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rechten  Moselufer  aufgestellt  war.  Erst  am  1.  November  waren  sie
zum  Angriff  bereit.

In  Jtalien  dagegen  fiel  jetzt  die  Entscheidung.

Die  Dölker  Esterreich-Ungarns  waren  des  Krieges  und  der  Mißwirtschaft
  der  Regierung  müde.  Sie  strebten  auseinander;  sie  wollten
sich  selbständig  entwickeln.  Ein  Friedensschritt  „den  die  österreichische
Regierung  trotz  deutscher  Abmahnung  unternahm,  wurde  von  Wilson,
an  den  er  gerichtet  war,  ausweichend  behandelt,  und  rief  heftige  Mißbilligung
  in  Deutschland  hervor.  Am  17.  Oktober  hatte  darauf  Kaiser
Karl  eine  Kundmachung  erlassen,  wonach  Esterreich  in  einen  Zundesstaat
  verwandelt  und  von  Ungarn  völlig  getrennt  werden  sollte.  Auch
das  war  umsonst.  Wilson  beantwortete  die  Kundmachung  damit,  daß
er  die  Tschecho-Slowaken  als  kriegführende  Macht  anerkannte,  und
den  Südslawen  —  Kroaten,  Slowenen,  Serben,  Slawoniern  —  das
Recht  staatlicher  Selbstbestimmung  verlieh.  Mit  diesem  Schlage  vernichtete
  er  die  staatliche  und  militärische  Einheit  Gsterreichs,  und  in
diesem  kritischen  Augenblick  setzte  der  lange  vorbereitete  englischitalienische
  Angriff  ein.  Er  begann  am  23.  Oktober  mit  einer  machtvollen
  Artillerievorbereitung  und  wendete  sich  zunächst  gegen  die
Gebirgsfront.  Hier  gingen  bis  zum  Abend  des  25.  alle  Dorhöhen
des  Grappagebietes  in  die  Hände  der  FJtaliener  über.  TWacheinander
wurden  von  ihnen  der  Wonte  Asolone,  Hertica,  Solarolo,  Tomba,
Spinuccia  und  Fontana  Secca  genommen;  gleichzeitig  bemächtigten
sie  sich  auf  dem  westlichen  Brentaufer  der  österreichischen  Hauptstützpunkte,
  des  Monte  Sisemol  und  des  Col  del  Rosso.  Erst  am  26.
griff  die  englisch-italienische  Armee  die  untere  Diave  an  und  eroberte,
trotz  aller  Gegenstöße  treugebliebener  deutscher  Truppen,  bis  zum
30.  mittags  alle  beberrschenden  Köhen  auf  dem  Cstufer  der  Hiave.
Die  vorderste  Linie  wehrte  sich  mannhaft.  UÜberhaupt  kam  bei  den
kämpfenden  Truppen  keine  Gehorsamsverweigerung  vor;  aber  die
Reserven  versagten.  Die  Jtaliener  wagten  erst  spät,  an  ihren  Sieg
zu  glauben.  Sie  gingen  nur  sehr  vorsichtig  vor.  Den  eigentlichen
Durchbruch  führten  zwei  englische  Divisionen  aus,  die  dabei  schwere
Derluste  erlitten.  Dann  aber  brach  das  Unheil  herein.

Erst  am  29.  Oktober  gab  die  österreichisch-ungarische  Beeresleitung
  den  Zefehl  zum  Rückzuge,  und  als  nun  noch  ein  Erlaß  des
bereits  seiner  Macht  entsetzten  Kaisers  Karl  auflösend  wirkte  und
mangelhafte  Dorbereitung  des  Rückzuges  —  Tichtfreihaltung  der
Rückzugsstraßen  und  fehlerhafte  Ausnutzung  der  Eisenbahnen  —  sich
geltend  machte,  da  riß  überall  Unordnung  ein,  und  unter  ihrem  Einfluß
  löste  sich  das  Heer  auf,  das  der  General  Boroevic,  dem  trotz
seiner  bekannten  Unfähigkeit  das  Oberkommando  der  Armee  anvertraut
  worden  war,  nicht  mehr  zusammenzuhalten  vermochte.  Der
Susammenbruch  war  schlimmer,  als  er  seinerzeit  bei  der  russischen
Armee  beobachtet  worden  war.  Die  Jtaliener  wollen  7000  Geschütze
erbeutet  und  450  000  Mann  zu  Gefangenen  gemacht  haben.  Schon