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vorzubereiten.  Auch  die  Truppen,  die  man  hierzu  verwenden  wollte,
mußte  man  jetzt  schon  bestimmen,  um  sie  genügend  vorbereiten  zu
können.  Ratte  sich  doch  die  Notwendigkeit  hierfür  bei  der  4.  und
0.  Armee  ergeben,  und  hatte  man  es  doch  erleben  müssen,  daß  die
Truppen,  wie  bei  Cambrai,  sich  vielfach  durch  Hroviantmagazine
aufhalten  ließen,  sie  plünderten  und  den  Erfolg  in  Frage  stellten.
Es  waren  nicht  mehr  die  alten  Soldaten,  auf  die  man  unter  allen
Umständen  zählen  konnte.  Auch  die  Regierung,  nur  auf  die  gute
Stimmung  des  Zeichstags  bedacht,  hatte  das  Ihrige  dazu  beigetragen,
  die  Widerstandsfähigkeit  der  Armee  zu  schwächen.  Sie  hatte
alle  Strafen,  anstatt  sie  zu  verschärfen,  gemildert  und  dadurch  der
Indissiplin  Cür  und  Tor  geöffnet.  Für  ein  ehrliebendes  Volk  wäre
eine  solche  Maßregel  vielleicht  angezeigt  gewesen.  Damals  aber,
als  gerade  die  schlechten  Elemente  in  der  Armee  besonders  hervortraten,
  als  das  durch  den  langen  Krieg  zermürbte  Dolk  seiner  Ehre
zu  vergessen  schien,  war  sie  gewiß  nicht  am  Hlatze.  Nur  reine
Theorie,  die  alle  praktischen  Gesichtspunkte  verleugnete,  hatte  sie
ermöglicht.  Ihr  huldigte  auch  die  Regierung.

Zur  Beschaffung  des  Ersatzes  und  zur  Festigung  der  Manneszucht
  war  daher  viel  zu  tun.  Dor  Ende  Mai  als  frühestem  Termin
konnten  die  Sturmdinisionen  nicht  fertig  zum  Kampf  sein,  und  so
wurde  dieser  Seitpunkt  denn  auch  für  den  Angriff  festgehalten.

Mittlerweile  war  am  12.  Mai  der  Kaiser  von  Ssterreich  im
Hauptaquartier  erschienen.  Er  war  durch  den  Sixtusbrief  auf  das
ärgste  kompromittiert.  Man  hielt  es  für  nötig,  das  deutsch-österreichische
  Zündnis  von  neuem  zu  befestigen,  und  es  wurde  ein  militärisches
  und  ein  politisches  Abkommen  unterzeichnet,  welch  letzteres
festsetzte,  daß  ein  Sonderabkommen  mit  dem  Feinde  nur  unter  den
zwingendsten  Umständen  statthaft  sei.  Es  hat  den  Susammenbruch
Esterreichs  nicht  verhindern  können.  «

Der  Seekrieg  und  die  Kämpfe  auf  den  anderen
Kriegsschauplätzen.

Während  in  Frankreich  um  die  Entscheidung  gerungen  wurde
und  deutsche  Truppen  immer  noch  Wunder  der  Tapferkeit  verrichteten,
  hatte  der  Unterseekrieg,  wie  wir  sahen,  die  auf  ihn  gesetzten
Erwartungen  nicht  zu  erfüllen  vermocht.  Das  Dersenkungsergebnis
vom  JZuni  lole  hatte  die  Berechnungen  der  Marine  weit  überschritten,
aber  der  erhoffte  politische  Erfolg  war  dennoch  nicht  eingetreten.  Auf
gleicher  Höhe  aber  hatte  sich  die  Versenkungsziffer  in  der  Folge  nicht
zu  halten  vermocht.  Bis  einschließlich  Mai  i9i8  waren  im  Durchschnitt
  monatlich  653  800  Tonnen  vernichtet  worden.  Der  Ausfall
an  Tonnage  war  erheblich,  und  der  Gegner  hatte  im  Sommer  1917
ungeheure  Blutopfer  gebracht,  um  sich  der  feindlichen  U-Boot-Basis