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am  21.  und  22.  März  unverhältnismäßig  viel  verloren  hatte;  ihr
rechter  Flügel  war  überhaupt  nicht  weit  vorgekommen  und  lag
vor  Arras  fest.  Auch  die  2.  Armee  war  schon  stark  mitgenommen.
Ihrem  linken  Flügel  hatte  der  Übergang  über  die  Somme  wesentlichen
  Aufenthalt  verursacht.  Sie  kam  über  Albert  nicht  mehr  hinaus.
Der  Feind  konnte  nördlich  der  Somme  eine  neue  Front  bilden,  die
nicht  zu  überwinden  war.  Dagegen  war  die  18.  Armee  noch  voll
kampfkräftig.  Sie  hatte  am  25.  Ham,  am  25.  Nesle  genommen  und
näherte  sich  Novon  schon  an  diesem  Tage.  Bereits  am  27.  nahm
sie  Montdidier.  Der  ursprüngliche  Schlachtgedanke  mußte  diesen
Derhältnissen  entsprechend  geändert  werden.

Während  bisher  über  Croisilles  und  Héronne  der  Hauptstoß
geführt  werden  sollte,  wurde  nunmehr  Amiens  zum  Siel  genommen,
das  verhältnismäßig  leicht  zu  erreichen  schien,  und  hierauf  wurden
der  linke  Flügel  der  2.  und  der  rechte  der  18.  Armee  angesetzt,  nachdem
  sie  entsprechend  verstärkt  worden  waren.  Moreuil  wurde  noch
genommen  und  auch  sonst  kam  man  etwas  vorwärts.  Aber  auch
in  dieser  Richtung  konnte  Entscheidendes  nicht  erreicht  werden.  Der
Nachschub  machte  größere  Schwierigkeiten,  als  man  erwartet  hatte.
Der  Bau  der  Straßen  und  Eisenbahnen  im  eroberten  Gelände  nahm,
trotz  aller  vorausschauenden  Dorbereitungen,  mehr  Seit  in  Anspruch,
  als  man  berechnet  hatte,  und  der  Teil  des  Beeres,  der  allerdings
  immer  noch  siegreich  blieb,  wollte  nicht  mehr  recht  fortschreiten.

Der  Gegner,  der  sich  dauernd  verstärkte  und  verdichtete,  ging
jetzt  selbst,  wenn  auch  erfolglos,  zu  Angriffen  über.  Novon  und
LCassignv  waren  noch  genommen  worden,  weiter  jedoch  kam  man
nicht.  RNachdem  die  Muniton  hinreichend  ergänzt  worden  war,  griff
die  18.  Armee  zwischen  Montdidier  und  Noyon  vergeblich  an;  am
4.  April  der  linke  Flügel  der  2.  und  der  rechte  der  18.  bei  Albert
und  südlich  der  Somme  in  der  Richtung  auf  Amiens;  auch  dieser
Angriff  brachte  keinerlei  Fortschritt.  Dem  Gegner  war  es  offenbar
gelungen,  starke  Reserven  bei  Amiens  zusammenzufahren.  Er  behauptete
  diesen  befonders  für  die  Eisenbahnverbindungen  wichtigen
Ort  und  rettete  damit  seine  strategische  Lage.  Am  6.  April  griff
zwar  der  rechte  Flügel  der  7.  Armee,  die  südlich  an  die  18.  anschloß,
noch  einmal  an,  erstürmte  Chauny  und  Coucy  le  Chateau  und  sicherte
damit,  indem  er  bis  an  den  Oise—isne-Kanal  vorging,  den
linken  Klügel  der  18.  Armee;  nichtsdestoweniger  mußte  die  Schlacht
aufgegeben  werden,  ohne  daß  es  gelungen  wäre,  Amiens  zu  erobern
  oder  auch  nur  unter  wirksames  Feuer  nehmen  zu  können,
während  die  Sntente  andererseits  bei  Albert  und  südöstlich  Amiens
zusammenhangslos  angrif  und  nichts  erreichte.  So  gelang  es  den
Westmächten  nur,  wie  ihre  Hilferufe  nach  Amerika  unzweifelhaft
erkennen  lassen,  mit  äußerster  Mühe  und  unter  ESinsatz  bedeutender
Reserven  Amiens  zu  behaupten.  Nur  wenig  fehlte,  um  die  völlige
Niederlage  der  Franzosen  zu  vollenden.  Starke  französische  Reserven