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land  und  Frankreich  könnten  die  Zahl  ihrer  Divisionen  nicht  vermehren,
  es  liege  die  Gefahr  vor,  daß  der  Krieg  verlorengehe,
  wenn  Amerika  nicht  möglichst  bald  ein  WMaximum
von  Infanterie  und  Maschinengewehren  sende.  Die  Reserven  der
Alliierten  würden  früher  erschöpft  sein  als  die  Deutschlands.  Es
sei  unmöglich,  sagte  Foch,  einen  Sieg  zu  erreichen,  falls
Amerika  nicht  eine  Armee  sende,  die  den  Alliierten  die  numerische
Überlegenheit  sichere:  300  000  Mann  monatlich,  damit  so  bald  wie
möglich  100  amerikanische  Divisionen  auf  französischem  Boden  seien.“
Tlémenceau,  Cloyd  George  und  Grlando,  der  damalige  italienische
Minister,  hatten  dieses  Telegramm  unterschrieben,  Hershing,  Foch
und  Lord  Milner  hatten  es  unterstützt.  Es  zeigt  genugsam,  in  welche
Notlage  der  deutsche  Angriff  die  Feinde  gebracht  hatte.  Der  deutsche
Kaiser  rechnete  bestimmt  darauf,  daß  noch  im  Sommer  1018  der
Kriede  erreicht  würde,  trotzdem  die  deutschen  Truppen  naturgemäß
nicht  mehr  die  alten  waren.  Sie  hatten  sich  überall  gut  geschlagen.
Ihr  Geist  schien  im  allgemeinen  ein  vortrefflicher  zu  sein.  Doch
hatten  sich  wiederum  verschiedene  Truppenteile  verleiten  lassen,
plündernd  über  die  eroberten  Cebensmittelmagazine  herzufallen,
anstatt  ihren  Offizieren  zu  folgen.  Auch  machten  die  rückwärtigen
Derbindungen  große  Schwierigkeiten,  da  nicht  genügend  vollbahnen
vorhanden  waren,  und  deren  Anschluß  an  das  bestehende  Bahnsystem
zudem  erst  bewirkt  werden  mußte.  Infolgedessen  wurden  die  Kraftwagen
  und  sonstigen  Wagenkolonnen  sehr  in  Anspruch  genommen,
und  der  Betriebsstoff  mehr  verbraucht,  als  es  bei  der  Spärlichkeit
der  deutschen  Mittel  angezeigt  erschien.

Trotz  der  großen  taktischen  Erfolge  war  aber  der  Gegner  in
seinem  Vernichtungswillen  nicht  gebrochen.  Alle  Niederlagen,  deren
Größe  er  sich  nicht  verschließen  konnte,  hatten  ihn  nur  bestärkt  in
der  leidenschaftlichen  Absicht,  trotz  allem  zu  siegen.  Clémenceau  und
Cloyd  George  verstanden  es,  den  Geist  ihrer  Dölker  aufrecht  zu
erhalten.  Sie  rechneten  mit  der  allmählichen  Erschöpfung  Deutschlands,
  die  über  kurz  oder  lang  eintreten  mußte,  während  sie  selbst
über  die  Schätze  der  Welt  und  in  ihren  Kolonien  über  ein  unerschöpf-=liches
  Menschenmaterial  verfügten;  sie  rechneten  mit  den  zweifellosen
  Erfolgen  ihrer  Hropaganda,  die  ihnen  bekannt  waren;  sie
rechneten  vor  allem  mit  dem  Miedergang  des  deutschen  Geistes.
Das  deutsche  Volk,  durch  den  Hunger  und  den  Mangel  an  ZRokstoffen
  zermürbt,  verlor,  wie  ihnen  durch  ihre  Agenten  in  Feindesland,
  ja  durch  viele  deutsche  Verräter  selbst  bekannt  war,  immer
mehr  den  Willen  zum  Kriege.  Es  sehnte  sich  nach  einem  Derständigungsfrieden,
  den  es  für  möglich  hielt,  und  rief  das  mit  lauter
Stimme  in  alle  Welt  hinaus.  Da  außerdem  die  Vereinigten  Staaten
offen  für  die  Entente  eingetreten  waren,  sich  am  Kriege  beteiligten
und  ein  gewaltiges  Heer  nach  Frankreich  geschickt  hatten,  glaubten
sie  den  Sieg  sicheer  in  der  Hand  zu  haben  und  boten  allen  Niederlagen