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gemacht,  55  km  Tiefe  gewonnen  und  drei  Slüsse  siegreich  überschritten.
  Im  Osten  hatte  die  1.  Armee  wie  befohlen  verlängert,
war  aber  im  Reimser  Bergwalde  bald  auf  unüberwindlichen  Widerstand
  gestoßen;  im  Westen  kam  man  über  den  Wald  von  Dillers-Cotterets
  nicht  hinaus.  Auch  hier  war  eine  Verlängerung  der  Angriffsfront
  schon  am  1.  Juni  in  der  befohlenen  Weise  vorgenommen
worden.  Die  hierzu  nötige  Derschiebung  der  Angriffsartillerie  war
ohne  Swischenfall  vor  sich  gegangen,  Im  Kampf  hatten  die  Deutschen
  das  Stellungssvstem  des  Gegners  überwunden  und  waren  bis
Autreches  vorgestoßen.  Es  gelang  jedoch  nicht,  hier  die  Aisne  zu
überschreiten.  ·

Die  Gegenangriffe,  die  General  Foch  sowohl  in  der  Gegend
südwestlich  Reims  wie  gegen  Soissons  und  später  Chateau-Thierrv
ausführen  ließ,  blieben  andererseits  völlig  erfolglos.  Es  scheint,
daß  der  französische  General  auf  einen  Angriff  am  Damenweg
überhaupt  nicht  gerechnet,  sondern  an  einen  solchen  in  KFlandern
geglaubt  hatte.  Unter  diesem  Gesichtspunkt  scheint  er  seine  Hauptreserven
  mehr  nach  Norden  gezogen  und  jetzt  starke  Kräfte  nicht
zur  Stelle  gehabt  zu  haben.  Auch  die  Amerikaner  konnten  ihm
wenig  helfen.  Schon  Anfang  Juni,  bald  nach  Überrumpelung  des
Damenweges,  mußte  die  2.  amerikanische  Division  eingesetzt  werden,
um  eine  Tücke  der  französischen  Linie  nördlich  der  Marne  zu  schließen
und  die  Straße  Metz—Haris  zu  decken.  Sie  soll  vom  10.  bis  zum
25.  Juni  hartnäckig  gefochten  und  den  Deutschen  einige  wichtige
Stützpunkte  entrissen  haben.  Ceider  habe  ich  nicht  genau  feststellen
können,  wo  diese  Kämpfe  stattgefunden  haben;  sie  werden  wohl
nicht  sehr  epochemachend  gewesen  sein.  Eine  andere  amerikanische
Division  focht  bei  Chateau-Thierrv,  um  den  dortigen  Marneübergang
  zu  verteidigen.  Die  Amerikaner  waren  überall  in  dichten
Massen  aufgetreten,  so  daß  sie  von  den  dünnen  Cinien  der  Deutschen
leicht  zurückgeworfen  worden  waren.

Anfang  Juni  stellten  diese  die  Angriffsbewegung  ein,  bis  auf
die  Gegend  zwischen  der  Aisne  und  dem  Walde  von  Oillers-Cotterets.
  Hier  wollten  sie  ihre  Stellung  noch  verbessern  und  den  Angriff
  der  18.  Armee  unterstützen.  Dieser  sollte  zunächst  am  7.  Juni
beginnen.  Da  sich  jedoch  übersehen  ließ,  daß  die  Artillerieaufstellung
bis  zu  diesem  Tage  nicht  beendet  sein  könne,  wurde  er  auf  den
0.  verschoben.  Das  verlängerte  natürlich  die  Seit,  die  dem  Gegner
gelassen  werden  mußte,  um  sich  auf  den  vorauszusehenden  Kampf
vorzubereiten.  Es  ließ  sich  aber  nicht  vermeiden.  Die  Armee  sollte
in  der  Richtung  auf  Compiègne  vorstoßen  und  diesen  Grt  wenn
möglich  erreichen.  Das  war  jedoch  nicht  möglich,  wenn  es  auch  gelang,
  die  feindlichen  Cinien  zu  durchstoßen.  Der  Angriff  führte  am
rechten  Klügel  gegen  Antheuil  und  Merv,  am  linken  gegen  starke
HBöbeenstellungen  hart  westlich  der  Oise,  und  wurde  bald  durch  erbitterte
  Gegenstöße  aufgehalten,  die  hauptfächlich  gegen  den  rechten