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überwinden  und  die  gedrängte  Massentaktik  der  Feinde  zu  vermeiden,
  die  zu  gewaltigen  Derlusten  führen  mußte.

Tanks  besaßen  die  Deutschen  nur  in  geringer  Zahl,  da  der  Kraftwagenbau
  alle  Kräfte  in  Anspruch  genommen  hatte.  Sie  waren  von
einer  guten  Infanterie  aber  auch  wenig  zu  fürchten  und  gewannen  erst
bei  sinkender  Manneszucht  und  der  damit  verbundenen  schwächeren
Kampfkraft  der  Infanterie,  sowie  bei  Massenverwendung  und
in  Derbindung  mit  künstlichem  Rebel  ihren  unheilvollen  Einfluß
auf  den  Gang  der  Ereignisse.  Gute  Infanterie  wurde  ihrer,  wie
bei  Cambrai,  immer  Berr.  Dagegen  wurden  mit  großem  Erfolge
die  Schlachtflieger  in  Abteilungen  zusammengefaßt,  die  in  den  Kampf
wie  die  übrigen  Waffen  eingriffen,  sich  gegen  Infanterie,  Artillerie
und  hauptsächlich  auch  gegen  heraneilende  feindliche  Reserven
wandten  und  bedeutende  Erfolge  erzielten.

Auch  die  Artillerie  bedurfte  einer  besonderen  Ausbildung.  Es
genügte  nicht  mehr,  sie  gedeckt  auch  gegen  Fliegersicht  dicht  an  die
Infanterie  Beranzuhalten,  damit  sie  ihre  Schußweiten  ausnutzen  und
in  stundenlangem  Kampfe  die  feindliche  Stellung  niederkämpfen
könnte:  unmittelbar  vor  der  stürmenden  Infanterie  mußte  eine  sogenannte
  „Feuerwalze“  im  Tempo  des  Infanterieangriffs  vorausgehen,
  die  den  Sweck  hatte,  den  Gegner  möglichst  lange  in  seine
Deckungen  zu  zwingen  und  dadurch  der  eigenen  Infanterie  das  Dorgehen
  zu  erleichtern.  ze  näher  diese  an  der  Feuerwalze  heranzubleiben
  vermochte,  desto  leichter  mußte  ihr  offenbar  das  Dorgehen
werden.  Für  diesen  Dienst  wurde  eine  Anzahl  der  Geschütze  bestimmt,
  die  anfangs  an  der  artilleristischen  Vorbereitung  des  Angriffs
teilgenommen  hatten.  Da  diese  vorgezogen  wurden,  wenn  ihre
äußersten  Schußweiten  erreicht  waren,  mußten  natürlich  auch  die
Geschütze  ihre  Stellung  nach  vorwärts  ändern,  die  bisher  die  Feuerwalze
  gebildet  hatten.  Die  Infanterie  war  also  an  die  Schußweiten
der  Artillerie  gebunden.  Auch  war  es  nicht  leicht,  das  Tempo,  in
dem  die  Feuerwalze  vorrücken  sollte,  zu  bestimmen.  Es  richtete  sich
das  nach  der  Derschiedenartigkeit  des  Geländes  und  seiner  Zefestigung.
  Hielfach  wurde  auch  eine  Doppelwalze  angewendet.  Die  eine
mit  Splittermunition  lief  unmittelbar  vor  der  Infanterie  her,  während
  die  andere,  die  Gaswalze,  mit  Gasmunition  so  weit  voraus
wanderte,  daß  die  Infanterie  in  ihrem  Dordringen  nicht  durch  die
Wirkung  des  Gases  bebindert  wurde.  Auch  war  es  nicht  leicht,  die
Masse  der  Artillerie  zu  einheitlicher  Wirkung  zu  bringen.  Da  nur
100—150  m  Sielbreite  für  jede  Batterie  vorgesehen  waren,  bedurfte
es  der  eingehendsten  artilleristischen  Zefehle  und  eines  großen  allseitigen
  Derständnisses,  um  die  Tätigkeit  der  zahllosen  einzelnen
Batterien  zu  regeln,  und  auch  der  Infanterie  mußten  eingehende  Dorträge
  gehalten  werden,  um  ihr  das  nötige  Verständnis  für  die  Tätigkeit
  der  Artillerie  und  unbedingtes  Dertrauen  zu  dieser  Waffe  einzuflößen.
  So  war  eine  ungeheure  Tätigkeit  erforderlich,  um  das