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qusschied.  Im  Frühjahr  1016  konnte  er  von  neuem  waffenstark
auftreten.  Ebenso  fehlerhoft  verfuhr  man  im  Herbst  1015  gegen
Herbien.  Als  man  dieses  Cand  niedergeworfen  hatte,  blieb  man
abermals  in  einer  halben  Maßregel  stecken  und  machte  vor  der
Orient-Armee  halt,  statt  sie  niederzuwerfen  und  damit  dem  Kriege
im  Osten  eine  neue  Wendung  zu  geben.  Eine  Reihe  von  Scheingründen
  sollte  diese  Maßregel  rechtfertigen.  Man  bereitete  damit
bloß  dem  künftigen  Susammenbruch  den  Weg.  Die  Diplomatie  scheint
hier  in  verderblicher  Weise  eingegriffen  und  die  feindliche  Orient-Armee
  gerettet  zu  haben.

Auch  unsere  Flotte  wußte  die  anfängliche  Gunst  der  Umstände
nicht  zu  benutzen.  Unentschlossene  Ratgeber  verurteilten  sie  zur  Untätigkeit,
  während  sie  nach  englischem  Seugnis  England  hätte  niederwerfen
  können.  So  war  denn  der  Feind  auf  keiner  Seite,  weder  im
Osten,  geschweige  denn  im  Westen,  endgültig  geschlagen;  vielmehr
stand  man  auf  beiden  Seiten  einem  erbitterten  und  leistungsfähigen
Gegner  gegenüber.  Ihm  hatte  sich  Jtalien  zugesellt,  das  Esterreich
auf  der  Südwestseite  mit  starken  Kräften  gefährdete.

—ährend  also  RKußlands  Armeen  sich  von  neuem  erhoben,
Rumänien  sich  noch  nicht  entschlossen  hatte  und  wie  ein  Damoklesschwert
  über  den  Entschliebungen  der  Mittelmächte  schwankte,  während
  Esterreich  in  Jtalien  auf  das  schwerste  bedrängt  wurde,  also
nirgends  eine  Entscheidung  gefallen  war,  entschloß  man  sich  in
Deutschland  dazu,  die  Entscheidung  auf  dem  westlichen  Kriegsschauplatz
  zu  suchen.  Z  »

Uns  Nachlebenden  erscheint  ein  solcher  Entschluß  unverständlich,
da  or  allen  Gesetzen  der  inneren  KLinie  widersprach.  Er  wird  erklärlich,
  wenn  man  deutscherseits  annahm,  daß  ein  Sisg  im  Osten  überhaupt
  unorreichhar  wäre.  Aber  auch  dann  scheint  es  mir  wahrscheinlich,
  daß  ein  entscheidender  Kampf  gegen  Italien  den  damaligen
Derhältnissen  besser  entsprochen  hätte.  Hier  konnte  man,  wenn  man
in  entsprechender  Weise  angriff,  einen  wirklich  entscheldenden  Sieg
gewinnen  und  damit  Kräfte  frei  bekommen,  die  man  zur  Tliederwerfung
  eines  der  anderen  Gegner  benutzen  konnte.  Wie  dem  aber
auch  sei,  uns  erscheint  der  Angriff  auf  Verdun  als  ein  schwerwiegender
  Fehler,  um  so  mehr,  als  es  sich  bald  zeigte,  daß  wir  den  Hlatz
nicht  einnohmen  konnten,  und  andererseits  der  Kampf  an  der  Somme
die  deutschen  Kräfte  bis  zur  ußersten  Spannung  in  Anspruch  nahm.
Als  daber  gerade  in  diesem  Augenblick  Rumänien  den  Krieg  erklärte
  und  die  Russen  gegen  Ungarn  und  Galizien  siegreich  vordrangen,
  war  die  Lage  eine  beinahe  verzweifelte.  Derschlimmert
wurde  sie  noch  dadurch,  daß  die  Mittelmächte  den  Krieg  nicht  nach
einem  einheitlichen  Gesichtspunkt  führten,  sondern  sich,  wie  das
näher  ausgeführt  worden  ist,  gegenseitig  hinters  Licht  zu  führen  versuchten
  und  ihre  Sonderinteressen  verfolgten.  Was  in  dieser  Hinsicht
zu  erwarten  war,  hat  der  Sixtusbrief  zur  Genüge  bewiesen.  Auch