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sondern  5—4  km  weiter  rückwärts  zu  schlagen.  Swischen  Somme  und
Oise  dauerten  die  Kämpfe  fortgesetzt  an,  und  die  Deutschen  mußten,
soviel  ich  habe  feststellen  können,  bis  zum  18.  August  allmählich  in
die  Linie  Albert—westlich  Bray  nördlich  der  Somme,  Lihons—westlich
  Rove  —westlich  Zeurraignes  und  Lassignp—nördlich  Ribécourt
zurückgehen.  Hinter  den  deutschen  Linien  aber  befanden  sich  mehrere
mehr  oder  weniger  ausgebaute  Stellungen,  in  die  man,  wenn  nötig,
zurückgehen  konnte:  die  Wotanstellung,  westlich  Lille—Douai,  die
sich  als  Kanalstellung  über  die  Gegend  dicht  östlich  Zapaume  und
Combles—Heronne—bis  dicht  nördlich  Novon  fortsetzte;  die  Siegfriedstellung,
  östlich  Arras—  westlich  Tambrai—St.  Quentin—La  KFere
—nordwestlich  Reims;  die  Rermannstellung,  von  Tournai  bis  Dalenciennes,
  dann  südlich  Le  Cateau—  westlich  Guise  mit  ihrer  südöstlichen
  Fortsetzung,  die  als  Kunding-Brunhildstellung  über  Sisonne
—Rethel—Douziers—Grandpré  an  die  Maas  näördlich  Derdun
führte;  die  Cys-  und  die  Gent-Rermannstellung  in  Belgien,  die  sich
nördlich  Tournai  teilte  und  dann  in  zwei  Armen  längs  der  Schelde
bzw.  der  Cys  zur  niederländischen  Grenze  führte;  endlich  die  Antwerpen-Maasstellung,
  die  sich  westlich  Antwerpen—  westlich  Brüssel—
Tharleroi—die  Maas  aufwärts  bis  nördlich  Derdun  hinzog.  Südlich
Derdun  war  die  Michelstellung  vorgesehen,  die  den  Bogen,  der  beim
Camp  des  Romains  in  die  französische  Linie  Bineinragte,  abschneiden
sollte  1).  In  diese  Cinien  sollte,  selbstverständlich  nur  wenn  nötig,
allmählich  kämpfend  zurückgegangen  werden,  denn  man  sah  deutscherseits
  bei  der  traurigen  Ersatzlage,  der  vielfachen  Übermacht  des
Feindes  und  dem  an  manchen  Stellen  zurückgegangenen  Kampfwert
der  deutschen  Truppen  sehr  wohl  ein,  daß  es  nicht  möglich  sein
würde,  sich  in  den  vorderen  Linien  dauernd  zu  behaupten.

Diesen  deutschen  Dorkehrungen  gegenüber  scheint  es  die  Absicht
der  Derbündeten  gewesen  zu  sein,  den  ihnen  gegenüberstehenden
Feind  zwischen  Aisne  und  Scarpe  umfassend  anzugreifen  und  so  zu
zermalmen.  Im  Norden  sollte  die  englische  Armee  Horne  beiderseits
  der  Scarpe  entscheidend  auf  Douai  und  Cambrai  vorgehen,  im
Süden  die  französische  Armee  Mangin  zwischen  Aisne  und  Oise  auf
Caon  und  La  Kere  vorstoßen;  in  der  Mitte  sollten  die  englische  Armee
Byng  nördlich  Albert  auf  Bapaume,  die  Armee  Rawlinson  südlich
davon  auf  Heronne  vorgeben,  während  die  französische  Armee  Debenev
  ihren  Angriff  nördlich  der  Avre  auf  die  Linie  Nesle—HRam,  die
Armee  Humbert  südlich  dieses  Flusses  gegen  Noyon  richten  sollten.
Besondere  Unternehmungen  sollten  in  Flandern  gegen  die  Cinie
Kemmel—La  Zassée,  und  in  LCothringen  gegen  den  Bogen  bei
St.  Mihiel  stattfinden,  während  auf  allen  übrigen  Fronten  starkes
Artilleriefeuer  einsetzen  und  die  Deutschen  am  Derschieben  ihrer  Derbände
  hindern  sollte.

1)  Siehe  Übersichtskarte  I  am  Schluß  des  Werkes.