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waren,  die  den  Dienst  des  VDaterlandes  verweigerten,  während  die
Besatzungen  der  U-Bocte,  der  Torpedoboote  und  der  Kleinen  Kreuzer
ihren  Ehrenschild  rein  erhielten.

Der  8.  August  und  seine  Folgen.

So  war  denn  alles  geschehen,  um  dem  Kriege  eine  veränderte
Wendung  zu  geben  und  ihn  womöglich  doch  noch  zu  einem  befriedigenden
  Ende  zu  führen.  Sur  See  wurden  die  umfangreichsten
Dorarbeiten  für  den  Ausbau  der  U-Boot-Offensive  in  die  Mege
geleitet,  und  auf  dem  französischen  Festlande  geschah  alles,  um  die
Derteidigung  zu  festigen.  Alles  hing  hier  von  dem  Ausbau  der
Stellungen  und  der  Widerstandsfähigkeit  der  Truppen  ab.  Sie  hatten
bisber  mit  wenigen  Ausnahmen  überall  heldenmütig  ausgehalten
und  sich  auch  vielfacher  Übermacht  nicht  nur  gewachsen,  sondern
auch  überlegen  gezeigt.  Wunder  der  Tapferkeit  hatten  sie  verrichtet
  und  verdienten  anscheinend  das  größte  Dertrauen.  Mittlerweile
  aber  war  starker  Ersatz  aus  der  Heimat  in  die  Truppen  gelangt
und  hatte,  wo  ihm  nicht  ernstlich  Widerstand  geleistet  wurde,  wo  die
Soldaten  selbst  aus  einer  sozialistisch  verseuchten  Gegend  stammten,
den  Geist  der  Hingebung  und  der  Treue  um  so  mehr  untergraben
können,  als,  wie  schon  gesagt,  die  Blüte  des  Offizier-  und  Unteroffizierkorps
  gefallen  war.  So  hatten  manche  Truppen  die  alte
Suverlässigkeit  verloren.  Auch  der  Stellungsbau  wurde  nicht  überall
in  genügender  Weise  betrieben.  Man  dachte  trotz  allem  mehr  an  die
Fortsetzung  der  Offensive  als  an  den  Übergang  zur  Verteidigung.  So
kam  es,  daß  der  nächste  feindliche  Angriff  ein  Bild  entrollte,  auf  das
die  deutsche  Führung,  die  fest  an  die  Suverlässigkeit  der  Truppe
glaubte,  in  keiner  Weise  vorbereitet  war,  ein  Bild,  wie  es  biskher
noch  nirgends  in  die  Erscheinung  getreten  war.

Am  Z.  und  4.  August  wurden  die  Brückenköpfe  westlich  der
Ancre,  der  Avre  und  des  Don  auf  Befehl  geräumt,  um  die  Stellung
zu  verkürzen  und  zu  verbessern.  Am  8.  August  griffen  dann  die  Engländer,
  durch  Franzosen  verstärkt,  mit  der  4.  Armee,  Rawlinson,
unter  starker  Dernebelung  auf  der  Linie  Albert—Morenil  überraschend
  nach  kurzer  schlagartiger  Artilleriewirkung  an.  Starke
Tankgeschwader  gingen  der  Infanterielinie  voraus.  Lördlich  der
SPomme  wurde  der  Angriff  abgewiesen,  aber  zwischen  der  Somme
und  dem  Crcebackh  drang  er  tief  in  die  deutschen  Cinien  ein.  Die
Truppe,  die  diese  Strecke  verteidigen  sollte,  ließ  sich  völlig  überraschen,
  und  zwar  so,  daß  Divisionsstäbe  in  ihren  Quartieren  überfallen
  wurden.  Die  noch  bei  Moreuil  tapfer  sich  wehrenden  Truppen
wurden  aufgerollt.  Swei  Diovisionen,  die  wenige  Tage  vorher  wegen
Übermüdung  abgelöst  worden  und  in  Reserve  gegangen  waren,
wurden  jetzt  sofort  gegen  die  rasch  sich  erweiternde  Einbruchsstelle
in  Marsch  gesetzt  und  schlugen  sich  vortrefflich;  alle  irgend  verfügv.

  Bernhardi,  Deutschlands  Heldenkampf.  31