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mänien  mußte  bald  erfolgen,  damit  die  Truppen  des  Ostens  auch
wirklich  für  den  Westen  frei  würden,  und  die  Regierung  mußte  alles
tun,  was  in  ihren  Kräften  stand,  um  den  Gedanken  des  Widerstandes
neu  zu  beleben  und  die  staatsfeindlichen  Elemente  niederzuhalten,
die  in  Armee  und  MWarine  den  kriegerischen  Geist  zu  untergraben
suchten.  In  beiden  Hinsichten  war  die  Oberste  Beeresleitung  auf  die
Mithilfe  des  Reichstags  und  der  Regierung  angewiesen:  beide  versagten.
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Schon  am  2.  November  1917  war  der  Reichskanzler  Michaelis
zurückgetreten.  Er  hatte  sich  seiner  Stellung  nicht  gewachsen  gezeigt
und  hatte  sich  vor  allem  mit  dem  Reichstage  nicht  gut  zu  stellen  gewußt.
  Dieser  trat  jetzt  immer  mehr  in  den  Vordergrund.  Schon  der
Nachfolger  des  zurückgetretenen  Reichskanzlers,  der  der  Sentrumspartei
  angehörige  Graf  HBertling,  war  im  Einverständnis  mit  dem
Reichstage  ernannt  worden  und  huldigte  dessen  Ansichten.  Eine
parlamentarische  Regierung  war  zwar  noch  nicht  offen  an  die  Stelle
der  konstitutionellen  getreten;  dennoch  gewann  der  Reichstag  erhöhten
  Einfluß,  der  sich  im  Sinne  einer  durch  nichts  gerechtfertigten
Kriedenshoffnung  geltend  machte  und  den  kriegerischen  Geist  des
Dolkes  beeinträchtigte.  Sahlreiche  Reichstagsabgeordnete  reisten  an
die  Kront  und  taten  so,  als  ob  sie  von  militärischen  Dingen  etwas
wüßten.  Der  Reichskanzler  selbst  aber  hatte  keinerlei  Derständnis
für  die  militärischen  Motwendigkeiten.  Er  suchte  wohl  im  allgemeinen
den  Dorteil  des  Reiches  wahrzunehmen,  soweit  er  ihn  als  bisheriger
Kührer  des  Sentrums  verstand,  es  fehlte  ihm  aber  die  Einsicht,  daß
die  militärische  Lage  ein  unausgesetztes  Band--in-ZKand-Gehen  der
Dolitik  und  der  Kriegführung  nötig  machte,  daß  diese  letztere  entscheidend
  war,  daß  es  vor  allem  darauf  ankomme,  den  Krieg  zu
gewinnen,  und  daß  alles  andere  Nebensache  sei.  Er  verstand  nicht,
daß  es  notwendig  sei,  diesem  Gesichtspunkt  auch  die  eigene  politische
Selbständigkeit  unterzuordnen,  und  glaubte  dadurch,  daß  er  den
Wünschen  des  Reichstags  immer  weiter  entgegenkam,  die  Kriegs-=fähigkeit
  der  ganzen  Nation  zu  stärken.  Er  erreichte  damit  nur  das
Gegenteil.  Die  Cinksparteien,  die  täglich  an  Einfluß  gewannen,
wollten  in  erster  Linie  ihre  eigene  Macht  erweitern  und  die  Gewalt
an  sich  reißen;  sie  glaubten  törichterweise  an  die  Möglichkeit  eines
Derständigungsfriedens.  ZKindenburg  wollte  vor  allem  siegen.  Erst
später  wollte  er  die  inneren  Verhältnisse  ordnen.  In  diesem  inneren
Widerspruch  bewegte  sich  das  ganze  Leben  der  Tation.  In  ihm  ging
die  Fähigkeit  zum  siegreichen  Endkampfe  verloren.  Gewiß  konnte
man  manches  im  Deutschen  Reiche  ändern  und  bessern,  besonders  in
gesellschaftlicher  Kinsicht,  und  wenn  man  auch  kein  Anhänger  der
parlamentarischen  Monarchie  war,  die  immer  nur  notdürftig  versteckte
  Mehrheitsherrschaft  ist,  konnte  man  doch  Reformen  für  nötig
halten;  damals  aber  war  wahrhaftig  die  Seit  für  solche  nicht  gegeben.
  Damals  kam  es  vor  allem  darauf  an,  den  Sieg  zu  gewinnen,