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Hilfe  siegreich  bis  an  die  Piave  gelangt  war,  die  bulgarische  Armee
war  durch  die  lange  Dauer  des  Krieges  auf  das  tiefste  erschüttert,
und  die  Türkei,  die  von  Enver  Pascha,  einem  Hhantasten,  geleitet
wurde  und  daher  ihre  schwachen  Kräfte  immer  am  falschen  Fleck
verwendete,  rang  schon  damals  um  ihr  politisches  Dasein.  Nur  ein
großer  deutscher  Sieg  konnte  sie  alle  retten  und  die  Mittelmächte
zusammenhalten.  Rindenburg  aber  hatte  das  Dertrauen,  daß  dieser
Sieg  trotz  allem  erfochten  werden  würde.  Er  glaubte  an  Deutschlands
  Sukunft,  vereinigte  alle  Kräfte,  die  im  Osten  irgend  abkömmlich
  waren,  zu  dem  entscheidenden  Schlage  und  sah  den  kommenden
Ereignissen  mit  Suversicht  entgegen.  ·-Es

  ist  der  deutschen  Heeresleitung  wiederholt  der  Vorwurf
gemacht  worden,  daß  sie  ihre  Kräfte  zersplittert  und  nicht  genügende
Truppen  im  Westen  für  die  Entscheidung  eingesetzt  habe.  Ich
glaube,  daß  man  nicht  vorsichtig  genug  mit  einem  solchen  Vorwurf
sein  kann.  Es  ist  schwer  anzunehmen,  daß  ein  Mann  wie  Hindenburg
  die  Wichtigkeit  eines  Sieges  im  Westen  verkannt  und  nicht
alles  irgendwie  mögliche  getan  haben  sollte,  um  ihn  zu  erreichen.
Wenn  man  die  Verhältnisse  unbefangen  vom  Standpunkt  der  damaligen
  Zeit  aus  und  nicht  von  dem  nachträglich  bekanntgewordenen
aus  betrachtet,  kommt  man,  meine  ich,  zu  der  gleichen  Auffassung,
der  Ludendorff  Worte  verleiht,  wenn  er  sagt:  „Das,  was  im  Osten
verblieb,  war  gewiß  noch  immer  viel.  Wir  hatten  eben  nur  einen
stark  bewaffneten  Frieden  erlangt.  Viele  Gefahrsmomente  waren
dort  noch  vorhanden.  —  Die  unendlichen  Räume  des  Ostens,  die
mit  deutschem  Maße  nicht  zu  messen  sind,  brauchten  gewisse  Truppenmengen,
  wenn  wir  unsere  Aufgaben  so  lösen  wollten,  wie  es  Kriegsund
  Kriegswirtschaftslage  bedingten.“  Diese  Aufgabe  bestand  eben
nicht  lediglich  darin,  den  Sieg  im  Westen  zu  erfechten,  sondern  es
mußte  zugleich  im  Osten  gehalten  und  der  gewaltigen  Gefahr  des
Bolschewismus  entgegengetreten  werden;  diese  letztere  wird  gewöhnlich
  unterschätzt.  Sie  mußte,  wie  man  damals  die  Dinge
übersehen  konnte,  örtlich  begrenzt  und  auf  ihren  Herd  beschränkt
werden.  Daß  sie  später  unter  Billigung  der  deutschen  Regierung  mit
der  russischen  Gesandtschaft  offiziell  in  Berlin  einziehen  und  alle
Absperrungsmaßregeln  umsonst  machen  würde,  konnte  man  damals
nicht  wissen,  sonst  hätte  man  vielleicht  erbebliche  Truppenmengen
sparen  können.  Die  Cebensmittel  der  Ukraine  ferner  brauchte  man
und  konnte  sie  nicht  einfach  Ssterreich  überlassen,  das  fortgesetzt
gegen  uns  intrigierte.  In  Mazedonien  mußte  man  wenigstens  mit
schwachen  Kräften  bleiben,  um  die  bulgarische  Armee  überhaupt
zusammenzuhalten,  und  das  Asienkorps  war  unter  ganz  anderen
Bedingungen  abgeschickt  worden,  als  sie  im  Frühjahr  1018  vorlagen.
Es  ist  anzunehmen,  daß  die  Engländer  ohne  dasselbe  noch  früher
in  unserem  Rücken  erschienen  wären,  als  es  so  schon  geschah.

Wenn  man  also  einen  Vorwurf  erheben  will,  so  darf  man  ihn