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Elemente  Bulgariens  trieben  eine  geschickte  Hropaganda,  deren
Mittelpunkt  die  amerikanische  Gesandschaft  in  Sofia  war.  Fast  unbemerkt
  verlor  König  Ferdinand  den  Boden  unter  den  Füßen,  während
  sich  andererseits  Franchet  d'Espérey  auch  durch  königlich  griechische
  Truppen  verstärkte.

Die  Ukraine  wurde  allmählich  von  den  Mittelmächten  besetzt.
Die  Notwendigkeit  der  Cebensmittel-  und  Kohlenbeschaffung  führte
sie  immer  weiter.  Am  8.  April  1018  wurde  Charkow  besetzt,  Ende
des  Monats  auch  die  Krim,  wo  ein  Teil  der  russischen  Flotte  beschlagnahmt
  wurde,  während  ein  anderer  nach  Aoworossjisk  entkam.
Selbst  Rostow  am  Don  wurde  am  8.  Mai  genommen.  Sahlreiche
kleinere  Kämpfe  mit  bolschewistischen  Banden  fanden  statt;  mit  der
Sowjetregierung  wurde  ein  Grenzabkommen  geschlossen,  ebenso  mit
Esterreich,  dessen  Gebiet  umgrenzt  wurde.  General  von  Eichhorn
übernahm  die  Beeresgruppe  in  Kiew;  Botschafter  von  Mumm  vertrat
  die  Interessen  der  Regierung;  das  Aufbringen  der  Vorräte  lag
in  den  Ränden  des  Reichswirtschaftsamtes.  „Unklarer  und  vielköpxfiger
  konnte  die  ganze  Organisation  nicht  erdacht  werden“,  urteilt
mit  Recht  General  Ludendorff.  Immerhin  erhielt  die  Armee  einige
Dorräte  aus  der  Ukraine,  vor  allem  zahlreiche  Hferde,  ohne  die  ein
Kriegführen  überhaupt  unmöglich  gewesen  wäre.  Schwierigkeiten
entstanden  vor  allem  mit  Esterreich,  das  in  seiner  Lebensmittelnot
wiederholt  deutsche  Derpflegungsreserven  angriff,  und  mit  dem  man
sich  nur  einigen  konnte,  indem  man  ihm  zu  Hilfe  kam;  dann  aber  auch
mit  der  Reichsregierung,  die,  selbst  vollständig  unfähig,  überall
Übergriffe  des  Militarismus  witterte  und  bolschewistischen  Lügen
mehr  Glauben  schenkte  als  den  Angaben  der  Militärverwaltung.  Die
Befolgung  politischer,  besonders  innerer  Rücksichten  wurde  höher
bewertet  als  praktische  Motwendigkeiten.  Oft  stellte  sich  auch  der
Kriegsminister  auf  die  Seite  der  Regierung.

In  Hinnland  hatte  sich  die  Gberste  Heeresleitung  für  ein  praktisches
  Eingreifen  entschieden.  Allein  konnten  sich  die  Finnen  nicht
behaupten,  man  durfte  sie  aber  der  Sowjetregierung  nicht  preisgeben,
  ohne  eine  weitere  Herbreitung  bolschewistischer  Jdeen  befürchten
  zu  müssen.  Da  nun  die  Hetersburger  Machthaber  keine  Anstalten
  machten,  dem  Frieden  entsprechend,  die  roten  Truppen  aus
Kinnland  zurückzuziehen,  andererseits  ihre  Unterstützung  durch  England
  auf  der  Murmanbahn  immer  näher  rückte,  wurde  aus  drei
Jägerbataillonen,  drei  Kavallerieschützenregimentern  und  einigen
Batterien  unter  dem  General  Grafen  von  der  Goltz  die  sogenannte
Ostseedivision  gebildet  und  Anfang  April  bei  Hangö  gelandet,  während
  das  in  Deutschland  gebildete  finnische  Jägerbataillon  den
Finnen  überlassen  und  die  Besetzung  der  Aaalandsinseln  aufgegeben
wurde.  Im  Derein  mit  der  Flotte  wurde  dann  am  15.  April  Helsingfors
  durch  schwache  Kräfte  besetzt,  die  Bauptgruppe  aber  wandte
sich  nach  Tavaste#us,  wo  die  Bolschewistenarmee  der  roten  Garde