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dem  finnischen  General  von  Mannerheim  gegenüberstand,  der  seinerseits
  Tammerfors  besetzt  hielt  und  sich  nach  beiden  Seiten  hin  ausdehnte.
  Der  Oberbefehlshaber  Ost  landete  außerdem  eine  schwache
Abteilung  unter  Oberst  von  Brandenstein  bei  Lovisa  und  Kotka
östlich  Helsingfors,  und  so  gelang  es,  indem  alle  drei  Abteilungen
vormarschierten,  die  rote  Garde  völlig  zu  umschließen  und  nach  beftigem
  Gefecht  zur  Waffenstreckung  zu  zwingen.  Zu  gleicher  Seit
wurde  Wiborg  von  den  Finnen  besetzt  und  bildete  mit  dem  von  den
Deutschen  besetzten  Narwa  zusammen  eine  starke  Front  gegen  Hetersburg.
  Auch  wurde  von  Finnland  aus  die  von  letzterer  Stadt  nackh
Norden  führende  Murmanbahn  ihrer  ganzen  Länge  nach  flankiert
und  damit  ein  ernstlicher  Dorstoß  der  Engländer  verhindert.
Ein  englisches  Korps,  das  an  der  Murmanküste  gelandet  worden
war,  wurde  dadurch  verhindert,  auf  Hetersburg  vorzurücken,  und
trotzdem  konnten  die  drei  Jägerbataillone,  die  zur  Ostseedivision  gehört
  hatten,  im  August  1018  nach  Deutschland  zurückbefördert  werden.
Die  zrternelmung  gegen  Finnland  hatte  sich  in  jeder  Weise  bezahlt
gemacht.

Weniger  günstig  lagen  trotz  der  Derstärkung  durch  das  deutsche
Asienkorps  die  Derhältnisse  in  der  Türkei,  hauptsächlich  wegen  der
phantastischen  Holitik  und  der  Unwahrhaftigkeit  Enver  Haschas.
Die  Türken  hatten  im  März  ihr  eigenes  Gebiet  von  den  Russen  gesäubert
  und  Ende  April  das  ihnen  im  Frieden  von  Brest-Litowsk  zugesprochene
  Gebiet  von  Kars,  Ardahan  und  Batum  besetzt.  Nun
wollten  sie  die  infolge  der  russischen  Revolution  entstandenen  Freistaaten
  von  Georgien  mit  der  Rauptstadt  Tiflis  und  Aserbeidschan
in  ihren  Besitz  bringen,  das  Gebiet  südlich  des  Kaukasus  erobern
und  aus  den  Rohstoffen,  die  der  Kaukasus  bot,  Vorteile  ziehen.  Die
Durchführung  dieser  Absichten  bereiteten  sie  schon  im  Frühjahr  1918
vor.  Sie  vergaßen  über  diesen  phantastischen  Hlänen  ganz,  daß  ihre
Kräfte  trotz  des  deutschen  Asienkorps,  dessen  Verstärkungen  allmählich
  aus  Mazedonien  eintrafen,  höchstens  dazu  reichten,  auf  einem
Kriegsschauplatz  Widerstand  zu  leisten,  und  daß  ihre  Bauptaufgabe
war,  die  Engländer  in  Halästina  zu  schlagen  und  dann  in  der  Richtung
  auf  Bagdad  vorzudringen,  mittlerweile  aber  den  Engländern
energisch  Widerstand  zu  leisten.  Diese  waren  bis  in  die  Höhe  von
Erbil  am  Tigris  aufwärts  vorgerückt  und  waren  hier  nur  nock
85  km  von  Mosul  entfernt.  Am  Euphrat  waren  sie  bis  Anah  gekommen.
  In  dieser  Cinie  machte  die  Sommerbitze  den  Operationen
ein  Ende.

In  Halästina,  wo  das  deutsche  Asienkorps  eingesetzt  war,  lagen
die  Dinge  auch  wenig  erfreulich.  Über  den  Derlauf  des  Feldzuges
bis  Ende  März  1018  sind  wir  nur  mangelhaft  unterrichtet.  Die
Front  erstreckte  sich  in  einer  Breite  von  75  km  von  der  Meeresküste
nördlich  Jaffa  über  den  Medschel  Jaba  und  die  Höhe  Tel  Azur  bis
an  den  Jordan.  Am  21.  Februar  1018  war  auch  Jericho  von  den