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nach  Konstantinopel  zu  sichern;  deutsche  Truppen  kämpften  in  Kaukasien,
  um  die  Rohstoffe  des  Kaukasus  für  die  deutsche  Armee  verfügbar
  zu  machen.  Sugleich  wurde  in  den  Kolonien  ein  Heldenkampf
sondergleichen  geführt,  der  für  alle  Seiten  eine  Schmach  für  England
bleiben  wird.  Als  endlich  die  Deutschen  die  Offensive  in  Frankreich
ermöglichten,  erfochten  sie  die  Berrlichsten  Siege  und  mußten  nur
zurückweichen,  weil  einerseits  ihr  Angriff  verraten  war,  andererseits
  die  Amerikaner  in  großen  Scharen  über  den  Ozean  gekommen
waren  und  in  immer  steigender  Zahl  gegen  die  deutschen  Armeen
auftraten,  die  allerdings  vor  der  Übermacht  langsam  zurückwichen,
aber  nirgends  geschlagen  wurden.  Nur  an  einigen  Stellen  hatten  sie
zeitweise  nachgegeben.

Es  ist  unglaublich,  was  Deutschland  an  geistiger  und  materieller
Kraft  während  dieses  Heldenkampfes  um  seine  Existenz  ausgegeben
hat!  Kein  anderes  Dolk  hätte  auch  nur  annähernd  Ahnliches  leisten
lönnen.  Der  ganzen  zivilisierten  Welt  hatten  wir  widerstanden;
Berrliche  Siege  Ratten  wir  überall  erfochten,  und  mit  vollberechtigtem
Stolz  durften  wir  auf  alle  die  besiegten  Mationen,  vor  allem  auf
Engländer  und  Franzosen  herabsehen;  dennoch  ist  unser  Reich  und
unser  Dolk  jammervoll  zusammengebrochen,  als  es  den  Siegespreis
fast  schon  in  der  Band  bielt.

Dieses  herzzerreißende  Ergebnis  legt  die  NMotwendigkeit  nahee,
den  Krieg  noch  einmal  im  ganzen  zu  überschauen,  um  aus  der  Fülle
der  Ergebnisse  das  zu  erkennen,  was  an  unserem  Unglücke  schuld
war,  und  dem  deutschen  Dolke  die  Gründe  unseres  Susammenbruchs
aufzuweisen,  der  alle  Volksschichten  ohne  Ausnahme  aufs  tiefste
geschãdigt  hat  —  mehr  als  man  im  Augenblicke  übersehen  kann  —,
damit  es  in  Sukunft  —  falls  ihm,  wie  wir  glauben,  eine  solche  noch
beschieden  ist  —  vermeiden  kann,  in  die  gleichen  Fehler  zu  verfallen.

Wenn  wir  von  diesem  Gesichtspunkt  aus  die  Ergebnisse  der
Kriegsjahre  überschauen,  wird  es  uns  sehr  bald  klar,  daß  kein  einzelnes
  Ergebnis  unseren  Sturz  verschuldet,  sondern  das  Susammentreffen
  einer  ganzen  Reihe  ungünstiger  Derhältnisse  das  zuwege
gebracht  hat,  wozu  keine  feindliche  Reeresmacht  die  deutschen  Armeen
zu  zwingen  vermocht  Bätte,  daß  aber  eines  vor  allem  Deutschlands
Beldensöhne  gezwungen  hat,  die  ehrenvoll  geführten  Waffen  niederzulegen:
  der  Derrat  des  deutschen  Volkes  selbst,  das  seinem  eigenen
Beere  heimtückisch  den  Dolch  in  den  Rücken  gestoßen  hat.

Sunächst  entsteht  die  Krage,  ob  wir  etwa  der  militärischen  Fehler
wegen  den  Krieg  verloren  haben?  Daß  solche  gemacht  worden  sind,
habe  ich  nirgends  verschwiegen.  Ich  will  hier  nur  die  hauptsächlichsten
  erwähnen,  damit  der  Leser  die  Dinge  im  Susammenhange
übersehen  kann.  Das  VNähere  kann  im  Text  des  vorstehenden  Buches
nachgelesen  werden.

Ein  Fehler  war  es  schon,  daß  Bulgarien  und  die  Türkei  sich
nicht  von  Anfang  an  beteiligten,  wie  das  wohl  zu  erreichen  gewesen