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feindlichen  Artillerie  und  kamen  nicht  mehr  vorwärts.  Ihre  ganze
Artilleriemunition  war  in  das  Ceere  verschossen  worden;  sie  hatten
keine  Möglichkeit  mehr,  den  Feind  niederzukämpfen.  Schon  am
16.  Juli  mittags  erfolgte  daher  der  Befehl  der  GObersten  Reeresleitung,
  den  Angriff  einzustellen  und  sich  mit  dem  Zesitz  der  ersten
feindlichen  Stellung  zu  begnügen,  die  von  der  Infanterie  genommen
worden  war.  Sugleich  begann  der  Abtransport  der  für  Flandern
bestimmten  Artillerie  und  Minenwerfer;  denn  an  dem  Angriff  in
Klandern,  der  nun  unmittelbar  folgen  sollte,  wurde  immer  noch
festgehalten.

Inzwischen  war  die  7.  Armee  östlich  Jaulgonne  über  die
Marne  gegangen.  Es  war  eine  glänzende  Waffentat,  da  der  Gegner
vorbereitet  gewesen  war.  Man  gewann  Raum  gegen  Condé-en-Brie
und  Spernav.  Bis  zu  8  km  drang  der  Angriff  auch  in  südlicher
Richtung  vor,  dann  stieß  er  aber  auf  so  starke  Reserven,  daß  er  nicht
mehr  vorwärts  kam.  Amerikanische  Truppen  erlitten  dabei  schwere
Verluste.  Sie  wurden  beispielsweise  bei  Montreuil-aux-Lions  eingesetzt,
  ohne  den  Widerstand  der  Deutschen  brechen  zu  können.  Sie
hatten  jetzt  nach  Pershings  Angabe  eine  Heeresmacht  von  1200000
Mann  in  Frankreich  und  konnten  dennoch  der  Deutschen  nicht  Beer
werden.  Auch  im  Reimser  Bergwalde  ging  der  Angriff  unter
heftigen  Kämpfen  vorwärts.  Bier  waren  es  besonders  JZtaliener,
die  schwere  Einbuße  erlitten.  Auch  am  16.  kam  es  südlich  der  Marne
in  der  Richtung  auf  Epernay  noch  zu  einigen  Fortschritten:  18  000
Gefangene  waren  von  den  Angreifern  bis  zum  17.  Juli  gemacht
worden.  Tun  aber  mußte  der  Befehl  zum  Rückzuge  über  die  Marne
gegeben  werden,  weil  die  Truppen  nicht  mehr  vorwärts  kamen,
und  ihr  Rückzug  gefährdet  war.  Die  wenigen  Marnebrücken,  die
vorhanden  waren,  lagen  unter  schwerem  Artillerie--  und  Fliegerfeuer
des  Feindes.  Da  der  Rückzug  erst  vorbereitet  werden  mußte,  sollte
er  erst  in  der  Racht  vom  20.  zum  21.  stattfinden.  Nur  im  Reimser
Bergwalde  sollte  noch  weiter  angegriffen  werden,  denn  hier  war  der
Angriff  bisher  immer  noch  vorwärts  gegangen,  und  alle  Angriffe,
die  General  Foch  am  17.  und  später  auch  am  18.  in  der  TChampagne,
im  Reimser  Bergwalde  zrischen  Ardre  und  Marne  sowie  südlich  des
letzteren  Flusses  angesetzt  hatte,  blieben  völlig  ergebnislos.  Dielleicht
gelang  es  doch  noch,  Reims  zu  nehmen,  obgleich  die  Vorarbeiten
auch  für  diesen  rein  örtlichen  Angriff  einige  Seit  in  Anspruch  nehmen
mußten.  Im  übrigen  schien  die  Lage  durchaus  gesichert,  und  Ludendorff
  begab  sich  in  der  Racht  vom  17.  zum  18.  Juli  in  das  Bauptquartier
  des  Kronprinzen  Rupprecht,  um  den  Angriff  in  Flandern
noch  einmal  unter  dem  Gesichtspunkt  der  neuesten  Erfahrungen  zu
besprechen.  .

Als  er  am  Morgen  des  18.  Juli  hierüber  mit  den  Generalen  der
Beeresgruppe  Rücksprache  nahm,  erhielt  er  die  Nachricht,  daß  der
Feind  die  rechte  Klanke  der  Armee  aus  dem  Walde  von  Dillers-