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bei  der  2.  Armee  versagten  wieder  einige  Divisionen,  so  daß  die
neue  Front  bei  Peronne  keinen  festen  Halt  gewann.

Inzwischen  hatte  auch  an  der  Straße  Arras—Cambrai  der
Engländer  am  26.  August  angegriffen.  Auch  hier  war  die  17.  Armee
zuerst  planmäßig  ausgewichen  und  hatte  die  ersten  Kämpfe  günstig
gestaltet.  Dann  aber  überrannte  am  2.  September  1018  ein  starker
Tankangriff  südlich  der  Scarpe  die  Wotanstellung  und  bahnte  seiner
Infanterie  den  Weg.  Da  es  nicht  vorteilhaft  erschien,  vorwärts  der
Linie  Arleux—Moenuvres  noch  weiter  stehenzubleiben,  wurde  die
17.  Armee  unter  Beibehalten  ihrer  Stellung  näördlich  der  Scarpe
binter  Arleux—WMoenuvres  in  die  Siegfriedstellung  zurückgeführt.
Auch  die  2.  und  die  18.  Armee  folgten  dieser  Bewegung,  und  es
schlossen  sich  ihr  die  9.  Armee  und  der  rechte  Flügel  der  7.  Armee  an,
während  deren  linker  Flügel  nordöstlich  Kismes  noch  an  der  Desle
Fekkiel.  Die  9.  Armee  hatte  währenddem  heftige  Kämpfe  zu  beehen

  gehabt,  aber  sie  war  siegreich  aus  ihnen  hervorgegangen;
jetzt  zausft  sie  trotz  allem  zurückgehen.  In  der  Nacht  zum  Z.  Oe
tember  sollte  die  17.  Armee  ihre  Zückzugsbewegung  ausführen,  die
übrigen  Armeen  sollten  in  einem  Suge  nach  näheren  Weisungen  der
Beeresgruppen  zurückgehen,  und  schon  am  7.  September  stand  die
ganze  Heeresgruppe  in  der  Siegfriedstellung.  Gleichzeitig  wurde  auch
die  schon  lange  vorbereitete  Räumung  des  Lisbogens  und  des
Kemmel  von  der  4.  und  6.  Armee  durchgeführt;  die  Oberste  Heeresleitung
  wurde  von  Avesnes  nach  Spaa  zurückverlegt,  und  es  begann
eine  große  Abschubbewegung  nach  Deutschland.  Alles,  was  das  Heer
nicht  unmittelbar  brauchte,  wurde  nach  Deutschland  gebracht;  die
Sufuhr  wurde  auf  das  Notwendigste  beschränkt;  die  Festungen  in
Cothringen  wurden  instand  gesetzt,  und  die  rückwärtigen  Stellungen,
in  welche  die  Armeen  im  Wotfall  zurückgehen  sollten,  nach  Kräften
ausgebaut.  Auch  der  Bogen  von  St.  WMihiel  sollte  geräumt  werden.
Am  8.  September  erfolgte  der  Befehl  dazu;  bevor  aber  die  Räumungsarbeiten
  zu  Ende  geführt  waren,  griffen  die  Amerikaner,  die
im  August  335.000  Mann  nach  Frankreich  geführt  hatten,  unter
General  Hershing  an.

Der  Hlan  des  amerikanischen  Generals  ging  dahin,  den  Dorsprung
  der  deutschen  Stellung  bei  St.  Mihiel  an  seinem  Fußpunkt
abzukneifen.  Es  standen  ihm  hierzu  zwölf  amerikanische  und  vier
französische  Divisionen  mit  2000  Geschützen  aller  Kaliber  zur  Derfügung,
  denen  nur  acht  deutsche  und  österreichische  Divisionen  gegenüberstanden;
  doch  ist  dabei  zu  bemerken,  daß,  wie  wir  wissen,  die
amerikanische  Division  mindestens  doppelt  so  stark  war  wie  die
deutsche.  Die  Übermacht  war  also  erdrückend  und  hatte  alle  strate-Lischen
  Vorteile  für  sich.  Der  Zauptangriff  sollte  von  Süden  her  aus
der  Linie  Xivrap—Fev  en  ZKave—Hriesterwald  erfolgen  und  vom  I.
und  IV.  amerikanischen  Korps  ausgeführt  werden;  ein  Tebenangriff
von  Norden  her  durch  das  V.  amerikanische  Korps  aus  der  Cinie