer  endlich  mit  ihren
Angriffsvorbereitungen  fertig  zu  sein,  während  die  Deutschen  langsam
  nach  Süden  zurückgewichen  waren,  und  griffen  diese  den  10.  Juli
bei  Narungonbe  südlich  Kilwa  an.  Sie  wurden,  trotz  gewaltigster
Übermacht,  aufs  Baupt  geschlagen  und  verloren  2000  Mann  an
Toten  und  verwundeten.  Erst  am  20.  September  erneuerten  sie  den
Angriff,  nachdem  sie  4000  Kraftwagen  zusammengezogen  und  eine
Feldbahn  vorgebaut  hatten,  und  jetzt  mußten  die  Deutschen  weichen,
weil  sie  unterdes  zahlreiche  Truppen  nach  der  Gegend  von  Cindi
verschoben  hatten,  der  Feind  aber  sich  nicht  unwesentlich  verstärkt

hatte.  Auch  bei  Lindi  war  mittlerweile  gefochten  worden.  Nach
mehreren  für  die  Deutschen  siegreichen  Gefechten  waren  am  Z.  Juli
die  Engländer  gründlich  geschlagen  worden,  so  daß  sie  es  vorzogen,
wie  bei  Kilwa,  erst  Feldbahnen  zu  bauen  und  Kraftwagen  in
großer  Zahl  heranzuziehen,  bevor  sie  es  wieder  wagten,  die  Deutschen
anzugreifen.  Erst  am  27.  September  gerieten  sie  wieder  in  Bewegung
  und  wurden  vom  16.  bis  18.  Oktober,  nachdem  der  Kommandeur
  sich  mit  der  gegen  Cindi  fechtenden  Truppe  vereinigt  hatte,
bei  Mihadia  wiederum  vollständig  geschlagen,  von  1500  Gewehren,
obgleich  sie  etwa  8000  Mann  stark  waren.  Trotzdem  wurden  auch
die  weiter  westlich  kämpfenden  Truppen  allmählich  durch  die  Übermacht
  zum  Rückzug  gezwungen,  obgleich  sie  jeden  Fußbreit  Boden
mit  Heldenmut  verteidigten.  Am  10.  Oktober  gelangte  der  Feind  in
den  Besitz  von  Mahenge;  die  Deutschen  aber  gingen  vom  Z.  bis
5.  Movember  über  den  Lukegu-  und  den  Mbarangandufluß;  alle
Schwachen  und  Kranken  mußten  den  Engländern  überlassen  werden;
nur  140  Europäer,  1280  Askaris,  2050  Träger  und  205  Boys  traten