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Jägerbataillone,  eine  Anzahl  Batterien  und  Gebirgsmaschinengewehrabteilungen
  Berausgezogen,  die  aus  der  Dobrudscha  reichlich
ersetzt  wurden.  Es  blieben  nur  drei  deutsche  Bataillone  und  Artillerie
  zurück.  Die  im  Osten  zurückbleibenden  Divisionen  tauschten
ihre  jüngeren  Mannschaften  gegen  die  älteren  der  nach  Westen
fahrenden  aus.  Sie  erhielten  verminderte  Stärken  und  gaben  später,
als  die  Derhältnisse  des  Ostens  sich  mehr  und  mehr  befestigten,
ihre  jüngeren  Mannschaften  als  Ersatz  für  den  Westen  ab.  Nur
das  Asienkorps  wurde  im  Frühjahr  1018  etwa  verdoppelt.  Es  sollte
zwar  auch  fortgezogen  werden,  blieb  aber  auf  dringendes  Derlangen
des  deutschen  Kommandos  in  Asien,  um  den  Widerstand  der  Türkei
überhaupt  möglich  zu  machen.  Im  übrigen  wurde  dem  Ccsten  entnommen,
  was  er  nur  hergeben  konnte.  Auch  in  Deutschland  selbst
geschah  das  möglichste.  Selbst  die  FKrauen  wurden  für  den  leichteren
Dienst  herangezogen,  und  man  erreichte  es  damit,  daß  man  dem
Gegner  an  Sahl  der  Divisionen  überlegen  war.

Bei  einer  Überzahl  von  im  ganzen  25  bis  30  Divisionen  wollte
man  mit  50  bis  60  Diodisionen  in  einer  Breite  von  etwa  50  km
angreifen;  100  Geschütze  waren  auf  den  kilometer  gerechnet;  doch
war  die  Uberlegenbeit  nicht  eine  so  große,  wie  es  diese  Sahlen
erwarten  ließen,  da  die  Gegner  reichlicher  als  die  Deutschen  Spezialwaffen
  und  Truppen  zweiter  Ordnung  besaßen.  Immerhin  war  die
Aberlegenheit  so  groß,  daß  sie  es  als  berechtigt  erscheinen  ließ,  auf
den  Sieg  zu  hoffen.  Freilich  waren  die  Truppen  nicht  mehr  so
gut  wie  früher.  Man  darf  nicht  vergessen,  daß  annähernd  zwei
Millionen  Tote  unter  dem  grünen  Rasen  lagen,  daß  Offizier-  und
Unteroffizierkorps  dezimiert,  und  im  allgemeinen  gerade  die  Besten
und  Tapfersten  der  feindlichen  Kugel  erlegen  waren.  Doch  lagen
beim  Gegner  die  gleichen  Derhältnisse  vor,  und  zwar  mit  dem
Unterschiede,  daß  er  an  Toten  sehr  viel  mehr  verloren  hatte  als
die  Deutschen,  und  daß  besonders  bei  den  Engländern  sehr  viel
weniger  VDerwundete  wieder  felddienstfähig  wurden  als  bei  jenen,
die  die  weitaus  besseren  Ärzte  hatten.  Auch  unterstützten  die  Osterreicher
  mit  Artillerie,  die  allerdings  so  schlecht  mit  Muniton  ausgerüstet
  war,  daß  sie  wenig  Nutzen  brachte.  Deutschland  war  auf
seine  eigenen  Kräfte  angewiesen,  und  das  Schicksal  der  Zundesgenossen
  hing  auch  noch  von  seinem  Siege  oder  seiner  Niederlage
ab.  Der  Kaiser  von  Esterreich  war  zu  jedem  Derrat  bereit,  wie  er
durch  den  Sixtusbrief  genugsam  bewiesen  hatte  1),  die  österreichische
Armee  hielt  nur  noch  notdürftig  zusammen,  obgleich  sie  mit  deutscher

1)  Der  Kaiser  von  Osterreich  hatte  am  31.  März  lo  sich  brieflich  durch  Dermittlung
  des  Hrinzen  Sixtus  von  Bourbon,  seines  Schwagers,  an  die  französische
Regierung  gewendet  und  ihr  einen  Separatfrieden  angeboten.  Clêmenceau  hatte
diesen  Brief  veröffentlicht.  Der  Uaiser  war  sich  seiner  Schuld  dem  Derbündeten
enkter  auch  bewußt.  Siehe  „Die  Ursachen  unserer  Niederlage“  von  General  der

nfanterie  Alfred  Krauß,  Seite  205.