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Landeskinder  zu  schonen.  Hindenburg  hoffte  zuversichtlich,  daß  die
nächsten  Angriffe  siegreich  abgewiesen  werden  würden.  Er  glaubte
noch  immer  an  die  deutsche  Kraft  und  an  seine  Soldaten.  Wer
möchte  ihn  dieses  Glaubens  wegen  tadeln?  Hatten  doch  die  Truppen
sich  bis  dahin  immer  gut  geschlagen!

Es  ist  ihm  wiederholt  zum  Vorwurf  gemacht  worden,  daß  er
es  ũberhaupt  auf  einen  nachteiligen  Kampf  habe  ankommen  lassen;
daß  er  den  Feind  unterschätzt,  von  den  eigenen  Truppen  aber  zu
viel  erwartet  habe.  Er  habe  sich  infolgedessen  am  18.  Juli  überraschen
  lassen.  Üüber  diesen  Dorwurf  komme  keine  unparteiische  Darstellung
  hinweg.  Ickh  halte  ihn  trotzdem  für  gänzlich  unbegründet.

Bindenburg  wollte  in  Klandern  angreifen,  stesen  und  den  Krieg
mit  einem  großen  Waffenerfolge  beenden.  Dieser  orsatz  war  eines
hohen  Einsatzes  wert.  Um  ihn  durchzuführen,  mußte  er  die  anderen
Kronten  schwächen,  und  nur  so  viel  Truppen  an  ihnen  belassen,  als
er  gerade  für  ausreichend  hielt,  um  dem  Feinde  jeden  Erfolg  zu  versagen.
  Diesem  Grundsatze  entsprechend  hat  er  gehandelt.  Er  wußte,
daß  starke  französische  Reserven  hinter  dem  Walde  von  Oillers-Cotterets
  standen,  und  beließ  ihnen  gegenüber  so  starke  Kräfte,  daß
sie  menschlichem  Ermessen  nach  ausreichten,  um  dem  Feinde  in  der
Verteidigung  gewachsen  zu  sein.  Natürlich  hätten  diese  Kräfte
stärker  sein  können,  wenn  es  sich  nur  um  die  Verteidigung  gehandelt
hãtte.  Da  es  aber  darauf  ankam,  Truppen  zu  sparen,  um  im  Angriff
möglichst  stark  zu  sein,  ist  er  eher  zu  loben  als  zu  tadeln,  daß  er  die
Kräfte  so  schwach  als  möglich  machte.  Der  größere  Sweck  rechtfertigte
  das  größere  Wagnis.  Daß  eine  für  gut  gehaltene  Division
versagen  würde,  konnte  er  zudem  nicht  wissen.  HKätte  sie  gehalten,
dann  wäre  die  Offensive  Fochs  gescheitert,  und  der  Sieg  Deutschlands
  wäre  die  wahrscheinliche  Folge  gewesen.  Wissen  wir  doch
aus  glaubwürdiger  Quelle,  daß  Kranzosen  und  Engländer  am  Ende
ihrer  Kräfte  waren  und  die  Amerikaner  händeringend  um  Hilfe
anflehten.  Würde  Hindenburg  gesiegt  haben,  so  würde  man  ihn  der
Wagnisse  wegen  loben,  derentwegen  er  jetzt  getadelt  wird.  Er  hat
den  Gedanken  an  die  Offensive,  an  den  entscheidenden  Schlachtensieg
  so  lange  als  möglich  aufrecht  gehalten  und  dementsprechend
gehandelt.  Das  muß  man  ihm  hoch  anrechnen.  Friedrich  der  Große
hat  in  ähnlicher  Lage  ähnlich  gehandelt,  hat  oft  Rückschläge  erlebt,
und  hat  doch  endlich  gesiegt.

Kämpfe  auf  den  übrigen  Kriegsschauplätzen
und  der  Seekrieg.
wWährend  im  Westen  mit  dem  Beginn  der  Fochschen  Gegenoffensive

  sich  ein  Umschwung  vollzog,  der  in  dem  Übergang  der  Deutschen
vom  fortgesetzten  Angriff  zur  Derteidigung  gipfelte  und  die  ganze