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am  d.  Movember  wurde  zwischen  der  Entente  und  den  Trümmern  des
österreichischen  Staates  Waffenstillstand  geschlossen.  Die  JItaliener
besetzten  alle  wichtigen  Küstenpunkte;  Triest  und  Kiume,  Hola,  Saraund
  Cattaro  fielen  in  ihre  Hand,  sie  machten  sich  völlig  zu  Herren
des  Landes.  Deutschland  aber  schob  Truppen,  die  später  wieder
zurückgezogen  wurden,  bis  an  den  Brenner  vor,  da  es  einen
Einfall  in  Süddeutschland  befürchtete.

Die  U-Boot-Stützpunkte  Cattaro  und  Hola  waren  schon  vorber
von  den  Deutschen  geräumt  worden.  Am  28.  Oktober  hatten  16  U-Boote
  den  Rückmarsch  nach  der  Heimat  angetreten.  10  hatten  gesprengt
  werden  müssen,  da  sie  nicht  mehr  fertiggestellt  werden  konnten.
  Der  Kreuzer  „Goeben“  mußte  der  Türkei  überlassen  werden.
„Breslau“  war  schon  vorher  zugrunde  gegangen.  So  wurde  das
Mittelländische  Meer  geräumt.  Auf  dem  franzäösischen  Kriegsschauplatz
  aber  gab  die  Oberste  Beeresleitung  schon  am  4.  Tovember  den
Befehl  zum  Rückzug  in  die  Maas  —Antwerpen-Stellung,  der  unter
steten  Kämpfen  ausgeführt  wurde.

Die  amerikanische  1.  Armee,  die  am  I.  Tovember  zum  Angriff
übergegangen  war,  überschritt  am  5.  November  die  Maas,  nahm
nach  heftigem  Kampfe  die  Maashöhen  südlich  Stenav  und  machte  sich
bereit,  gegen  die  Linie  Montmedvp—LConguvon—Spincourt—Stain  in
der  allgemeinen  Richtung  auf  Longwy  vorzugehen  1).  Auch  die
2.  amerikanische  Armee  sollte  in  der  allgemeinen  Richtung  auf  Briey
vorgehen,  während  sechs  weitere  amerikanische  Divisionen  der
2.  französischen  Armee  zugeteilt  wurden,  die  über  Chateau-Salins
vorbrechen  sollte.

Langsam  gingen  die  Deutschen  zurück.  Guise  und  Waubeuge
wurden  erst  am  8.  November  geräumt.  Ceider  fehlen  die  Quellen,  die
die  Kämpfe  dieses  Rückzuges  betreffen;  nur  Allgemeines  läßt  sich  darüber
  sagen.  Die  Armee  bewahrte  trotz  allen  Unglückes,  das  sie  verfolgte,
  ihre  Ordnung  und  ihren  inneren  Susammenhalt.  Sie  mußte
aber  zurückgeben,  weil  die  allgemeinen  Derhältnisse  es  erforderten,
und  die  Überlegenheit  des  Gegners  mit  jedem  Tage  wuchs;  aber  sie
Rielt  den  Feind  in  respektvoller  Cntfernung.  Er  wagte  es  im  allgemeinen
  nur  mit  Kavallerie  und  leichten  Hanzerwagen  zu  folgen.  Su  einer
eigentlichen  Derfolgung  kam  es  überhaupt  nicht:  das  Gefühl  der  Überlegenheit
  hat  —  bis  auf  wenige  Ausnahmen  —  die  deutschen  Soldaten
  niemals  verlassen.  Den  allgemeinen  Perhältnissen  des  Krieges
aber  mußten  sie  Rechnung  tragen.  So  wurde  Kaukasien  schon  im  Oktober
  geräumt,  so  begann  schon  im  gleichen  Monat  die  Räumung  von
Finnland  und  der  Ukraine.  Im  Wovember  begann  der  deutsche  Rückzug
  aus  Holen  und  Wolhynien;  der  Rückzug  aus  der  Ukraine  wurde
fortgesetzt,  die  besetzten  Gebiete  wurden  allmählich  geräumt.  Da
feindliche  Truppen  nicht  besonders  drängten,  wenn  solche  überhaupt

1)  Siehe  Karte  8.