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reserven  verteilt.  Bei  Amiens  und  Soissons  waren  solche  aufgestellt.
Eine  sogenannte  „Manörrierarmee“,  die  im  März  30,  im  Juli  aber
65  bis  70  Divisionen  stark  war,  stand  gruppenweise  weiter  rückwärts
  zur  Derfügung.

Bindenburg  hatte  sich  entschlossen,  zwischen  Troisilles  und  Péronne
  durchzmstoßen.  Entscheidend  für  diese  Wahl  war  zunächst  der
Umstand,  daß  man  hier  mit  Aussicht  auf  taktische  Erfolge  zu  jeder
Jahreszeit  Krieg  führen  konnte,  denn  nur  die  Möglichkeit  taktischer
Erfolge  berechtigt  dazu,  strategische  Gedanken  als  maßgebend  zu
betrachten.  Ein  Angriff  bei  Derdun,  wie  er  auch  vorgeschlagen  war,
konnte  zu  keinem  entscheidenden  Ergebnis  führen.  In  Flandern  aber
konnte  man  wegen  der  Dersumpfung  des  Geländes  vor  Mitte  April
nicht  angreifen,  was  mit  Rücksicht  auf  die  Amerikaner  zu  spät  war,
die  im  April  weitere  94000  bis  120000  Mann  nach  Frankreich
schickten.  Abgesehen  von  diesem  taktischen  Gesichtspunkt  war  der
leitende  operative  Gedanke  der,  die  Engländer  von  den  Franzosen
zu  trennen  und  gegen  das  Meer  zu  drängen.  Cloyd  George  und
Tlémenceau  mußten  durch  unsere  Siege  zu  Fall  gebracht  werden;
sonst  war  an  einen  Frieden  nicht  zu  denken.

Dementsprechend  wurde  denn  auch  die  Heereseinteilung  vorgenommen.
  Hindenburg  wollte  zudem  mehrere  Armeen  an  dem
Angriff  beteiligen,  um  nicht  die  ganze  Leitung  der  Schlacht  einem
einzigen  Heeresgruppenführer  überlassen  zu  müssen,  sondern  den
eigenen  Einfluß  zu  wahren.  Die  4.,  6.  und  2.  Armee  gehörten  zur
Beresgruppe  des  Kronprinzen  von  Bapern.  Swischen  der  6.,  die  im
Süden  etwa  bis  CLens  reichte,  und  der  2.  wurde  von  Cens  bis  westlich
Cambrai  die  17.  unter  dem  Befehl  des  Generals  Otto  von  Belom
eingeschoben,  der  bisher  die  14.  in  Jtalien  kommandiert  hatte.  Südlich
  der  2.  schloß  sich  die  Heeresgruppe  Deutscher  Kronprinz  an.  Diese
Umfaßte  die  auf  dem  rechten  Klügel  neu  eingeschobene  18.  Armee  unter
General  von  Hutier,  die  etwa  von  Bellicourt  bis  La  Kere  reichte,
dann  die  7.,  I.  und  5.  Armee,  die  die  Argonnen  mit  ihrem  linken
Slügel  umschloß.  Links  von  ihr  war  aus  der  5.  Armee  und  der
Beeresabteilung  C  eine  besondere  Heeresgruppe  unter  General  von
Gallwitz  gebildet  worden,  die  etwa  bis  Pont  à  Mousson  reichte,  so
daß  der  deutsche  Kronprinz  der  Sorge  um  Derdun  enthoben  war.
Den  linken  Flügel  des  ganzen  Beeres  aber  bildete  die  Heeresgruppe
Herzog  Albrecht  von  Württemberg.  Sie  umfaßte  die  neu  eingeschobene
  bisherige  Süd-Armee  in  Galizien  des  Grafen  Bothmer
als  10.  Armee  und  die  Armeeabteilungen  A  und  B.

en  RKauptstoß  sollten  die  17.  und  die  2.  Armee  führen;  die  18.,
die  ihnen  die  linke  Flanke  decken  sollte,  gehörte  einer  anderen
Beeresgruppe  an.  Die  Trennungslinie  zwischen  Engländern  und
FKranzosen  fiel  demnach  ungefähr  mit  derjenigen  der  beiden  deitschen
  Reeresgruppen  zusammen,  und  für  Hindenburg  war  die  Freibeit
  der  Entschließungen  gewahrt.  Schon  im  Februar  wurde