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Ingelmunster—Kortrijk  zurück.  Indessen  waren  die  Derhältnisse  doch  so
unsicher  geworden,  daß  die  flandrischen  U-Boot-Stützpunkte  geräumt
werden  mußten.  U  große  und  15  kleine  Torpedoboote  sowie  die
U-Bocte  kehrten  über  die  Mordsee  nach  Wilhelmshaven  zurück.  Dier
weitere  Torpedoboote,  an  denen  noch  einige  Arbeiten  zu  machen
waren,  folgten.  Vier  nicht  überführungsfähige  U-Boote  und  zwei
große  Torpedoboote  mußten  gesprengt  werden.  Drei  große  Torpedoboote,
  die  auf  der  Werft  lagen,  sollten  nach  Antwerpen  transportiert
  werden,  um  dort  gesprengt  oder  in  Holland  interniert  zu
werden.  Die  schnellen  Motor-Torpedoboote  waren  nach  Antwerpen
gegangen  und  von  dort  nach  Kiel  verfrachtet  worden.  Die  Seeflugzeuge
  Ratten  sich  auf  dem  Luftwege  nach  Deutschland  begeben.  Don
den  Küstenbatterien  konnten  10  28-cm-Eisenbahngeschütze  abbefördert
werden.  Die  übrigen  wurden  rechtzeitig  zerstört.  Die  Werft  wurde
gerettet.  Der  Rücken  der  Armee  war  somit  frei,  und  diese  erhielt
nunmehr  den  Zefehl,  in  die  Cysstellung  zurückzugehen.

Die  6.  Armee,  die  feindliche  Angriffe  überall  siegreich  zurückgewiesen
  hatte,  erhielt  nun  auch  den  Befehl,  sich  dem  Rückzuge  der
4.  Armee  anzuschließen  und  abschnittweise  auf  Tournai  und  die
BHermannstellung  zurückzugehen.  In  der  Nacht  zum  18.  wurde  die
Stadt  Lille  geräumt,  ohne  daß  der  Feind  irgend  gedrängt  hätte  oder
dazu  in  der  Lage  gewesen  wäre.  Dieser  Bewegung  schlossen  sich  der
linke  Flügel  der  Armee  und  der  rechte  der  lk.,  später  die  ganze
17.  Armee  an.  Die  Truppen  gingen  langsam  in  die  BHermannstellung
zurück.  Hierbei  schied  die  Beeresgruppe  des  Generals  von  Boehn
aus,  weil  der  Raum  für  eine  besondere  Beeresgruppe  zu  eng  wurde.
Die  Beeresgruppe  Kronprinz  Rupprecht  übernahm  die  2.  Armee,
die  Beeresgruppe  Kronprinz  Wilbelm  die  18.  Die  9.  Armee  wurde
von  der  7.  übernommen.  General  von  Carlowitz  übernahm  die  2.,
General  von  der  Marwitz  die  5.  Armee.  Für  General  von  Gallwitz
wurde  eine  besondere  Beeresgruppe  gebildet.

Bei  der  17.  Armee  war  am  27.  September  der  KFeind  durchgebrochen
  und  hatte  in  der  Richtung  auf  Cambrai  in  einem  scharfen
Dorstoß  Gelände  gewonnen,  während  weiter  südlich  die  Stellungen
gehalten  wurden.  An  der  Durchbruchstelle  aber  wurde  der  Gegner
aufgehalten.  Es  kam  bis  zum  8.  Oktober  zu  sehr  wechselvollen
Kämpfen  beiderseits  der  Stadt,  die  gehalten  wurde.  Die  I.  Armee
behauptete  sich  lange  zähe  bei  Douai,  Arleux  und  Cambrai,  um  erst
allmählich  in  die  Bermannstellung  Condé  —palenciennes—Solesmes—e
  Cateau  zurückzugehen.  Gegen  die  2.  Armee  hatte  sich  am
26.,  27.  und  20.  die  ganze  Wucht  des  feindlichen  Durchbruchversuches
  gewendet.  Am  20.  September  gelang  es  den  Ententetruppen,
die  Siegfriedstellung  bei  Bellicourt  und  Belleeglise  nördlich  von
St.  Quentin  zu  durchbrechen,  doch  wurde  der  Angriff  bei  Ce  Tatelet
abgeriegelt.  Dennoch  sah  sich  die  Oberste  Beeresleitung  veranlaßt,
die  2.  Armee  am  0.  Oktober  in  die  Bermannstellung  zurückzunehmen,