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bewußtsein,  das  durch  jahrelange  siegreiche  Kämpfe  großgezogen
war,  bildeten  ein  starkes  Gegengewicht  gegen  die  verderblichen  Einflüsse
  der  Unabhängigen.  So  war  die  Armee  als  Ganzes  immer
noch  weit  besser  als  die  Heere  der  Engländer  und  Franzosen.  Bei
diesen  war  die  taktische  Leistungsfähigkeit  durch  die  ungeheuren  Derluste,
  die  sie  erlitten  hatten,  sehr  wesentlich  zurückgegangen,  und
die  Amerikaner  waren  vollkommen  kriegsunerfahren  und  daher
wenig  brauchbar.  Nur  ungeheure  Übermacht  konnte  ihnen  zum
Siege  verhelfen.

Die  Oberste  Reeresleitung  tat  alles,  was  in  ihren  Kräften  stand,
um  den  Geist  des  Dolkes  und  des  Beeres  hochzuhalten;  die  Regierung
tat  nichts  in  dem  gleichen  Sinne,  ja  sie  untergrub,  wo  sie  nur  konnte,
den  Geist  des  Widerstandes.  Sie  glaubte  selbst  nicht  mehr  an  die
Möglichkeit  des  Sieges  und  tat  daher  nichts,  um  ihn  möglich  zu
machen,  sondern  bekämpfte  sogar  die  GOberste  Beeresleitung,  die  ihn
für  möglich  hielt.  Sie  kam  hin  und  her  schwankend  zu  keinem  einheitlichen
  und  folgerichtigen  Handeln.  WMittlerweile  aber  hatten  die
Umsturzparteien  mit  fester  Hand  das  Steuer  ergriffen.  Sie  gaben
dem  deutschen  Dolke  das,  was  es  brauchte:  Führung.  Der  bessere
Teil  stand  freilich  abseits,  weil  er  die  Ansichten,  die  hier  gepredigt
wurden,  durchaus  nicht  teilen  konnte;  aber  er  blieb  völlig  willensund
  teilnahmslos,  weil  die  Regierung  als  Führerin  versagte;  weil
der  Glaube  an  den  Sieg  verschwunden  war,  und  weil  tiefe  Enttäuschung
  alle  Seelen  ergriffen  hatte,  nachdem  der  U-Boot-Krieg  nicht
das  geleistet,  was  man  erhkofft  hatte,  und  drei  große  siegreiche
Schlachten  eine  Entscheidung  nicht  hatten  bringen  können.  Der
andere  Teil  aber  folgte  blindlings  seinen  gewissenlosen  Führern  und
glaubte  mit  dem  Verrat  am  Vaterlande  ein  besseres  Los  zu  erringen,
als  es  die  Gegenwart  bot.

Unter  solchen  Umständen  scheint  eine  Gesundung  der  Lage  damals
  nur  noch  unter  einer  Bedingung  möglich  gewesen  zu  sein:
wenn  eine  machtvolle  Hersönlichkeit  sich  an  die  Spitze  des  gesunden
Teiles  unseres  Dolkes  stellte,  alle  Umsturzideen  mit  eiserner  Hand
zermalmte,  um  erst  nach  erfochtenem  Siege  die  bessernde  Band  an
die  Derhältnisse  zu  legen,  und  alle  Kräfte  der  Nation  für  den  Sieg
zusammenfaßte.  Siegen  oder  mit  dem  Degen  in  der  Hand  ehrenvoll
untergehen,  mußte  die  Harole  auch  der  Heimat  sein.  Nur  eine  solche
konnte  allem  Anschein  nach  auch  jetzt  noch  den  Krieg  zu  erfolgreichem
Ende  führen  und  das  deutsche  Dolk  vor  der  völligen  NWiederlage
bewahren;  sonst  mußte  es  zum  Belotentum  herabsinken.  Eine  solche
Hersönlichkeit  hätte,  wie  die  Verhältnisse  lagen,  nur  der  Uaiser  oder
der  Feldherr  sein  können.  Der  Kaiser,  indem  er  alle  Gegensätze  im
Dolke  niederzwang  und  die  Nation  einheitlich  führte;  der  Feldherr,
wenn  er  sich  zugleich  der  Regierung  bemächtigt  und  seinen  Siegeswillen
  überall  durchgesetzt  hätte.  Der  passive  Widerstand  auch  des