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TCotterets  Überraschend  angegriffen  habe  und  südwestlich  von  Soissons
in  die  deutsche  Stellung  eingebrochen  sei.  Sugleich  meldete  die
Beeresgruppe  Kronprinz,  daß  sie  die  20.  Division  mit  Kraftwagen
an  die  bedrohte  Stelle  und  auch  sonst  noch  einige  Divisionen,  die
zum  Angriff  die  Ardre  aufwärts  bestimmt  gewesen  seien,  dorthin
geschickt  habe.  Ludendorff  gab  sofort  Zefehl,  daß  die  5.  Division,  die
in  der  Mähe  von  St.  Quentin  lag,  mit  der  Eisenbahn  in  die  Gegend
von  Soissons  gefahren  würde,  hielt  seine  Besprechung  zu  Ende  und
eilte  dann  ins  Zauptquartier  Avesnes  zurück,  um  dort  die  weiteren
etwa  nötig  werdenden  Anordnungen  zu  treffen.

Die  Gegenoffensive  des  Generals  Foch  und
der  Umschwung  der  Lage.

General  Foch  hatte  fast  alle  seine  Reserven,  nach  deutscher
Schätzung  etwa  30  bis  40  Diovisionen,  bei  Amiens  und  Dillers-Totterets
  vereinigt.  Ihre  Stärke  konnte  von  den  Deutschen  nicht
genau  berechnet  werden,  doch  steht  fest,  daß  Foch  für  den  geplanten
Gegenangriff  auch  über  neun  amerikanische  Divisionen  verfügte,  was
damals  deutscherseits  nicht  übersehen  werden  konnte.  Es  waren
rund  225000  Mann.  Die  I.,  2.,  4.  und  26.  Diovision  standen  schon
am  Angriffsmorgen  zur  VDerfügung;  später  gelangten  noch  die  3.,  28.,
32.,  42.  und  74.  Division  zur  Derwendung.

Der  französische  Generalissimus  hatte  außerdem  die  schon  lange
zum  Gegenstoß  ausersehene  Linie  durch  planmäßige  fast  tägliche
Angriffe  zu  erschüttern  gesucht.  Das  Gelände  zwischen  Soissons  und
und  Chateau-Thierryv  war  zwischen  dem  6.  Juni  und  dem  15.  Juli
rund  40  mal  an  verschiedenen  Stellen  angegriffen  worden.  Die
7.  Armec  hatte  auch  ernste  Zedenken  erhoben,  ob  sie  imstande  sein
werde,  ihre  Front  im  Falle  eines  feindlichen  Großangriffes  zu  halten.
Die  Oberste  Beeresleitung  hatte  geglaubt,  mit  gutem  Grunde  und
mit  Rücksicht  auf  ihren  höheren  Sweck,  über  solche  Bedenken  hinwegsehen
  zu  können.  Jetzt  aber  brach  General  Foch  ganz  überraschend
am  18.  Juli  mit  starken  Kräften  gegen  den  rechten  Flügel  der  7.  und
den  linken  der  9.  Armee  aus  dem  Walde  von  Dillers-Cotterets  vor.
Er  hatte  auf  eine  lange  Artilleriebeschießung  verzichtet,  hatte  sich  mit
einer  kurzen  und  kräftigen  Feuervorbereitung  begnügt,  seinem  Angriff
  unter  künstlicher  Dernebelung  zahlreiche  Tanks  vorausgehen
lassen  und  war,  durch  das  hohe  Getreide  gedeckt,  in  die  deutsche
Linie  eingebrochen,  da  eine  sonst  für  gut  gehaltene  Division  versagt
hatte.  Auch  Tanks,  die  Mannschaften  und  Maschinengewehre  hinter
den  durchfahrenen  deutschen  Cinien  absetzten,  begleiteten  den  Angriff,
der  das  einmal  gerissene  Coch  in  der  Richtung  auf  Rartennes  dauernd
erweiterte,  ohne  allerdings  entscheidende  Erfolge  erzielen  zu  können.
In  der  entscheidenden  Richtung  zwischen  Aisne  und  Ourcq  nahmen