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sowenig  erreicht,  wie  durch  die  Candangriffe  im  Sommer  l917.  Der
Unterseebootkrieg  fuhr  fort,  die  Tonnage  zu  vermindern  und  England
  um  seinen  Unterhalt  besorgt  zu  machen.  Die  Schlachtflotte  dahinter
  blieb  auch  jetzt  noch  untätig,  weil  die  Engländer  einem  Zusammenstoß
  mit  der  deutschen  Gesamtflotte  immer  von  neuem
auswichen.  Die  deutschen  Kreuzer  und  Torpedoboote  entwickelten  dagegen
  eine  lebhafte  Tätigkeit.  Es  gelang  ihnen  wiederholt,  feindliche
  Geleitzüge  und  die  sie  begleitenden  Kriegsschiffe  zum  Teil  zu
vernichten;  so  am  17.  Oktober  und  am  12.  Dezember  1017,  bei  welcher
  Gelegenheit  zwei  feindliche  Handelsdampfer  von  3000  und
5000  Tonnen  versenkt  wurden.  Am  17.  Movember  kam  es  sogar  zu
einem  siegreichen  Kreuzergefecht  zwischen  Hornsriff  und  Terschelling,
das  dadurch  entschieden  wurde,  daß,  wie  vorgesehen,  schwere  deutsche
Kriegsschiffe  auf  dem  Kampfplatz  erschienen.  Am  14.  Februar  1018
gelang  es  endlich  der  2.  Torpedobootsflottille,  eine  englische  Kanalsperre
  überraschend  anzugreifen,  zu  vernichten  und  dadurch  dem
Bocot-Kriege  wesentliche  Hilfe  zu  leisten.

Dem  Unternehmen  der  Slotte  gegen  die  Baltischen  Inseln  im
Spätherbst  1917  mußte  eine  längere  Hause  in  der  Tätigkeit  der  Gesamtflotte
  folgen,  bis  die  nötigen  Reparaturen  ausgeführt  waren.
Am  24.  April  1018  aber  entschloß  sie  sich,  bis  an  die  norwegische
Küste  vorzustoßen,  um  den  dortigen  Zandelsverkehr  zu  stören,  denn
die  Engländer  ließen  jetzt  infolge  der  vielen  vernichteten  Geleitzüge
diese  durch  Großkampfschiffe  und  auch  sonst  stark  bewachen.  Ceider
führte  der  Vorstoß  zu  keinem  Ergebnis,  da  man  mit  feindlichen  Seestreitkräften
  nicht  zusammenstieß.  Nur  „Moltke“  erlitt  ohne  feindliche
  Einwirkung  schwere  Havarie  und  konnte  nur  mit  Mühe  geborgen
  werden.  Ceider  blieb  diese  Fahrt  die  letzte  der  Hochseeflotte.
Ein  tragisches  Schicksal  führte  sie  später  dem  Untergange  zu.

wWährend  so  die  Bedrohung  der  rechten  Flanke  der  Deutschen
zur  See  scheiterte  und  die  Gesamtflotte  sich  vergebens  bemühte,  in
den  Gang  der  Ereignisse  einzugreifen,  war  auf  dem  südlichen  Klüügel
des  Weltkriegsschauplatzes  alles  ruhig.  Die  Jtaliener  waren  trotz
der  Winterruhe  noch  nicht  in  der  Lage,  wieder  anzugreifen,  die  Gsterreicher
  aber  hatten  ihre  Armee  durch  einige  hunderttausend  aus
Rußland  zurückgekehrte  Kriegsgefangene  verstärkt  und  wollten  Anfang
  Juni  1018  zum  kriegsentscheidenden  Angriff  schreiten.  Da  die
Deutschen  Ende  Mai  auch  ihrerseits  einen  neuen  Angriff  planten,
sollte  etwa  zu  Anfang  Juni  eine  große  gemeinsame  Anstrengung
gegen  die  Entente  unternommen  werden.

Auch  in  Mazedonien  war  vorläufig  alles  ruhig.  Die  Bulgaren
  schieden  auf  Deutschlands  Rat  größere  Reserven  aus  ihrer
Kront  aus  und  verstärkten  diese  allmählich  durch  Truppen  aus  der
Dobrudscha.  Der  Geist  ihrer  Armee  aber  ward  zusehends  schlechter,
obgleich  Deutschland  sie  durch  Lebensmittel  und  Bekleidung  unterstützte.
  Wiederholt  kam  es  zu  Meutereien,  und  die  deutschfeindlichen