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fechtes,  im  Süden  gruppierten  sie  sich  um  Amiens.  Am  21.  April
nahmen  die  Deutschen  bei  Albert  den  Wald  von  Avelup,  am  24.
Hangard,  wurden  aber,  wie  wir  sahen,  bei  Villers-Bretonneux  zurückgeworfen;
  Ende  April  eroberten  sie  die  Höhen  westlich  der  Avre
bei  Morisel  und  Montdidier.  Mitte  April  traten  auch  zum  erstenmal
zwischen  St.  Mihiel  und  der  Mosel  amerikanische  Truppen  selbständig
  ins  Gefecht,  wurden  aber  trotz  persönlicher  Tapferkeit  mit
Ceichtigkeit  geschlagen.

Die  amerikanischen  Divisionen  wurden,  sobald  ihr  Ausbildungsstand
  es  gestattete,  zunächst  an  ruhigen  Fronten  eingesetzt.  Hierfür
schien  die  Lothringer  Front  besonders  geeignet,  schon  weil  sie  hierher
  von  ihren  Ausschiffungspunkten  —  St.  Tazaire  und  Bassens  an
der  Girondemündung  —  aus  auf  verhältnismäßig  wenig  benutzten
Eisenbahnlinien  gelangen  konnten.  Auch  hatten  sie  selbst  etwa
1500  km  Eisenbahnen  gebaut.  «

Erst  später  wurden  sie  auch  an  anderen  Fronten  verwendet.  Als
die  Deutschen  am  21.  März  ihre  Offensive  eröffneten,  verfügten  die
Amerikaner  über  vier  Divisionen,  die  schon  im  Schützengraben  gefochten
  hatten:  die  I.,  2.,  20.  und  42.;  Ende  April  über  weitere  elf
Divisionen,  Ende  Mai  über  sechzehn  mit  einer  Kopfstärke  von
etwa  460  000  Mann  ohne  Stappen=  und  Ersatztruppen,  im  ganzen
über  600000  Mann.  Wie  viele  davon  bereits  im  Schützengraben
gefochten  hatten,  entzieht  sich  meiner  Kenntnis.  Wir  wissen  nur,
daß  zwei  Diovisionen  vom  21.  Mai  an  in  die  Linie  der  Dogesen  einrückten,
  und  daß  die  1.  Division  am  25.  Mai  in  der  Nähe  von  Montdidier
  eingesetzt  wurde,  wo  sie  am  28.  Mai  auf  den  Höhen  von
Cantigny  erfolgreich  focht.  Weitere  acht  Divisionen  scheinen  die
Engländer  verstärkt,  die  anderen  noch  in  Reserve  oder  in  den  hinteren
  Linien  gestanden  zu  haben.  Sie  glichen  die  Überzahl  aus,  deren
sich  die  Deutschen  bisher  erfreut  hatten,  um  so  mehr,  da  die  amerikanischen
  Divisionen  doppelt  so  stark  waren  wie  die  französischen,  und
ihre  Sahl  monatlich  um  zwei  bis  drei  Divisionen  zunahm,  während
die  Kräfte  der  Mittelmächte  mit  den  unvermeidlichen  Verlusten  und
dem  geringen  Ersatz  naturgemäß  immer  schwächer  wurden.  Um
so  wichtiger  war  es  für  diese,  die  Initiative  zu  behaupten,  die  sie  an
sich  gerissen  hatten,  und  den  gewaltigen  ersten  Schlägen  so  bald  als
möglich  einen  weiteren  folgen  zu  lassen.

Ein  Angriff  in  Flandern  blieb  immer  die  entscheidende  Absicht.
Dort  waren  aber  jetzt  die  Kräfte  des  Feindes  zu  stark,  um  mit  Erfolg
  angreifen  zu  können.  Man  mußte  sie  zunächst  von  dort  abziehen,
und  deshalb  an  anderer  Stelle  angreifen.  Als  Ort  des  Angriffs  bot
sich  als  aussichtsreich  die  Gegend  zwischen  Movon  und  Reims,  wo
die  Franzosen  in  unangreifbarer  Stellung  zu  stehen  schienen  und  sich
daher  besonders  geschwächt  hatten.  Auch  mehrere  abgekämpfte
englische  Divisionen  waren  hier  eingesetzt,  und  so  erhielt  die  Deeresgruppe
  Kronprinz  schon  Ende  April  die  Weisung,  dort  einen  Schlag