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Westfront  mit  Kämpfen  erschütterte,  hatten  auck  im  Osten  und
auf  den  übrigen  Kriegsschauplätzen  die  Derhältnisse  sich  weiter
entwickelt.

In  Ztalien  hatte,  wie  bereits  erzählt,  am  15.  Juni  ein  vergeblicher
  Angriff  der  GEsterreicher  stattgefunden,  sie  konnten  aber,  trotzdem
  die  Feinde  erfolglos  nachstießen,  nur  zwei  Diovisionen  statt  sieben,
wie  man  deutscherseits  gehofft  hatte,  an  Deutschland  abgeben,  die
etwa  Witte  Juli  eintrafen  und  in  Frankreich  verwendet  wurden,  ohne
bei  ihrer  geringen  Munitionsansrüstung  viel  nützen  zu  können.  Der
pazifistisch  gesinnte  Kaiser  von  Esterreich  gab  sie  ungern  und  nur
deshalb  ab,  weil  er,  wie  schon  erzählt,  dringend  benötigte  Lebensmittel
  als  Ersatz  erhielt.  Ohne  diese  wäre  Wien  verhungert.

Auch  in  Albanien  und  der  Grient-Armee  gegenüber  war  dauernd
gefochten  worden,  wenn  es  auch  zu  keinen  entscheidenden  Ereignissen
gekommen  war.  Erst  um  die  Jahreswende  1917  auf  1018  hatten  die
Kämpfe  an  der  mazedonischen  Front  allmählich  aufgehört.  Am
10.  Juni  1018  aber  begannen  die  Jtaliener  und  Franzosen  zusammen
einen  neuen  und  groß  angelegten  Angriff  gegen  die  Esterreicher  in
Albanien,  um  österreichische  Kräfte  vom  italienischen  und  französischen
Kriegsschauplatz  abzuziehen.  Das  gelang  ihnen  auch.  Indem  sie
die  allgemeine  Richtung  auf  Elbassan  einschlugen,  eroberten  sie  Fieri
und  Berat  und  drangen  in  den  Bergen  des  oberen  Devoli  und
Skumbi  westlich  des  Ochridasees  vor.  Die  Esterreicher  sahen  sich
dadurch  veranlaßt,  starke  Kräfte  nach  Albanien  zu  schicken,  um  die
Westflanke  der  Orient-Armee  zu  decken.  Unter  Öflanzer-Baltin
schritten  sie  zum  Gegenangriff  und  nahmen  einen  Teil  des  verlorenen
  Geländes  wieder.  Die  Klanke  der  bulgarischen  Armee  wurde
geschützt,  aber  ihr  Geist  war  nicht  wieder  aufzurichten.  Sie  war  des
langen  Krieges  müde  und  von  Bestechungsgeldern  der  Entente,  die
durch  die  Hand  der  amerikanischen  Gesandtschaft  in  Sofia  gingen,
durch  und  durch  verdorben.  Die  Hartei,  die  von  jeher  gegen  ein
Susammengehen  mit  den  Mittelmächten  gewesen  war,  gewann  jetzt
die  Oberhand,  da  deren  Aussichten  auf  Sieg  sich  entscheidend  zu
verschlechtern  schienen.  Die  ganze  Unzuverlässigkeit  des  Slawentums
trat  jetzt  hervor,  nachdem  die  Begeisterung  der  letzten  Jahre  längst
verflogen  war.  Immerhin  wirkten  diese  verderblichen  Kräfte  im
verborgenen,  und  das  deutsche  Oberkommando  merkte  nicht,  in
welchem  Grade  sich  der  Geist  verschlechtert  hatte.

In  der  südlichen  Türkei  verhinderte  die  Hitze  im  Sommer  1018
nach  wie  vor  jede  Operation;  dagegen  zwang  das  Derhalten  der
Türken  dazu,  zur  selben  Zeit  eine  verstärkte  deutsche  Division  auf  dem
Seewege  nach  Georgien  zu  schicken,  um  die  Beschaffung  der  für  die
deutsche  Kriegführung  notwendigen  Rohstoffe  sicherzustellen,  die  man
nicht  einfach  den  Türken  überlassen  konnte.  Die  Deutschen  hatten
dort  nicht  nur  gegen  bolschewistische  Zanden  zu  kämpfen,  sondern
auch  gegen  antibolschewistische  Aufgebote,  die  Georgien  von  Nord-